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Kräuterauswahl, Wirkstoffe und Anwendungen

Schafgarbe, Spitzwegerich, Breitwegerich, Huflattich, Knöterich, Kornblume, Lungenkraut, Augentrost, Königskerze, Dost, Flachskraut, Tausendg.kraut, W.Taubnnessel, Löwenzahn, Brennessel, Brombeere, Benediktenkraut, Erdbeere, Fingerkraut, Preiselbeere, Bärentraube, Liebstöckel, Wegwarte, Johanniskraut, Bibernelle, Klatschmohn, Fenchel, Veilchen, Tormentill, Kamille, Storchschnabel, Rainfarn, Mistel, Hirtentäschel, Kalmus, Himbeere, Heidekraut, Zinnkraut, Engelwurz, Arnika, Baldrian, Beifuss, Nachtkerze, Erbse, Ackerdistel, Bärwurz und alles über die positive oder negative Wirkung von Pflanzen

 

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Schafgarbe


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Achillea millefolium

Volksnamen: Garbenkraut, Garbewurz, Gotteshand, Balsamgarbe, Schafzunge, Judenkraut, Gerwel

Die 20-80cm hohe, ausdauernde Pflanze zählt zu der Familie der Korbblütengewächse. Aus dem rundlichen, ästigen Wurzelstock wächst im Frühling ein aufrechter, erst im Blütenstand verzweigter Stängel mit doppelt bis einfach fiederteiligen Blättern. Die sehr kleinen Blütenköpfchen stehen in flachen Doldentrauben, die Scheibenblüten sind schmutzig-weiß.

Man findet die Schafgarbe oft auf Schafweiden, Wiesen, Halbtrockenrasen und an Wegrändern, blühend von Mai bis Oktober, Sammelzeit des blühenden Krauts ist von Juni bis Oktober.

Die Wirkstoffe wirken blutreinigend, entzündungshemmend und
heilungsfördernd, weswegen sich der Tee oder frische Presssaft bei Magen-Darm-Erkrankungen, Blähungen, Appetitlosigkeit, Hämorrhoiden, und Menstruationsstörungen eignet.

Für eine Tasse Schafgarbentee werden 1-2 gehäufte Teel. des frischen oder trockenen Krautes mit 1 Tasse Wasser überbrüht, der Tee muss anschließend 5-10 Min. ziehen.
2-4 Tassen pro Tag sind zu trinken, der Tee sollte jedoch kein Dauergetränk sein. (Während des Gebrauchs von Schafgarbe sollte Wein und Kaffee gemieden werden, da sonst starke Kopfschmerzen entstehen)
Vom Presssaft nehme man 3 Teel.

Hier ein Beispiel für eine Teemischung für einen Magen-Darm-Tee:
Schafgarbe 30g
Kamille 50g
Pfefferminze 50g

Die Schafgarbe eignet sich aufgrund ihres mild-würzigen Aromas hervorragend zum Würzen, z.B. von Salaten, Kräuterquarks, Suppen, oder (mein persönlicher Geheimtipp) Bratkartoffeln.

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Spitzwegerich



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Plantago lanceolato

Der Spitzwegerich erhielt seinen Namen aufgrund seiner langen, parallelnervigen, lanzettlichen, zugespitzten, weichen Blätter und seinem bevorzugten Standort, Wege und Straßen außer an diesen Stellen ist er auch in Gräben, auf Wiesen und Weiden, an Waldrändern oder auf Ödland zu finden. Die ausdauernde Pflanze trägt auf dem aufrechten Stängel kugelig bis walzliche, braune Blütenähren. Die winzigen Blüten selbst sind grau-weiß.

Für Tee oder Presssaft benötigt man die Blätter, welchen man von Mai bis September sammelt.

Die Wirkstoffe des Spitzwegerichs wirken schleimlösend und zusammenziehend. In der Kräuterheilkunde wird der Spitzwegerich bei Atemwegserkrankungen wie Husten, Lungenverschleimung oder -entzündung. Eine derartige Heilwirkung wurde jedoch wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen. Des weiteren hilft das Heilkraut bei Verdauungsstörungen, Blasenschwäche und Wurmkrankheiten. Der frische Saft oder das frische, zerkleinerte Blatt auf Wunden aufgelegt, fördert deren Heilung.

Für den Tee überbrüht man 2 Teel. des getrockneten oder frischen Krauts mit 1 Tasse Wasser, den Tee lasse man anschließend 5-10 Min. ziehen. Davon trinke man täglich 2-3 Tassen. Ebenso hilft auch frischer Presssaft, ein Esslöffel davon mit 1/2 Esslöffel Wasser verdünnt.

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Breitwegerich


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Plantago major

Volksnamen: Großer Wegerich, Großer Wegebreit, Breitblättriger Wegerich, Schafszunge

Die mehrjährige Pflanze wächst ebenso wie der Spitzwegerich an Wegen und Straßen, in Gräben, auf Wiesen und Weiden, an Waldrändern und auf Ödland, besitzt im Gegensatz zum Spitzwegerich breite, rundliche und harte Blätter, die einer Zunge gleichen, weshalb er auch Schafszunge genannt wird. Seine Blüten und später die Samenähre trägt er auf blattlosen Blütenschäften.

Die frischen, jungen Blätter des Wegerichs sammelt man von Juni bis August, die Samen der getrockneten Ähren von August bis September. (Die Samen werden aus den getrockneten Ähren herausgeklopft und durch sieben von Fremdkörpern befreit.)

Der Breitwegerich wirkt erfrischend, reinigend, harntreibend, adstringierend (zusammenziehend) und entzündungshemmend, in der Volksheilkunde fand er eine vielfältige Verwendung:
Ein Breiumschlag aus den frischen Blättern bei Wunden und Entzündungen der Haut, Verbrennungen, Schwellungen und Insektenstichen, leichten Verbrennungen, Zahnfleischentzündung, Akne und Insektenstichen.
Ein Tee aus Breitwegerichblättern wirkt bei Darmbeschwerden und Durchfall, ein Tee aus den Samen wirkt entzündungshemmend auf Mund- und Darmschleimhäute, die Samen selbst wurden früher als Mittel gegen Würmer und als Abführmittel gebraucht.

Dieses Kraut hat ein breites Blatt, welches einer Zunge gleicht; deshalb er auch Schafzunge genannt wird, über den Rücken ist er mit feinen Rippen gefasert. Das Blatt sieht schwarz-grün aus und ist hart und eckig. Sammelzeit: Blätter Monat Mai, des Samens Monat August.

Anwendung: Bei Schwindsucht, Wechselfieber, Geschwüren, Hämorrhoidalleiden.
Den Saft bei Fisteln, auch bei Wunden (stillt das Blut). Die frische Wurzel in die Zähne gelegt nimmt das Zahnweh. Die frischen Blätter auf giftige Bisse oder Wunden gelegt, heilt.


Der Breitwegerich ist auf Wiesen und im Rasen sehr trittunempfindlich - daher kann er auch im wenig gemähten Rasen nahe am Hause stehen.

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Huflattich (manchmal auch Huflattig geschrieben)


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Tussilago farfara

Volksnamen: Roßhuf, Brustlattig, Hufblatt, Brustblüten, Teeblüml, Märzblume, Lehmblüml

Der Huflattich erhielt seinen Namen durch seine hufenförmigen Blätter. Auffälliger als diese großen, rundlich herzförmigen, grob gezähnten oben kahlen und auf der Unterseite graufilzigen Blätter sind jedoch die kleinen gelben Korbblüten auf den 10-15 cm hohen, ebenfalls von weißlich-grauem Filz überzogenen Blütenschäften, die sich schon im März auf feuchten, lehmigen Hängen, an Bahndämmen, Äckern, Steinbrüchen, Geröllhalden, Trümmerflächen und Wegen zeigen. Die Blätter wachsen erst später, im Mai. Wenn die Blüten schon längst verblüht sind.

Die Blüten sammelt man von März bis April, die Blätter von Mai bis Juni.

Die Wirkstoffe der Pflanze wirken schleimlösend, die Blätter enthalten Vitamin C. Ein Tee aus den Blättern oder Blüten befreit verschleimte Lungen, wirkt hervorragend gegen Husten, Reizhusten, gegen Heiserkeit, Bronchitis und Asthma sowie leichten Entzündungen der Mundschleimhaut. Als Fußbad lindert der Tee geschwollene Füße.
Zerkleinerte frische Blätter heilen Wunden und wunde Hautstellen, leichte Verbrennungen und Insektenstiche.

Für den Tee überbrühe man 2 Teel. des Pflanzenmaterials mit 1 Tasse Wasser, den Tee lasse man anschließend 5-10 Minuten ziehen, der Tee sollte so heiß wie möglich getrunken werden, täglich 4-5 Tassen. Insgesamt sollte der Tee jedoch nicht länger als 6 Wochen am Stück getrunken werden.

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Vogelknöterich, Knöterich


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Polygonum aviculare

Volksnamen: Blutkraut, Plattsaat, Saugras, Wegetritt, Wegkraut, Zerrgras

Die vielen kleinen "Knoten" im bis zu 50cm langen, erst aufrechten und später niederliegenden Stängel der einjährigen Pflanze gaben dem Knöterich oder Tausendknoten seinen Namen. Die Pflanze besitzt längliche, elliptische Blätter. In den Blattachseln treibt sie jeweils 1 bis 3 ca. 3 mm lange, trichterförmige, rosarote bis grünlichweiße Blüten aus. Unzählige Vogelarten ernähren sich von den kleinen 2-3cm langen dreikantigen Früchten, daher der Name Vogelknöterich.

Der Vogelknöterich wächst besonders in der Nähe von Ansiedlungen, auf Äckern und Wegen, an Feldrainen und auf mageren Grasplätzen. Er blüht von Mai bis November; von Juni bis September kann das blühende Kraut ohne Wurzel gesammelt werden.

Die Wirkstoffe des Knöterichs wurden früher zur unterstützenden Behandlung von entzündlichen Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut, und Atemwegserkrankungen, sowie gegen Durchfall verwendet. Ebenso als harntreibendes Mittel bei Blasen- und Nierenerkrankungen, bei rheumatischen Beschwerden und auch, aufgrund des Gehaltes an Kieselsäure, als unterstützendes Mittel bei der Therapie der Lungentuberkulose.
Äußerlich verwendete man das Kraut bei Geschwüren und Wunden.

Für Tee wird ein gehäufter Teelöffel etwa 1.5g zerkleinertes, getrocknetes Vogelknöterichkraut mit ca. 150 ml kaltem Wasser angesetzt, kurz aufgekocht und nach 5 bis 10 Minuten abgeseiht. Von dem Tee trinke man 3 bis 5 mal täglich eine Tasse Tee.

Achtung: Die Unbedenklichkeit des Knöterichs ist nicht erwiesen, er sollte auf keinen Fall in der Schwangerschaft verwendet werden. In einigen Quellen wird von einer Selbsttherapie mit Vogelknöterich gänzlich abgeraten.

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Kornblume


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Centauria cyanus

Volksnamen: Roggenblume, Tremse, Cyane, Sichelblume, Ziegenbein, Zachariasblume

Im Sommer schmückt diese hübsche kleine Blume jederorts die Feldwege und -raine, aus dem Mittelmeergebiet stammend verbreitete sie sich mit dem Getreideanbau über ganz Europa und ziert heute zusammen mit dem Klatschmohn die Felder. Charakteristisch für die Kornblume sind ihre blauen Blütenblätter, die zusammen mit den eigentlichen, vielen kleinen schwarzen Röhrenblüten um welche sie herum angeordnet sind, eine einzige große Blüte vortäuschen. Der Stängel der einjährigen Pflanze ist dünn, die Blätter schmal.

Die Kornblume wächst verbreitet auf sandigen bis lehmigen, sauren Äckern.
Sie blüht von Juni bis Oktober gesammelt werden die blauen Blüten im Juli und August, doch sollte sie, wie alle Wildpflanzen nicht in der Nähe chemisch behandelter Felder, an Straßen oder Baustellen gesammelt werden.

Eine griechische Sage erzählt, wie der Zentaur Chiron mit der Kornblume die Wunde am Fuß des Achilles heilte. (Daher der lateinische Name Centauria.) Die Kornblume soll
Husten, Bronchitis und Leberkrankheiten heilen, und beschleunigt die Urinausscheidung in Fällen von Nierenträgheit und Wasseransammlung. Auch fiebrige Erkrankungen wurden mit ihr behandelt. Vor allem aber wurde sie zur Heilung von Bindehaut oder entzündeter, geröteter und geschwollener Augen verwendet.
Ein Aufguss aus Kornblumenblüten wurde verwendet, um grauem Haar einen distinguierten blauen Schimmer zu verleihen.

Für einen Aufguss gegen Husten, Bronchitis und Leberkrankheiten wird eine kleine Handvoll frischer Blüten mit einem Liter Wasser überbrüht (etwa 5-10 Minuten ziehen lassen) und eine Tasse vor den Mahlzeiten getrunken.
Für ein Fußbad (oder Vollbad) gegen Ödeme (oder generell wunde, gereizte Haut) werden etwa eineinhalb Handvoll Blüten pro Liter Wasser verwendet, die Anwendung ist einmal täglich.
Ein Absud für die Augen wird folgendermaßen hergestellt: eine kleine Handvoll Blüten wird in einem Liter Wasser fünf Minuten gekocht und dann eine halbe Stunde lang stehen gelassen. Bei der Verwendung des Absuds in den Augen ist darauf zu achten, dass sich keinen Pflanzenteile mehr im Absud befinden, die ins Auge geraten könnten.
Für die Haarspülung wird eine Handvoll der blauen Kornblumenblätter mit einem Viertelliter kochendem Wasser überbrüht und drei Stunden ziehen gelassen, danach abgeseiht. Nach dem Waschen die Haare leicht antrocknen lassen und die Spülung hineinmassieren.

"Die Kornblume wächst in Getreidefeldern. Die Blüte dient zu Umschlägen bei entzündeten Augen: 15 Gramm auf 1/2 Liter kochendes Wasser gebrüht; gegen Gelbsucht nimmt man 5 Finger voll diesen Tees und brüht ihn auf 1 Obertasse Wasser auf."

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Lungenkraut


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Pulmonaria officinalis

Volksnamen: Arzneilungenkraut, Boxkraut, Fleckenkraut, Frauenmilchkraut, Luchslungenkraut

Die 20-30 cm hohe ausdauernde Staudenpflanze zeigt sich schon früh im Jahr mit ihren charakteristischen roten trichterförmigen Blüten und behaartenen Blättern, die je nach Art lungenförmig, herzförmig oder lanzettlich geformt und meist mit weißlichen Flecken übersäht sind, in Laubwäldern, Gebüschen und an schattigen Ufern.

Das Lungenkraut bevorzugt kalkhaltigen, lehmigen oder humosen Boden, der nicht zu trocken sein sollte. So ist es meist in großen Beständen in lichten Laubwäldern und an schattigen Ufern zu finden. Es blüht von März bis Mai und wird in dieser Zeit gesammelt. Mit zunehmendem Alter wechselt die Blütenfarbe von Rot über Violett zu Blau, was auf eine pH-Wertveränderung (Säureveränderung) im Zellsaft zurückzuführen ist. Es ist darauf zu achten, dass das Lungenkraut in einigen Bundesländern auf der "roten Liste" steht und dort nicht aus der Wildnis gesammelt werden darf.

Die aus dem 16. Jahrhundert stammende Signaturlehre leitete aus der Ähnlichkeit der gefleckten Blätter mit Lungen ab, dass das Lungenkraut heilsam bei Lungenbeschwerden sei. Tatsächlich enthält die Pflanze jedoch kaum auswurffördernde Stoffe, die bei Lungenbeschwerden wirksam wären, dafür aber Wirkstoffe, die aufgrund ihrer adstringierenden Wirkung gegen Erkrankungen der oberen Luftwege wie Husten, Erkältungen, Heiserkeit, Grippe, aber auch gegen Entzündungen des Magens helfen.

Für einen Tee werden 2 Teelöffel des getrockneten Krautes mit 1/4 Liter kochendem Wasser aufgebrüht, 10 Minuten ziehen gelassen und drei Mal täglich mit Honig gesüßt getrunken.
Für einen Kaltansatz werden 2 Esslöffel des getrockneten Krautes in 1/2 Liter Wasser 10 Stunden stehen gelassen. Danach wird der Ansatz aufgekocht und wie der Tee eingenommen.

Hinweis:
Das Lungenkraut eignet sich nicht zum Dauergebrauch, da Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden können.

"Selbiges hat einen wulstigen schiefen Wurzelstock und einen 4cm hohen steifhaarigen Stängel, mit trübgrünem, auch weißen Stängel, mit zuerst roten, dann violetten Blüten, wächst in Gebüschen und Laubwäldern.
Anwendung: Wurzel und Blätter dienen für Hals- und Brustentzündungen, bei Heiserkeit, Blutspeien und bei Lungenbluten. 5 Gramm auf 1/2 Liter kochendes Wasser gebrüht, zu gebrauchen."

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Augentrost


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Euphrasia officinalis

Volksnamen:

Die einjährige Pflanze erreicht eine Höhe von ca. 2-40cm. Der aufsteigende, flaumig behaarte Stängel trägt die ährenartigen, beblätterten Blütenstände und die breiten, eiförmigen, am Rand spitz gezahnten, gegenständig wachsenden Blätter. Die Blüten sind weiß bis blasslila, haben eine violette Oberlippe und einen gelben Schlundfleck.

Der Augentrost ist ein Halbschmarotzer, der an trockenen Wiesen und Berghängen wächst. Mit seinen Wurzeln entzieht er den Wurzeln benachbarter Gräser deren fertige Nährsalzlösung. Daher der Name "Wiesenwolf" oder auch "Milchdieb", da er auf indirekte Weise den Milchertrag des Weideviehs reduziert.
Das Blühende Kraut kann von Juni bis September gesammelt werden.

Die Wirkstoffe wirken schwach entzündungshemmend, so wird der Augentrost vor allem bei Entzündungen der Schleimhäute angewendet, hauptsächlich gegen Bindehautentzündung, überanstrengte und gereizte Augen, Tränensäcke oder Gerstenkorn. In diesem Fall helfen Umschläge oder Augenbäder.
Auch Husten, Verdauungsbeschwerden, Zahnfleischentzündungen oder auch Kehlkopfentzündungen lindert ein Tee aus dem Kraut.

Für den Aufguss werden 1/2 Teelöffel der getrockneten Droge mit 1 Tasse Wasser überbrüht und 1-2 Minuten ziehen gelassen. Der Tee eignet sich für Umschläge, zum Trinken und für Augenbäder.
Umschläge mit Augentrost und Kamille: 1 Teil Augentrost mit 1 Teil Kamille mischen, ca. 5 Esslöffel mit 1/4 l kochendem Wasser überbrühen, 3-5 Minuten ziehen lassen, damit warme Umschläge machen, die stündlich erneuert werden.

Hinweis:

Auf genaue Dosierung achten.
Der Aufguss muss sorgfältig abgeseiht werden, damit keine kleinen Pflanzenreste ins Auge gelangen können.
Bei trockener oder verstopfter Nase sollte man mit der Verwendung von Augentrost sehr vorsichtig umgehen, da Augentrost wegen seiner adstringierenden Wirkung den Schleimfluss verhindert und dadurch deine Beschwerden noch verschlimmern kann.

"Dieses Kraut hat einen steif aufrechten 18-26cm hohen, schlanken, fast stielrunden, einfachen oder meist pyramidal-ästigen, weichhaarigen und häufig purpurbraunen Stängel, mit festsitzenden, breiten eirunden Blättern und sitzenden Blüten
Anwendung: Augentrosttee dient bei entzündeten Augen zu Umschlägen. Als Aufgusstee genommen beseitigt er Ohrenschmerzen und Kopfweh, auch katarrhische Hustenbeschwerden der Schleimhäute. 5 Gramm auf 1/2 Liter kochendes Wasser gebrüht, zu gebrauchen."

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Großblütige Königskerze


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Verbascum thapsiforme
Volksnamen: Wollkraut, Himmelbrandblume, Brennkraut, Donnerkerze, Fackelblume, Johanniskerze, Marienkerze, Zottich

Wie die Königskerze zu ihrem Namen kam, ist einfach zu erraten. Leuchtend gelb blühend erhebt sie sich stattlich und kann eine Größe von bis zu 3 Metern erreichen. Der aufrechte, wollfilzige Stängel trägt die 3-5cm großen, leuchtend gelben Blüten, die zwei- bis fünfbüschelig wachsen, sowie die breit-elliptischen, gekerbten, sternhaarigen Blätter .

Die Königskerze bevorzugt steinige, sonnige Plätze wie Waldlichtungen, Kahlschläge, Schuttflächen, Wegränder, Steinbrüche.
Von Mitte Juni bis September werden an sonnigen taulosen Tagen die geöffneten Blüten ohne die grünen Blütenkelche gesammelt und schonend getrocknet.

Die Inhaltsstoffe der Königskerze wirken schleimlösend, auswurffördernd, wundheilend leicht fiebersenkend und schweißtreibend, wodurch sie ein hervorragendes Mittel gegen Husten und Atemwegsentzündungen ist. Auch bei Ohrinfektionen, Hämorrhoiden und Verbrennungen und wunder Haut findet sie Verwendung.
Früher verwendete man auch die frischen, zerkleinerten Blätter zur Linderung wunder Hautstellen.

Für einen Aufguss überbrühe man 2 Teelöffel der getrockneten Blüten mit einer Tasse Wasser und lasse es 5 Minuten ziehen. Mit Honig gesüßt wird er als Hustentee getrunken, äußerlich wird er bei Augenentzündungen, Brandwunden und Geschwüren als Umschlag aufgelegt.

"Wird auch Himmelbrandblume genannt, auch Wallkrautblume. Sie dient als Haustee bei Husten, Brustschmerzen und Lungenverschleimung und leistet als Aufgusstee vorzügliche Dienste. Man verwendet die getrockneten Blüten. Versüßt wird der Tee durch Honig oder Kandis."

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Gemeiner Dost


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Origanum vulgare

Der gemeine Dost ist eine bis 60 cm hohe, ausdauernde Staude mit einem leicht kantigen, rötlichen Stängel, ovalen, an den Rändern leicht gesägten Blättern und vielen kleinen rötlichen Blüten, die einen aromatischen Duft verströmen.

Der Dost wächst auf trockenem, durchlässigen und leicht erwärmbaren Boden, z.B. an steinigen Hängen und lichten Wäldern. Er blüht von Juli bis Oktober, gesammelt wird das blühende Kraut mit Wurzel zwischen Juli und September.

Ein Aufguss aus dem Dost wirkt krampf- und schleimlösend, entzündungshemmend, magenstärkend, windtreibend, hustenstillend und auswurffördernd. So wird er bei Atemwegserkrankungen, Verdauungsstörungen und Harnwegsinfekten verwendet.

Für einen Aufguss wird ein Teelöffel des getrockneten Krauts mit einer Tasse Wasser überbrüht und 5-10 Minuten ziehen gelassen. Davon trinke man 3-4 Tassen pro Tag oder benutze ihn für Mund- und Rachenspülungen oder für Umschläge bei schlecht heilenden Wunden.
Auch zum Würzen von Speisen eignet sich der Dost hervorragend.

"Die Doste wächst an Feldrändern, ist eine 16-20cm hohe Pflanze mit reichlichem Stängel und eirunden behaarten Blättern. Die Blume bildet eine fleischrötliche und runde Ähre. Während die ganze Pflanze angenehm und gewürzt riecht, schmeckt sie aber sehr scharf.
Anwendung: Bei Blutungen der Unterleibsorgane, Blutkrämpfe, auch zerteilendes Mittel, wenn man ihn als Aufgusstee gebraucht."

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Lein


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Linum usitatissimum

Volksnamen: Haarlinsen, Hornsamen, Saatlein, Flachs

Achtung: Frisch ist Lein stark giftig!

Der Flachs oder Lein ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Er liefert noch heute Nahrung und Öl, das z.B. zur Herstellung von Salben, Ölfarben oder Linoleum dient. Seine Fasern sind Ausgangsrohstoff für Kleidung, Nahtmaterial im chirurgischen Bereich oder Asbestersatz. Der Öllein erreicht eine Höhe bis zu 20cm, der Faserlein bis 160cm. Die Farbe der fünf Kelchblätter der Blüte variiert von violett über blau, rosa, graublau zu weiß oder gelb. Die Leinsamen sind lang bis rundoval, glänzend und fein punktiert, ihre Farbvariation reicht von hellgelb bis dunkelbraun.

Der Lein wächst bevorzugt auf sandigem, lehmigen, Boden oder auf leichteren Böden mit guter Wasserführung. Faserlein wird Ende Juli geerntet, Öllein von August bis September, verwendet wird der Samen.

Die Wirkstoffe im Samen der Pflanze wirken bei Entzündungen in Mund und Rachenraum, Heiserkeit, Husten Magen- und Harnwegbeschwerden oder Verstopfung. Als Umschlag wird ein Brei aus dem Samen bei Verstauchungen, Prellungen oder Rheuma aufgelegt.

Einen Kaltauszug gegen innere Beschwerden wird folgendermaßen hergestellt: einen gehäuften Teelöffel angedrückter Leinsamen lasse man in 1/4 Liter kaltem Wasser 20 Minuten ziehen. Man trinke mehrmals täglich davon oder benutze ihn zum Gurgeln.

Bei Verstopfung nehme man jeweils morgens und abends einen Esslöffel Leinsamen ein. Die abführende Wirkung tritt jedoch erst nach 2-3 Tagen ein. Somit ist der Leinsamen kein Mittel für einen akuten Fall, sondern für den Dauergebrauch. (Wichtig: Viel Trinken)
Bei Magenentzündungen wird ebenfalls morgens und abends ein Esslöffel Leinsamen eingenommen, allerdings muss man ihn hier zuvor in Wasser einweichen (bis der Samen von einer schleimigen Schicht überzogen ist). Auch hier sollte viel getrunken werden.
Für einen lindernden Umschlag fülle man 50g gemahlenen Leinsamen in ein Stoffsäckchen und erwärme es 10 Minuten über Wasserdampf, bevor man es noch heiß auf die erkrankte Stelle legt.

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Tausendgüldenkraut


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Centaurium erythraea

Volksnamen:

Die bis zu 50cm hoch wachsende, zweijährige Pflanze ist in ganz Europa zu finden. Im ersten Wuchsjahr erscheint eine grundständige Blattrosette, aus der sich im zweiten Jahr ein aufrechter, oben verzweigter Stängel erhebt, der eine Trugdolde aus hellrosa bis roten, selten weißen Blüten trägt.
Früher trug sie den Namen "Hundertguldenkraut", im Mittelalter erhob man sie zum "Tausendgüldenkraut". Im Elsass nannte man die Pflanze "Dreitausigguldekraut", in Speyer "Hunnertausiggildigkraut", in Norddeutschland sprach man sogar von "Milijöntusendkrut".

Das Tausendgüldenkraut findet man auf sonnigen Waldlichtungen oder Waldkahlschlägen und feuchten Wiesen. Es Blüht von Juli bis September, während dieser Zeit wird das ganze blühende Kraut ohne Wurzel gesammelt, wobei es direkt über der Grundrosette abgeschnitten wird.

Die im Tausendgüldenkraut reichlich vorhandenen Bitterstoffe, die stimulierend auf die Verdauungsvorgänge wirken, wendet man bei
Appetitlosigkeit, Magenschwäche und mangelnde Magensaftabsonderung sowie Erschlaffungszustände des Magens und des Darms an.
Die Bitterstoffe wirken auch kreislaufanregend, darum ist das Tausendgüldenkraut auch bei körperlicher und Überlastung und Erschöpfung geeignet. So hilft er z.B. nach einer feucht-fröhlichen Nacht, den Kopf zu klären.
Ganz speziell wird das Tausendgüldenkraut bei psychologisch bedingter Appetitlosigkeit junger Mädchen eingesetzt.
Allerdings erreicht das Kraut erst nach längerer Anwendung seine volle Wirkung.

Für einen Tee übergieße man ein bis zwei Teelöffel des Krauts mit 1/4 Liter Wasser, lasse das ganze 15 Minuten ziehen und trinke vor den Mahlzeiten eine Tasse ungesüßten Tee.
Ein Kaltauszug wirkt besser, für einen solchen übergieße man einen gehäuften Teelöffel Tausendgüldenkraut mit 1/4 Liter kaltem Wasser, seihe ihn nach 6-10 Stunden ab und erwärme ihn auf Zimmertemperatur. Auch der Kaltauszug wird vor den Mahlzeiten ungesüßt getrunken.

Hinweis:
Bei Übersäuerung des Magens und saurem Aufstoßen sollten mildere Heilkräuter wie Kamille, Pfefferminze, Melisse mit Kümmel, Fenchel und Anis angewendet werden.

www.baldur-garten.de

Weiße Taubnessel


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Lamium album

Volksnamen: Bienensaug, Blumennessel, weisse Nessel, Nettel, Todeskraut

Sie ähnelt stark ihrer aggressiven Namensschwester, der Brennnessel: die weiße Taubnessel. Im Gegensatz zu dieser besitzt sie jedoch keine Brennhaare, ihre Blätter sind "taub". Leicht kann man sie anhand ihrer quirlständigen weißen Lippenblüten von der Brennnessel unterscheiden. Die mit süßen Nektartröpfchen gefüllten Blütenkelche werden gerne von Schmetterlingen, Hummeln oder Ameisen besucht. Aber auch können uns an dem süßen Geschenk dieser Pflanze erfreuen, indem wir den kleinen Tropfen am unteren Ende der Blüte heraussaugen. Die weiße Taubnessel reckt ihren vierkantigen, hohlen Stängel, der am Grund rotviolett unterlaufen ist, bis zu vierzig cm in die Höhe. Die weichen, bis sieben cm langen Laubblätter wachsen gegenständig an bis zu drei cm langen Stielen, sind herzförmig und lang zugespitzt. Sie sind grob gesägt und auf beiden Seiten locker behaart. Der Fruchtknoten reift zu vier kleinen dreikantigen Nüsschen.

Die weiße Taubnessel wächst weit verbreitet an Wegen, Zäunen, Bahndämmen und Schuttplätzen. Sie blüht von Anfang April bis Oktober und während dieser Zeit wird die ganze Pflanze, getrennt von den Blüten gesammelt. Die Blüten müssen schnell getrocknet und dann in gut schließenden Gefäßen aufbewahrt werden, da sie sonst werden und schimmeln. Die Pflanzen werden im Schatten getrocknet.

Die weiße Taubnessel ist eine wichtige Frauenheilpflanze. Sie wirkt fiebersenkend, blutreinigend, reizlindernd entzündungshemmend und entkrampfend. Sie heilt den Unterleib, lindert Blasen- und Nierenleiden sowie Darmstörungen. Auch wirkt sie gegen unspezifischen Weissfluss. Unregelmäßige oder zu schwache Menstruation wird ausgeglichen, bei Menstruationsschmerzen entspannt die Taubnessel die verkrampfte Gebärmutter.
Aber auch sämtliche Erkrankungen der Schleimhäute und Erkrankungen der oberen Luftwege können mit der Taubnessel behandelt werden. Äußerlich angewandt erweicht ein Bad aus Taubnesselabsud Beulen, Geschwüre und Ekzeme, außerdem heilt es leichte Brandwunden und Nagelbettentzündungen. Angeblich hilft es auch gegen Hämorrhoiden und Prostata-Adenom.
Ein Tee aus den Blüten wird gegen Schlaflosigkeit empfohlen.

Für einen Absud setze man ein bis zwei Teelöffel der Blüten und des Krauts mit einem Viertelliter kaltem Wasser an und erhitzt das ganze bis zum Sieden. Dann lässt man den Tee fünf Minuten ziehen und seiht ihn ab. Davon trinke man über längere Zeit ein bis drei Tassen am Tag und/oder verwende den Absud als Bad, Spülung oder Waschung.

Hinweis: Bevor Weissfluss mit der Taubnessel behandelt wird, sollte zuvor vom Arzt bestätigt worden sein, dass es sich nicht um eine Erkrankung wie Trichimonaden oder Pilze handelt.

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Löwenzahn


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Taraxacum officinale

Volksnamen: Pusteblume, Kuhblume, Sonnenwirbel, Hundeblume, Butterblume, Milchstöckel, Kellerkraut
(Der Löwenzahn ist das Kraut mit den meisten Namen, insgesamt werden etwa 500-600 geschätzt)

Beinahe überall lächeln uns ab April die großen, sonnengelben Blüten der 2-50cm hohen, mehrjährigen Pflanze an, die wir Löwenzahn nennen und deren kugelförmiger Fruchtstand die überall bekannte "Pusteblume" bildet. Die aus Zungenblüten bestehenden Blütenköpfchen werden von einem blattlosen, röhrigen Stängel getragen, der wie alle Pflanzenteile einen weißen Milchsaft in sich führt. Die 10-30cm langen Blätter sind länglich und tief fiederspaltig gelappt, sie bilden eine grundständige Blattrosette.
Der Löwenzahn war schon im alten Griechenland eine geschätzte Heilpflanze, bei den alten Germanen war sie der Liebesgöttin Freya geweiht. Von den arabischen Ärzten Rhazes und Avicenna wurde sie erstmals beschrieben, in Kräuterbüchern tauchte sie erstmals im 16. Jahrhundert auf.

Der Löwenzahn blüht von April bis September, gesammelt werden in dieser Zeit die Blüten, Blätter und Wurzel, tief gezähnte Blätter weisen auf einen hohen Wirkstoffgehalt hin, die Blätter werden kurz vor der Blüte gesammelt.

Der Löwenzahn ist sehr vielseitig anzuwenden, er enthält z.B. viel Eisen, Vitamin C, Bitterstoffe, die die Leber- und Gallentätigkeit anregen und Verdauungsfördernd sind. Bitterstoffe sind vor allem im Frühling im Löwenzahn enthalten. Im Herbst ist vorwiegend Insulin vorhanden, das für den Kohlehydratstoffwechsel förderlich ist.
Die Wurzeln des Löwenzahns können geröstet als Kaffeeersatz genutzt werden und im Frühling sind die gelben Blüten eine wahre Bienenweide.

In seiner Vielseitigkeit wirkt der Löwenzahn galletreibend, harntreibend und entwässernd, leicht abführend, blutreinigend, schleimlösend, appetitanregend und förderlich bei der Fettverdauung. So wird er bei Störungen des Gallenflusses, Gallen und Leberstörungen, Wassersucht, Appetitlosigkeit, Darmträgheit, Verstopfung, Gicht, Rheuma und zur Entschlackung angewendet. Er regt den Stoffwechsel an und stärkt das Immunsystem.
Außerdem regt der Löwenzahn die Bauchspeicheldrüse an, mit dieser Eigenschaft im Zusammenspiel der anderen vielen positiven Eigenschaften ist der Löwenzahn besonders für Entschlackungskuren im Frühling zu empfehlen oder zur Unterstützung von Fastenkuren (besonders bei Diabetikern).

Für einen Tee werden 1/4 Liter kaltes Wasser und vier Teelöffel Löwenzahn (Blätter, Blüten und Wurzeln) kalt angesetzt und zum Kochen gebracht. Nach 15 Min wird abgeseiht, von dem Tee wird täglich 2x eine Tasse getrunken.
Für einen Auszug zwei Teelöffel frisches Löwenzahnkraut und zerkleinerte Wurzeln mit zwei Gläsern Wasser für acht Stunden kalt ansetzen und über den Tag verteilt trinken.
Für eine vier- bis sechswöchige Kur kann ein Tee aus den Wurzeln gekocht werden, dazu koche man eine Tasse Wasser mit zwei Teelöffeln gehackter Wurzel auf.
Nach einer Kur sollte man mindestens einen Monat pausieren.
Löwenzahntee sollte möglichst ungesüßt getrunken werden.
Statt einer Teekur kann auch eine vierwöchige Presssaftkur gemacht werden. Die frischen Pflanzenteile werden dazu im Dampfentsafter entsaftet.

Der Löwenzahn schmeckt auch hervorragend als Salat, hier werden nur die frischen, jungen Blätter verwendet. (Deckt man sie für eine Weile lichtdicht ab, schmecken sie ähnlich wie Chicoree). Die Wurzeln können wie Schwarzwurzel oder Spargel zubereitet werden. Die Blüten, drei Wochen in Honig eingelegt und diesen dann abgeseiht, ergeben einen köstlichen Blütenhonig, in Vodka angesetzt einen vorzüglichen Heilschnaps.

Hinweis: Bei Überdosierung ist eine Übersäuerung des Magens möglich.

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Brennnessel


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Urtica dioica

Volksnamen: Saunessel, Donnernessel, Große Nessel, Dudelkolbe, Gichtrute, Feuerkraut, Scharfnessel

Mit den schmerzhaften Berührungen der Brennnessel hat wohl schon jeder einmal Bekanntschaft gemacht. Grund für die Wehrhaftigkeit der Brennnessel ist die in den Nesselhaaren enthaltene Ameisensäure. Die Brennnessel ist eine bis 150cm hohe ausdauernde Pflanze. Ihr vierkantiger Stängel und die am Rand grob gesägten Blätter sind mit Nesselhaaren bedeckt. Die Blüten sind unscheinbar und grün, sie wachsen an Rispen in den Blattachseln.

Die Brennnessel ist sehr anspruchslos und wächst praktisch überall. Oft findet man sie z.B. an Zäunen und Hecken, auf Auen und Brachland oder in Gärten. Von April bis August sammelt man die ganze Pflanze mit Wurzel. Für den Wintervorrat sollte am Besten im Mai gesammelt werden.
Den Samen der Pflanze sammelt man im Frühherbst.

Die unangenehme Berührung der Brennnessel führte zur Verbannung aus den Gärten und zur Degradierung zum ungeliebten Unkraut. Doch stecken in dieser unscheinbaren Pflanze Kräfte, bei denen bei der nächsten Unkrautentfernungsaktion überlegt werden sollte, ob man der Brennnessel nicht doch einen Platz im Garten widmet.
1924 analysierte die Wissenschaft ein beachtliches Spektrum an Inhaltsstoffen. Die enthaltenen Vitamine und Spurenelemente beugen Krebs und Herz- und Kreislauferkrankungen vor, stärken die Knochen, das Knorpel- und Bindegewebe. Unterstützen das Immunsystem, festigen Haut, Haare und Nägel. Besonders die jungen Pflanzen enthalten viel Vitamin C, welches wiederum die Aufnahme von Eisen (in hohen Mengen in der Brennnessel enthalten) begünstigt. Eisen fördert die Blutbildung und Frauen in der Schwangerschaft oder während der Menstruation sollten die gesunde Eisenquelle nicht verachten, die zudem (im Gegenteil zu Eisenpräparaten) nicht zu Verstopfung führt. Magnesium, das als "Anti-Stress-Mineral" gilt und in unseren Kulturpflanzen nur noch spärlich vorhanden ist, ist in der Brennnessel reichlich enthalten. Die Brennnessel wirkt zudem blutstillend, blutreinigend, stoffwechselanregend, stuhlfördernd, auswurffördernd und schleimlösend. Sie hilft gegen Blasenleiden, Rheuma, Gicht, zu wenig Milchbildung beim Stillen, Haarausfall, Wassersucht, Nasenbluten, Blutharn, Ekzemen, Hautausschlägen, Heuschnupfen, Neurodermitis, Allergien, Erkältungen, Konzentrations- und Lernproblemen, Osteoporose und Wechseljahrsbeschwerden, Erschöpfung und Anämie, Depressionen, Alzheimer-Erkrankung und bei der Demenz.

Für einen Tee übergieße man ein bis zwei Teelöffel des frischen oder getrockneten Krautes mit einem Viertelliter kochendem Wasser. Nach fünf bis zehn Minuten seihe man das Ganze ab. Von diesem Tee sollten zwei bis drei Tassen am Tag getrunken werden.
Der Absud soll sich auch zur Schädlingsbekämpfung im Garten eignen. Als Spülung nach dem Haarwaschen bringt er Glanz ins Haar und fördert die Durchblutung der Kopfhaut.
Auch frischer Presssaft (zwei Teelöffel davon auf eine Tasse Wasser) eignet sich hervorragend.
Die Brennnessel kann man ähnlich wie Spinat zubereiten. (Mein Tipp! Sehr lecker.) Das Blanchieren der Blätter eliminiert die gefürchteten Brennhaare. (So lassen sie sich auch als Salat genießen.) Die getrockneten Brennnesselsamen sind sehr proteinreich und nahrhaft und können zum Verfeinern von Speisen genutzt werden.
Früher war das so genannte Peitschen des Rückens mit Brennnesseln weit verbreitet, was ein lang anhaltendes Wärmegefühl zur Folge hat und bei Ischiasbeschwerden und Hexenschuss helfen sollte.

Hinweis: Bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge einer eingeschränkten Herz- und Nierentätigkeit sollte die Brennnessel nicht angewandt werden.
Ältere Pflanzen sollen angeblich Magenreizungen verursachen, was ich aber noch nicht festgestellt habe.

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Brombeeren


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Rubus fruticosus

Volksnamen: Brambeeren, Brennbeeren, Schwarzbeere, Kratzbeere, Schwarze Haubeeren, Rahmbeere, Moren

Der Name Brombeere leitet sich vom altdeutschen Wort für Dornbeere (bramo-beri) her.
Der Strauch wird bis zu drei Meter hoch, wobei seine mit kräftigen Stacheln besetzten Zweige zum Teil niederliegend ranken oder aufrecht und bogig überhängend wachsen.
Die Blätter sind oben kahl und dunkelgrün, unten behaart und weißfilzig und die Mittelrippe ist mit feinen Stacheln besetzt. Die Brombeere trägt weiß- bis rosafarbene Blüten und saftige, schwarzglänzende Früchte, die nicht, wie der Name "Brombeere" vermuten ließe, Beeren sind, sondern Sammelnussfrüchte (viele kleine Steinfrüchte bilden die "Beere").

Die Brombeere liebt nährstoffreichen, oft auch steinigen Boden, man findet sie häufig in Gebüschen, lichten Wäldern, Dickicht und an Feldrainen. (Darüber hinaus wächst sie auch gern als fieses Unkraut in Hecken und an Stellen, wo man im Garten eigentlich keine Brombeeren haben will.)
Die Blätter sammle man von Mai bis August, die Früchte von Juli bis September.

Die Früchte der Brombeere enthalten reichlich Vitamine und Mineralstoffe, z.B. Calcium (davon mehr als alle anderen Beerensorten) oder Vitamin C. Außerdem sind sie Ballaststoffreich, die für eine gute Verdauung und Sättigung wichtig sind. Die ebenfalls reichlich enthaltenen Flavonoiden (blauen Farbstoffe) wirken immunstimulierend. Die Wirkstoffe der Brombeere kräftigen das Bindegewebe und die Gefäßwände. Ein Saft aus den Beeren hilft bei Heiserkeit und Halsschmerzen.
Die getrockneten Blätter sind aufgrund ihres Gehalts an Gerbstoffen bei der Behandlung leichter Darmerkrankungen oder bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut nützlich. Außerdem wirkt ein Tee aus den Blättern blut- und hautreinigend.
Interessant ist auch, dass die Beeren in der Lage sind, Kupfer zu binden; erhöhte Kupferkonzentrationen im Körper können zu nervösen Unruhezuständen führen.

Für die Innere Anwendung überbrühe man zwei Teelöffel der getrockneten Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser, lasse das ganze zehn Minuten ziehen und trinke davon drei Mal am Tag.
Für die Behandlung unreiner Haut überbrühe man zwei bis drei Teelöffel der getrockneten Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser, lasse das ganze zehn Minuten ziehen und durchfeuchte ein Tuch damit, welches man als Kompresse auf die betroffenen Hautpartien legt.

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Benediktenkraut


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Cnicus benedictus

Volksnamen: Kardobenediktenkraut, Distelkraut, Spinnendistelkraut, Bernhardinerkraut, Bitterdistel, Bornwurz
Das Benediktenkraut stammt ursprünglich aus dem Orient. Den Druiden galt es als heilige Pflanze zum Schutz und zur Verleihung von Stärke, als Pflanze im Garten sollte es Diebe fernhalten.

Seinen Namen bekam das Kraut durch den heiligen Benedikt von Nursia, der seinen Mönchen, den Benediktinern, empfahl, die Pflanze in den Klostergärten anzubauen.
Das Kraut erreicht eine Höhe von bis zu 50cm, sein Stängel ist fünfkantig und streifig. Im unteren Teil ist er borstig, nach oben hin drüsig behaart. Die Blätter sind mit Ausnahme der mittleren und oberen Blätter gestielt, im unteren Teil länglich, klebrig und zottig behaart und besitzen auslaufende, stachlige, zahnförmige Blattspitzen. Die äußeren Hüllblätter der gelben Blütenköpfe sind kurz und einfach gestachelt, die Hüllblätter im Inneren sind länger und besitzen gebogene Stachel. Die Frucht des Benediktenkrauts ist walzenförmig und leicht gebogen.

Das Benediktenkraut findet man häufig in Gärten, an Feldrainen, auf trockenen, steinigen Flächen, sonnigen Hängen oder Ödland. Es blüht von Juni bis August, in dieser Zeit werden die Blätter und Sprossspitzen mit Blüten zum Trocknen gesammelt.
Aus dem Benediktenkraut werden allerlei magenberuhigende Liköre hergestellt (z.B. der "Benediktiner"), außerdem ist es in einigen Galle- und Lebermitteln enthalten. Das Kraut enthält speichel- und magensaftsekretionfördernde Bitterstoffe, besonders Cnicin, daneben enthält es ätherische Öle, die beruhigend und entspannend auf Magen und Darm wirken.
So wird das Kraut in Form von Tees, Bittermitteln oder Likören bei Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit und Verdauungsstörung angewendet. In hoher Dosis löst das Benediktenkraut Erbrechen aus. Als Umschlag verwendet fördert es die Wundheilung.

Für einen Tee übergießt man zwei Teelöffel des Krauts mit 150ml kaltem Wasser und erhitzt es bis zum Sieden. Nach fünf bis zehn Minuten seiht man die Flüssigkeit ab und trinkt jeweils eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten eine Tasse. Trotz seiner Bitterkeit darf das Getränk nicht gesüßt werden, da sonst die Wirkung der Bitterstoffe verloren geht.
Für einen Umschlag tränke man eine Kompresse mit dem Tee, die man mehrmals täglich auf die wunden Stellen legen.

Achtung: Das Kraut darf nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden. Bei Überempfindlichkeit gegen Benediktenkraut oder andere Korbblütengewächse können allergische Reaktionen auftreten. Bei Darmgeschwüren oder Krankheiten bei denen eine gesteigerte Magensaftsekretion unerwünscht ist, darf das Kraut ebenfalls nicht angewendet werden.

"Benediktenkraut wächst auf feuchten Wiesenrändern. Das Kraut treibt 30-40 cm hohen, haarigen Stängel, blüht im Juni und August."

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Erdbeere


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Fragaria vesca

Volksnamen: Ardbeere, Besingkraut, Erbel, Ihrbeer, Knickbeere, Rotbeer, Waldbeere
Im alten Volksglauben standen Erdbeeren immer in enger Beziehung zur Fruchtbarkeitsgöttin Freya und waren fester Bestandteil in Liebesmahlen, die getrockneten Blätter dienten als Glücksbringer, besonders schwangeren Frauen.
Die mehrjährige Pflanze wächst als Rosettenstaude und bildet lange Ausläufer aus, aus denen neue Pflänzchen wachsen. Sie trägt dreizählige, gezähnte Blätter, weiße Blüten mit fünf Kronblättern und süße rote Scheinfrüchte, die eigentlichen Früchte sind die kleinen Nüsschen (die charakteristischen Punkte auf der Erdbeere).

Die Erdbeere blüht im Mai und Juni, in dieser Zeit werden die Blätter gesammelt. Die süßen Beeren leuchten uns oft im Spätsommer aus den Wiesen von Laub- und Mischwäldern entgegen. Doch auch in lichten Nadelforsten, auf Kahlschlägen und Waldwegen sind sie zu finden.

Die Scheinfrüchte zeichnen sich durch ihren hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt aus. Die in den Blättern enthaltenen Gerbstoffe, wirken harntreibend und adstringierend. Sie werden bei Magendarmerkrankungen (vor allem Durchfall) und Entzündungen im Mund angewandt. Die frischen Früchte können aufgrund ihrer kühlenden und harntreibenden Eigenschaften Diäten bei Gicht, Tuberkulose und Arthritis unterstützen.

Für einen Tee überbrühe man einen Teelöffel getrockneter Blätter oder 1,5g der Wurzeln mit 150ml Wasser und seihe das ganze nach 5-10 Minuten ab. Für ein Gurgelmittel erhitze man 5g Wurzeln in einem Liter Wasser, lasse es eine halbe Stunde kochen und seihe es dann ab.

Achtung: Manche Menschen reagieren allergisch auf die Erdbeerfrüchte. Auch Verdauungsschwache und Zuckerkranke sollten sie meiden. Menschen mit der Blutgruppe 0 sollen laut einer Quelle nichts von dem Tee trinken.

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Gänse-Fingerkraut

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Volksnamen: Gänserich, Grensel, Silberblatt, Krampfkraut, Säukraut, Dreckkraut
Das ausdauernde, bis 15cm hohe Gänsefingerkraut ist leicht an seiner charakteristischen gelben Blüte mit fünf Blütenblättern und den wechselständigen, an der Unterseite silbrig behaarten Fiederblättchen zu erkennen. Es wächst am Boden kriechend in großen Flächen, nur wo es zwischen großen Pflanzen wächst, reckt es seine Blätter bis zu einem halben Meter in die Höhe. Das Gänsefingerkraut überwintert mit seinem dicken Wurzelstock, den man auch als Wildgemüse kochen kann. Die zahlreichen Fruchtblätter reifen zu eiförmigen, nussartigen Früchten heran, die wenn Gänse am Gänsefingerkraut knabbern, in deren Magen gelangen und durch den Kot verbreitet werden. (Daher der Name Gänsefingerkraut.)
Wiederkäuer fressen die Pflanze instinktiv, wenn sie eine Magenverstimmung haben.

Das Gänsefingerkraut liebt nährstoffreiche, verdichtete Böden, es blüht von Mai bis August an Wegrändern, auf Wiesen, Weiden und Lichtungen. Gesammelt wird das blühende Kraut von Mai bis Juli, oder die Wurzel von März bis Oktober.

Das Gänsefingerkraut wirkt krampflösend und adstringierend (zusammenziehend) so wird es bei Magen-Darmkrämpfen, Koliken bei Säuglingen, Durchfall, Entzündungen der Schleimhäute in Mund und Magen, bei krampfartig schmerzender Menstruation und Durchfall angewandt. Selbst bei krampfartigen Nervenbeschwerden (z.B.) Epilepsie soll es Linderung verschaffen.
Bei Magen-Darmkrämpfen ist eine Kombination mit Melisse und Pfefferminze zu empfehlen.
Tee bereitet man aus zwei gehäuften Teelöffeln getrockneten Krautes, die mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen werden. Zehn Minuten ziehen gelassen und dann abgeseiht soll man täglich zwei bis drei Tassen trinken.

Den Aufguss als Spülung oder Umschlag verwendet, unterstützt er die Wundheilung.
In der Volksmedizin wurde das Kraut in fast kochender Milch ausgezogen. Das Kraut wurde dann auf Wunden gelegt, die Milch gegen Krämpfe getrunken.
Ein Massageöl, das bei Koliken von Kleinkindern sanft einmassiert wird, wird folgendermaßen hergestellt:
Man lasse das Gänsefingerkraut ein bis zwei Tage antrocknen.
Je einen gehäuften Teel. Kümmel-, Fenchel- und Anissamen mörsern oder zerstossen und in ein kleines Konfitürengläschen geben. (Die Samen wirken alle blähungswidrig.)
zwei Esslöffel angetrocknetes, in feine Streifen geschnittenes Gänsefingerkraut hinzufügen und mit 100 ml Mandel-, Traubenkern- oder Sonnenblumenöl auffüllen.
Das ganze lasse man drei Wochen im Halbschatten ausziehen wobei es immer wieder vorsichtig geschüttelt und kontrolliert wird. Die Samen müssen gut mit Öl bedeckt sein.
Danach siebt man ab, gibt eventuell noch fünf bis zehn Tropfen ätherisches Fenchel- oder Mandarinenöl hinzu.

"Gänsekraut, Silberkraut genannt, hat einen kriechenden Stängel, unterbrochen gefiederte, seidenhaarige Blätter und gelbe Blüten. Man findet sie auf feuchten Plätzen, am Bach und an Flussufern.

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Preiselbeere

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Vaccinium vitis-idaea

Volksnamen: Spreißelbeere, Praußbeere, Steinbeere, Kronsbeere, Fuchsbeere, Steinbeere

Die roten, säuerlich herben Beeren der Preiselbeere sind uns allen als Beilage zu Wildgerichten bekannt. Im Spätsommer und Herbst reifen sie in gedrängter Traube an niedrig wachsenden Zwergsträuchern, die nur auf sauen Lehmböden, vorzugsweise in Misch- und Nadelwäldern, aber auch in Hochmooren und auf alpinen Zwergstrauchheiden gedeihen. Die Blätter des Preiselbeerstrauchs sind oval, wintergrün, derb und meist nach unten eingerollt.

Die weiß bis leicht rosa gefärbten glockenförmigen Blüten erscheinen im Mai und April, die Beeren reifen im Spätsommer und Herbst. Die Blätter, die für Tee gesammelt werden, sollten im September möglichst einzeln gezupft werden. Mögliche Verfärbungen beim Trocknen der Blätter sollen angeblich keine negativen Auswirkungen haben.

Die Wirkstoffe der Preiselbeerblätter wirken harntreibend, blutreinigend und desinfizierend. So wirkt sie vor allem gegen Durchfall und Blähungen oder Schleimhautentzündungen in Mund- und Rachenraum oder im Magen. Auch bei Harnwegsbeschwerden kann ein Tee aus Preiselbeerblättern Linderung bringen. Früher wurde die Pflanze als Ersatz für die Bärentraube verwendet, die in diesen Eigenschaften besser gegen Harnwegsentzündungen einzusetzen ist.
Die Preiselbeeren enthalten viel Vitamin C. Bei Essstörung und Appetitlosigkeit helfen sie, indem sie den Appetit anregen. Angeblich soll der Saft der Preiselbeeren Blasenentzündung vorbeugen.

Für einen Tee wird ein Teelöffel des getrockneten Krauts mit ¼ kochendem Wasser übergossen und abgedeckt zehn Minuten ziehen gelassen. Abgeseiht sollten davon drei Tassen täglich in kleinen Tassen getrunken werden.

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Bärentraube


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Arctostaphylos uva-ursi

Volksnamen: Moosbeere, Wolfsbeere, Mehlbeere, Möhrbeere, Sandbeere, Rauschbeere

Der Name "Bärentraube" entstand, als man beobachtete, dass Bären die mehligen Früchte ganz besonders bevorzugen.
Die zur Familie der Heidekrautgewächse zählende Immergrüne Bärentraube wächst als niederliegender, reichverzweigter Zwergstrauch mit knorrigem Stämmchen. Die derben, ovalen, auf der Oberseite glänzend dunkelgrünen und auf der Unterseite blassgrün und netznervigen Blätter wachsen an aufwärtsgebogenen Zweigen und werden bis zu drei cm lang. Im Frühling und Frühsommer blüht die Bärentraube grünweißlich bis rosa und bildet dann etwa sechs bis acht mm dicke rote, mehlige Beerenfrüchte aus.
Einige Quellen beschreiben die Früchte als ungenießbar, andere bezeichnen sie als essbar. Giftig sind sie jedenfalls nicht.

Die Bärentraube liebt sonnige und warme Stellen, wächst kissen- oder teppichartig in hoch gelegenen Gebieten auf Zwergstrauchheiden. Oft wächst sie direkt neben der Preisselbeere, mit der sie leicht verwechselt werden kann. Von Ende März bis Anfang Juni blüht die Bärentraube. Medizinisch verwendet werden die Blätter, die von April bis November gesammelt werden können. Sie enthalten im Spätherbst die meisten Wirkstoffe.

Seit dem 18. Jahrhundert zählen die Bärentraubenblätter zu den wichtigsten Heilpflanzen für Erkrankungen des Nieren- und Blasenbereichs.
Sie wirken antibakteriell, desinfizierend, entzündungslindern und zusammenziehend. So ist sie bei Entzündungen der Niere und der Blase sowie bei Nieren- und Blasenschwäche und Infektionen der Harnwege, bei Harnverhaltung oder Grieß- und Steinleiden einzusetzen.
Der Tee aus Bärentraubenblättern färbt den Urin braun.

Bärentraubenblätter müssen kalt angesetzt und auf keinen Fall mit heißem Wasser übergossen werden, da sonst der Gerbstoffanteil zu groß wird und dies zu Magenproblemen und Übelkeit führen kann.
Für den Kaltauszug einen Teelöffel Bärentraubenblätter in eine Tasse kaltes Wasser geben, zudecken und zwölf bis vierzehn Stunden unter mehrmaligem Umrühren stehen lassen und nach dem Abseihen kurz aufkochen. Kann auch nach dem Aufkochen erst abgeseiht werden. Zwei bis maximal vier mal täglich kann eine Tasse Tee leicht warm getrunken werden.

Achtung: Kinder unter zwölf Jahren sollten auf die Bärentraube verzichten.
Bei Überdosierung können Leberschäden auftreten, Bärentraubentee nicht länger als eine Woche und nicht öfter als fünf Mal im Jahr trinken.
Bärentraube setzt die Wirkung von Antibiotika herab, nicht gleichzeitig anwenden.
In der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte auf Bärentraubentee ebenfalls verzichtet werden.
Bei der Anwendung sollte auf harnsäuernde Lebensmittel (z.B. Obst, Säfte, Sauerkraut, Tomaten) verzichtet werden, da zur erfolgreichen Heilwirkung der Harn alkalisch sein muss.
Bärentraubentee wirkt nicht harntreibend, deshalb zusätzlich reichlich, bis zwei Liter Wasser oder auch harntreibenden Tee (aus Brennnessel, Birkenblätter und Schachtelhalm) trinken.
Bärentraube steht in einigen Bundesländern unter Naturschutz und sollte dort daher in der Apotheke gekauft werden.

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Liebstöckel


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Levisticum officinale

Volksnamen: Badekraut, Gichtstock, Laubstecken, Luststock, Maggikraut, Nervenkräutel, Suppenlaub

Das Liebstöckel, auch bekannt als "Maggikraut" ist eine mehrjährige, winterharte Staude die bis über zwei Meter hoch werden kann. Sie bildet Blütendolden mit gelblich bis hellgrünen, unscheinbaren Einzelblüten aus, die etwa 10 bis 30 cm Durchmesser haben. Der Name "Maggikraut" rührt von dem Maggiähnlichen Geruch der Blätter her, die an ihrem charakteristischen Geruch ähnlich dem Sellerie leicht zu erkennen sind.
Der Name Liebstöckel birgt viele Sagen und Legenden um die Pflanze in sich. So sagt man ihm nach, dass der, der es stets bei sich trüge, sich bei allen Menschen beliebt machen könne. Um ihren Geliebten an sich zu binden trugen junge Frauen früher die Wurzel bei sich oder gaben ihrem Liebsten einen Absud aus Wurzel und Blättern ins Badewasser. In Böhmen wurde bereits den kleinen Mädchen Liebstöckel ins Badewasser getan, damit sie später den Männern gefallen würden.

Man vermutet, dass die ursprüngliche Heimat des Liebstöckel im nahen Osten, eventuell Persien liegt. Inzwischen aber wächst es überall in Europa, in Gärten kultiviert und stellenweise verwildert. Das Liebstöckel blüht von Juli bis September. Die Blätter kann man das ganze Jahr über als Gewürz für Suppen, Kräuterquark etc. Sammeln. Zum Konservieren kann man bei älteren Pflanzen zwei bis drei Mal im Jahr einen Teil der ganzen Pflanze schneiden und in kleinen Bündeln in einem trockenen, gut durchlüfteten Raum trocknen lassen. Bei jungen Pflanzen sollte man nur die obersten Triebspitzen mit jungen Blättern abschneiden, damit sich unter den Schnittstellen neue Triebe mit neuen Blättern bilden können. Die getrockneten Blätter werden gerieben in luftdicht verschlossenen Gläsern aufbewahrt.
Die Wurzel kann alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr oder Spätherbst ausgegraben und eventuell längs geschnitten bei 40°C getrocknet werden. Auch die Wurzel muss in dicht schließenden Gefäßen aufbewahrt werden. Die Samen sammle und trockne man im Spätsommer.

Die Zugabe von Liebstöckelabsud ins Badewasser kleiner Mädchen rührt von der Eigenschaft her, für eine schöne, zarte und glatte Haut zu sorgen. Auch Pickel und Schweißfüße sollen erfolgreich mit Liebstöckel behandelt worden sein. (Daher auch der Name "Badekraut") Auch als Aphrodisiakum wurde es verwendet.
Die Wurzel eignet sich als Mittel gegen Bronchitis, Mandelentzündung, Blasenleiden und zu schwache Periode. Ein Absud aus Samen, Blättern und der Wurzel wirkt entwässernd und ist somit ein Mittel gegen Blasen- und Nierenleiden (z.B. Nierensteine). Auch gegen Magen- und Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen oder Völlegefühl hilft es als Tee oder Magenschnaps. Sogar einen Kater soll es kurieren.

Für einen Wurzeltee ein bis zwei Teelöffel der feingeschnittenen Liebstöckelwurzel mit einer Tasse kochendem Wasser überbrühen und bedeckt zehn bis fünfzehn Minuten ziehen lassen. Diesen Tee vormittags schwach gesüßt trinken.
Für ein Fußbad gegen Schweißfüße überbrühe man eine Hand voll Liebstöckel mit einem halben Liter Wasser und lasse es zehn bis fünfzehn Minuten ziehen.
Für ein Magenelixier ein bis zwei Wurzeln werden mit einem Teelöffel Kümmel in einem leichten Weißwein kochen und noch heiß in Flaschen füllen.

Achtung: Nicht in der Schwangerschaft anwenden!
Da Liebstöckel entwässernd wirkt, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und auf Kaffee und Alkohol verzichten.

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Wegwarte


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Cichorium intybus

Volksnamen: Rattenwurz, Hundsläufte, verfluchte Jungfer, Sonnenwirbel, Kattenworz, Wegeleuchte, Rauhärig

Die Wegwarte ist eine der typischen Sommerblumen, die wie die ähnlich aussehende Kornblume und die Mohnblume im Sommer überall an Feldrainen und Wegen zu finden ist.
Sie ist an ihren zahlreichen blauen Blütenköpfchen zu erkennen, die sich regelmäßig um sechs Uhr morgens öffnen und gegen elf Uhr wieder schließen. (Je nach Standort variieren die Zeiten.)Die zwanzig Zentimeter bis einen Meter hohe Pflanze trägt ihre Blüten und sägeförmig eingeschnittenen Blätter an steif-aufrechten, harten Stängeln. Die Blätter wachsen am Stiel herablaufend.

Die Wegwarte wächst ausdauernd an trockenen und sonnigen Orten wie Wegen, Feldrändern, Gräben, Wiesen oder auf Brachland. Sie blüht von Juni bis Oktober. Das blühende Kraut sollte von Juli bis September gesammelt werden, die Wurzel von März bis Mai. Die Wurzel wird halbiert getrocknet. Die Blätter sollten früh im Jahr gesammelt werden, da sie später zu bitter schmecken.

Neben zahlreichen anderen Inhaltsstoffen sind Bitterstoffe, Gerbstoffe und Cholin die wichtigsten.
Sie machen die Wegwarte zu einer Heilpflanze, die bei Beschwerden angewandt wird, deren Grundlage Stoffwechselstörungen sind. Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Verdauungsbeschwerden, Galle- und Leberbeschwerden und Kopfschmerzen werden gelindert. Tee vom Kraut empfiehlt sich zur Reinigung von Lunge, Leber und Nieren.
Auch gegen Hautunreinheiten und als Abführmittel wird die Wegwarte erfolgreich eingesetzt.
In Form von Salat oder Gemüse ist sie für Diabetiker gut verträglich, da sie den Blutzuckerspiegel senkt. Die im Winter aus den geernteten Wurzeln getriebenen zarten Blätter lassen sich als Chicorée-ähnlicher Salat zubereiten.

Für einen Tee setze man einen Teelöffel der Droge mit einer Tasse Wasser an und koche es einmal auf. Davon trinke man schluckweise drei bis vier Tassen pro Tag.
Tipp:
Die Wirkung der Wegwarte ist der des Löwenzahn sehr ähnlich, so dass eine Mischung von beiden, ergänzt durch Pfefferminze eine gute Empfehlung für eine entschlackende Kur im Frühjahr oder Herbst ist. Man mische zwei Teile Wegwarte mit zwei Teilen Löwenzahn und einem Teil Pfefferminzblätter.

2 Teelöffel dieser Mischung werden mit 250ml kaltem Wasser übergossen und zum Sieden erhitzt. Über 3 bis 6 Wochen sollten täglich 1 bis 2 Tassen ungesüßt getrunken werden

Achtung:
Bei Gallensteinen sollte Wegwarte nur in Rücksprache mit einem Arzt angewandt werden.
Allergien gegenüber Korbblütern könnten auftreten.

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Johanniskraut


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Hypericum perforatum

Volksnamen: Herrgottsblut, Teufelsfluchtkraut, Bockskraut, Mannskraft, Mariabettstroh, Elfenblut, Hartheu

Im Winter führt der allgegenwärtige Mangel an Sonnenlicht oft zu der klassischen Winterdepression. Hier hilft uns das Johanniskraut, das uns den gesamten Sommer über das helle Sonnenlicht gewissermaßen eingefangen hat und nun dessen nervenberuhigende Wirkung an uns weiter gibt. Das Johanniskraut ist eine reich verzweigte Staudenpflanze, die bis zu neunzig Zentimeter hoch wird. Die gegenständigen, perforiert erscheinenden Blätter und die goldgelben Blüten wachsen am zweikantigen, steifen Stängel. Um Unsicherheiten bei der Bestimmung vollständig auszuschließen zerreibe man eine der Blüten zwischen den Fingern, worauf ein roter Saft austritt.

Die Pflanze wächst überall an sonnigen, trockenen Hängen und Wiesen. Gesammelt wird dieses Kraut von Juli bis September, entweder vor Sonnenaufgang oder zur Mittagsstunde.

Zusammen mit Hyperforin, dem Hauptwirkstoff des Johanniskrauts wirken noch einige andere Stoffe zusammen antidepressiv, heilen leichte bis mittelschwere Depressionen, nervöse Unruhe und Angstzustände. Auch eine Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit wurde beobachtet. Äußerlich heilt Johanniskrautöl spröde Haut, alte Narben, leichte Verbrennungen, Muskelrisse, Blutergüsse und Wunden.

Für eine Teezubereitung anderthalb Teelöffel des Krautes mit einer Tasse Wasser überbrühen und abgedeckt zehn Minuten ziehen lassen. Morgens und abends eine Tasse trinken. Möglichst über mehrere Wochen anwenden, um eine ausreichende Wirkung zu erzielen.
Um ein heilsames Johanniskrautöl zu erhalten, gebe man leicht zerstampfte Blüten und Knospen in hochwertiges Speiseöl und stelle den Ansatz etwa drei Wochen an einen sonnigen Platz. Dem dann hellrot gefärbten Öl kann noch ein zweites Mal Blüten zugegeben werden, nach weiteren drei Wochen hat man ein starkes, tiefrotes Heilöl.

Achtung: Kann zu erhöhter Lichtempfindlichkeit der Haut führen, Solarien und Übermäßigen Sonnenschein meiden.

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Große Bibernelle


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Pimpinella magna

Volksnamen: Bockskraut, Pfefferkraut, Pinellkraut, Weinpimpinellwurzel, Steinpetersilie, Steinbrech

Die Bibernelle ist eine vierzig Zentimeter bis einen Meter hohe mehrjährige Pflanze mit einer dicken Pfahlwurzel, deren Geruch dem eines Ziegenbocks gleicht und einfach gefiederten Blättern mit eiförmigen, gesägten Blättchen. Die kleinen weißen, gelblichen oder rötlichen Blüten stehen in endständigen Dolden auf dem hohlen, ästigen Stängel, aus ihnen entwickeln sich braune Samen mit beissendem Geschmack.

Die Bibernelle wächst überall auf Wiesen, in Gebüschen und lichten Wäldern. Sie blüht von Juni bis Oktober. Die Wurzel wird entweder im März und April oder erst im Herbst (September, Oktober) gesammelt. Die Wurzeln werden ausgegraben, gereinigt und der Länge nach aufgeschnitten, anschließend werden die Streifen aufgefädelt und zum trocknen an einem warmen, luftigen aber schattigen Ort gehangen. Sollten die Streifen nach ca.10 Tagen noch nicht trocken sein müssen sie im Ofen bei etwa 30-40°C schnell nachgetrocknet werden. Die Blätter zum Würzen von Speisen können jederzeit gesammelt werden, zum Trocknen sind sie nicht geeignet.

Naturheilkundlich bedeutend ist nur die Wurzel der Bibernelle. Das Kraut und der Samen haben dieselbe Heilwirkung wie die Wurzel. Die Bibernelle ist ein appetitanregendes, entzündungshemmendes, schleimlösendes, auswurfförderndes, schweißtreibendes und allgemein stärkendes Mittel. Bei Entzündungen in Mund und Rachenraum wird sie zum Gurgeln verwendet, Brustleiden, Magen- und Darmbeschwerden, Husten und Heiserkeit werden gelindert. Auch gegen Beschwerden der Harnorgane und bei Fieber ist sie einzusetzen.

Für einen Aufguss einen Esslöffel der getrockneten Wurzeln oder frischen Blätter mit einem Viertelliter kaltem Wasser übergießen, langsam zum sieden bringen, dann zehn Minuten ziehen lassen und lauwarm schluckweise und ungesüßt drei mal täglich eine Tasse trinken.

Für eine Tinktur gebe man 150 g grob gepulverte Wurzel in 1 kg Weingeist einrühren und das Gemisch acht Tage an einem warmen Ort stehen lassen. Bei Erkältung, Husten und Heiserkeit 30-50 Tropfen auf ein Stück Zucker tropfen und dieses langsam im Mund zergehen lassen.

Achtung: Sorgfältig bestimmen, da Verwechslungen mit giftigen Doldengewächsen möglich sind.

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Klatschmohn


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Papaver rhoeas

Volksnamen: wilder Mohn, Feuermohn, Blutblume, Paterblume, Blatzblume, Boschtkraut

Klatschmohn ist eine einjährige, zwischen 30 Zentimeter und einem Meter hohe Pflanze mit dünnem, behaarten Stängel, der mit wechselständigen, gefiederten Blättern bewachsen ist. Neben der Kornblume sind auch seine Blüten im Sommer charakteristische Farbtupfer an Feldern und Wegen. Die großen roten, zarten Blütenblätter halten sich nur wenige Tage. Wenn sie abfallen, kommt die Fruchtkapsel zum Vorschein, in der die wohlbekannten Mohnsamen reifen.

Klatschmohn blüht von Mai bis Juni. Man findet ihn an Feld- und Wegrändern, Böschungen, auf Schuttplätzen und Ödland. Die Blüten sammelt man unmittelbar vor der Entfaltung, in der MIttagszeit bei trockenem Wetter. In dünnen Schichten werden die Blütenblätter bei einer Temperatur, die 35°C nicht überschreiten darf, getrocknet.

Die Blüten des Klatschmohns wirken beruhigend und schmerzstillend. Daher finden sie Anwendung bei Reizhusten, Asthma, Husten, nervöser Überaktivität, Schlaflosigkeit, Heiserkeit oder allgemeiner Reizbarkeit als Tee oder Sirup. Schon in der Vergangenheit wurden Mohnblüten als Schlafmittel für Kinder verwendet.

Für einen Aufguss zwei Teelöffel der Droge mit einem Viertelliter Wasser überbrühen. Fünf bis zehn Minuten ziehen lassen und dann abseihen.

Achtung: Bis auf den Samen sind alle Teile der Pflanze schwach giftig. Nur unter ärztlicher Aufsicht anwenden und genau auf die Dosierung achten.

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Fenchel


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Foeniculum vulgare

Volksnamen: Brotanis, Brotsamen, Femis, Fenikel, Fennisamen, Finchel, Langer Anis

Fenchel ist ein wohlschmeckendes Gemüse und ein wichtiges Hausmittel, das sich mit seinem charakteristischen Fenchelgeschmack bei den einen beliebt, bei den anderen verhasst macht.

Die ursprüngliche Heimat des Fenchels ist das Mittelmeergebiet, doch auch in unseren Raum gelangte der Fenchel schon recht früh. Im Garten kultiviert wächst er, vielerorts ist er jedoch auch ausgewildert auf sonnigen Hügeln und Wiesen zu finden. Für die Heilkunde wird die samenähnliche Frucht des Fenchels verwendet. Die Reife der Frucht ist am Bräunungsgrad der Dolde zu erkennen. Diese wird herausgeschnitten und zum Trocknen aufgehängt. Später werden die Früchte ausgeklopft und in gut schließenden Behältern aufbewahrt

Fenchel hat eine schleimlösende und krampf- und schmerzstillende Wirkung. Er stärkt das Immunsystem und hemmt Entzündungen. Als Brust- und Hustentee, bei Magenproblemen und Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und als Beruhigungsmittel (besonders für kleine Kinder) findet er Verwendung. Auch bei Entzündungen der Augen hilft ein Fenchelaufguss. Die Fenchelfrucht hat eine regulierende Wirkung auf die Monatsblutung, beseitigt Regelschmerzen und beeinflusst positiv die Milchbildung bei stillenden Müttern. Fencheltee ist vor allem hervorragend zum bekämpfen von Blähungen bei Säuglingen geeignet. Trinkt die stillende Mutter Fencheltee, gelangen die Wirkstoffe über die Muttermilch zum Säugling. Der Fenchel ist zubereitet als Tee während einer Fastenkur hervorragend geeignet, da er viele etwas unangenehmere Begleiterscheinungen einer Fastenkur kompensieren kann. Fenchel wärmt, nimmt Mundgeruch, verursacht eine gute Verdauung und macht fröhlich. Fenchelfrüchte kauen beseitigt Mundgeruch und hilft bei der Nikotinentwöhnung. Auch nach einem Winterspaziergang kann der Fenchel mit seiner wärmenden Eigenschaft gut tun.

Für einen Tee aus Fenchelfrüchten einen Teelöffel frisch gequetschter Fenchelfrüchte mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergießen, abgedeckt fünf Minuten ziehen lassen. Mehrmals täglich ein bis zwei Tassen trinken.
Bei Verwendung für Kinder kann man die gleiche Menge Fenchelfrüchte auch kurz in Milch aufkochen.

Die Verdauungsfördernde Eigenschaft des Fenchels kann noch verstärkt werden, indem
jeweils 25 g Fenchel-, Anis- und Kümmelsamen gemischt und zerstoßen werden (das ist wichtig, damit die ätherischen Öle ins Wasser gelangen). Davon einen gehäuften Teelöffel mit 250 ml kochendem Wasser überbrühen und eine Viertelstunde ziehen lassen.

Fenchelgesichtswasser ist gut geeignet bei trockener und empfindlicher Haut. Hierzu wäscht man die Fenchelwurzel, zerkleinert sie fein und kocht sie zehn Minuten. Nach dem Abkühlen wird das Wasser abgeseiht und in eine dunkle Flasche gefüllt. Gut wirkt auch eine Pflegepackung aus einem Esslöffel Fencheltee, einem Esslöffel Joghurt und einem Esslöffel Bienenhonig. Das Ganze wird gut verrührt und auf dem Gesicht aufgetragen. Nach 10 - 15 Minuten Einwirkungszeit wird das Gesicht mit lauwarmem Wasser gründlich gewaschen. Bei sprödem und angegriffenen Haar hilft eine Spülung mit stark gebrautem Fencheltee.

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Märzveilchen


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Viola odorata

Volksnamen: Wolriechendes Veilchen, Viole, Vegeli, Blauröschen, blaue Viole, Heckenveilchen, Duftveilchen

Im zeitigen Frühjahr leuchten sie vielerorts aus Gras und Gebüsch, die "bescheidenen", duftenden Frühlingsboten, die Veilchen. Aus dem ausdauernden, dicken kurzen Wurzelstock, der meist ein Stück weit aus der Erde ragt, sprießen daraus zunächst die rundlich-nierenförmigen, gestielten Blätter und später die tiefvioletten, stark duftenden Blüten - das Veilchen treibt keinen Stängel aus.

Das Veilchen wächst bevorzugt in Hecken, Gebüschen, auf Auen und an sonnigen Waldrändern.
Das Veilchen blüht einmal von März bis Mai und später ein zweites Mal im August, da allerdings nur sehr unscheinbar. Nachdem es sich selbst bestäubt hat, bildet das Veilchen kugelartige, aufspringende Kapseln mit drei Klappen aus. Das blühende Kraut und dessen Wurzel werden von März bis Mai gesammelt.

Das Veilchen wirkt blutreinigend, harn- und schweißtreibend, entzündungshemmend und leicht abführend. Vorwiegend wird es bei Husten und Bronchitis eingesetzt, seine schweißtreibende Eigenschaft macht es ideal bei fiebrigen Erkältungen, vor allem weil es auch schlaffördernde Eigenschaften besitzt. Auch bei Magenreizungen, entzündeten Augenlidern, Rheuma, Gicht und als Antikatermittel kann es eingesetzt werden. Sein Duft hilft gegen schlechte Laune und schlechte Träume.

Für einen Aufguss 2 g Droge mit einer Tasse Wasser überbrühen, eine Viertelstunde ziehen lassen und drei Tassen pro Tag trinken.

Für Veilchensirup eine Hand voll frischer Veilchenblüten in 300 ml Wasser mit 300 g Zucker einen Tag lang ziehen lassen. Dann die Blüten abseihen und die Flüssigkeit eine Stunde lang im Wasserbad einkochen. Den Sirup anschließend in eine Flasche gießen und gut verschlossen im Kühlschrank aufheben. Der Sirup ist gut gegen Husten bei Kindern.

Achtung: Nicht zu viel von der Wurzel verwenden, da diese in höheren Dosen Erbrechen auslöst.

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Tormentill


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Potentilla erecta

Volksnamen: Blutwurz, Bauchwehwurz, Birkwurz, Christuskrone, Fingerkraut, Mooreckel, Ruhrwurz

Der mehrjährig wachsende Tormentill hat einen dicken, knolligen Wurzelstock, der sich an der frischen Bruch- oder Schnittstelle blutrot verfärbt - daher der Name: Blutwurz. Bei sehr jungen Pflanzen ist die Verfärbung eher gelblich ausgeprägt. Die äußeren Stängel liegen nieder, die inneren sind aufsteigend, die innersten aufrecht. Die etwa zehn Millimeter breiten, gelben Blüten mit vier Blütenblättern stehen auf langen, dünnen Stielen mit weicher Behaarung. Die handförmigen Blätter sind meist dreiteilig und gezähnt.

Der Blutwurz bevorzugt lockere, saure Böden wie magere Wiesen. Der Wurzelstock kann von Ende März bis Mai und von Ende September bis November gesammelt werden. Auf Schnüre aufgereiht werden die Wurzeln an der Luft getrocknet und eventuell bei leichter künstlicher Wärme nachgetrocknet. Je länger die Lagerung, desto höher der Wirkstoffgehalt.

Der Tormentill ist reich an Gerbstoffen, die stark adstringierend, austrocknend und sich im Laborversuch sogar hemmend auf das Wachstum von Bakterien und Viren auswirkten.
So wurde er auch früher schon gegen Darminfektionen und -koliken, akuten und chronischen Durchfall, Hämorrhoiden, Entzündungen im Mund- und Rachenraum (wie zum Beispiel Zahnfleischentzündungen), Verbrennungen und Frostbeulen angewandt.

Einen Teelöffel Blutwurz mit einem viertel Liter kaltem Wasser ansetzen und gemeinsam zum Kochen bringen, dann abgedeckt etwa 5 Minuten ziehen lassen und den Tee abseihen. Zwei Tassen täglich sollen langsam und schluckweise getrunken werden.
Für einen Umschlag tränke man eine Kompresse im Tee und lege sie auf die betroffene Stelle.

Alternativ kann man auch zwei Gramm pulverisierte Tormentillwurzel eine Weile in Rotwein aufschwemmen und zwei bis drei Mal täglich zwischen den Mahlzeiten einnehmen.

Achtung: Die Zubereitungen können bei empfindlichen Menschen zu Magenproblemen führen.
Überdosierung kann Verstopfung verursachen.
In der Schwangerschaft und Stillzeit nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt innerlich anwenden.
Bei Einnahme über längere Zeit oder in höheren Dosen kann eine Schädigung, der Nieren oder Leber nicht ausgeschlossen werden.
Die Wirksamkeit anderer, gleichzeitig eingenommener Arzneimittel kann durch die Einnahme Zubereitungen aus Tormentill vermindert werden! Daher sollten Medikamente mindestens zwei Stunden vor der Einnahme des Tormentills angewendet werden.

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Kamille


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Matricaria chamomilla

Volksnamen: Feldkamille, Mägdeblume, Apfelkraut, Kummerblume, Mutterkraut, Mariamagdalenakraut, Romerei

Die Kamille gehört zu den bekanntesten und den beliebtesten Heilpflanzen. Die anspruchslose Pflanze wird zehn bis fünfzig Zentimeter groß. Sie hat einen runden, glatten, aufrechten stark verzweigten Stängel, der gefiederte hellgrüne Blätter trägt. Die ausgeprägt duftenden Blüten bestehen aus gelben Röhrenblüten, die in der Mitte der Blüte wie ein dickes Kissen hervorstehen und hellweißen Zungenblüten. Die Echte Kamille kann leicht mit anderes Kamillearten verwechselt werden, die Echte Kamille hat jedoch als einzige einen hohlen Blütenboden.

In fast ganz Europa wächst die Kamille, in letzter Zeit leider nur noch selten, auf Äckern und an Wegrändern. Gesammelt werden die Blütenköpfchen ohne Stiel, am Besten bei Sonnenschein drei bis fünf Tage nach dem Aufblühen, dann sind die meisten Wirkstoffe ausgebildet. Die Blüten müssen sorgfältig getrocknet werden, um die ätherischen Öle zu schützen.

Traditionell wird die Kamille vor allem bei Magen- und Darmbeschwerden (Zum Beispiel Magenentzündung, Durchfall, Hämorrhoiden) angewandt. Sie hat aber noch mannigfaltig andere Wirkungen, denn sie wirkt schmerz- und krampfstillend, beruhigend, austrocknend, blähungswidrig und wundheilend. Daher kann sie auch bei Erkältung, Ohrenentzündung, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Schlaflosigkeit, Krämpfen, nervlichen Anspannungen und Reizungen, Mund- Nasen- und Rachenentzündungen und Zahnschmerzen Anwendung finden. Äußerlich kann sie zur Förderung der Wundheilung beitragen, zum Beispiel bei Ekzemen, wobei beachtet werden muss, dass sie durch ihre austrocknende Wirkung dabei trockener Haut eher schadet als hilft. Diesen Effekt kann man eventuell damit kompensieren, dass man die Kamille als Salbe verwendet.
Einige Quellen empfehlen die Kamille auch bei Bindehautentzündungen, die feinen Härchen, die bei der Zubereitung jedoch in den Tee gelangen, reizen die Augen.

Einen Teeaufguss aus Kamille bereitet man aus einem Esslöffel voll Kamillenblüten, den man mit einem Viertelliter siedendem Wasser übergießt und fünf bis zehn Minuten bedeckt ziehen lässt.
Für den Aufguss für Umschläge wird die doppelte Menge Blüten verwendet, man lässt den Aufguss fünfzehn Minuten ziehen.
Für Bäder werden fünfzig Gramm Blüten in einem Liter Wasser aufgekocht, fünfzehn Minuten abgedeckt stehengelassen, abgeseiht und ins Bad gegeben.
Bei Entzündungen der Atemwege und bei Erkältungen kann ein Dampfbad gemacht werden, wofür man einen starken Tee aufbrüht und diesen heiß in eine Schüssel füllt. Mit einem Handtuch über dem Kopf, das die Luft von Außen abhalten soll, macht man nun über die Schüssel gebeugt etwa fünf Minuten ein Dampfbad.
Eine Salbe stellt man wie folgt her: man erhitze fünfhundert Gramm Melkfett in einem hohen Topf (so als ob man ein Schnitzel braten wollte). In dieses heiße Fett gibt man zwei gehäufte Doppelhände Kamillenblüten, die man vorher natürlich klein schneidet. Man lässt das Fett aufschäumen und nimmt es dann vom Herd. Abgedeckt lässt man den Topf nun einen Tag lang stehen. Am nächsten Tag wird das Fett leicht erwärmt, und durch ein Leinentuch in einen vorbereiteten Cremetigel gefiltert.

Achtung: Kamille löst bei einigen Menschen allergische Reaktionen aus.

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Wiesenstorchschnabel


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Geranium pratense

Die langen, spitzen, leicht nach unten gebogenen Früchte der Pflanze erinnern an Schnäbel von Störchen und haben dem Wiesenstorchschnabel seinen Namen gegeben. Bevor die Schnäbel jedoch erscheinen, trägt die Pflanze hübsche blau bis violette Blüten, die sogar essbar sind und an denen sie, wie an den charakteristischen weichen, doppelt fiederspaltigen, meist 7-lappigen Blättern (die auch essbar sind) leicht zu erkennen ist. Die im Schnabel reifenden Samen werden durch einen Schleudermechanismus verbreitet.

Der Wiesenstorchschnabel gedeiht auf allen Arten von Wiesen und blüht von Juni bis August.
Während dieser Zeit wird er auch gesammelt und getrocknet.

Er wirkt heilend bei Angina, Blutungen verschiedener Art, Gelbsucht, schwerer Darmgrippe. Äußerlich angewandt bei Ausschlägen, Geschwüren und Fisteln als Auflage der zerquetschten Pflanze.

Für Tee einen bis zwei Teelöffel des getrockneten Krauts auf einen Viertelliter Wasser aufbrühen, fünf bis zehn Minuten ziehen lassen und abseihen.


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Rainfarn


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Tanacetum vulgare

Achtung: Nur äußerlich anwenden, die Pflanze ist (tödlich) giftig!

Volksnamen: Wurmkraut, Milchkraut, Regenfarn, Drusenkrud, Pompelblume

Der Rainfarn gehört zu den Korbblütern. Er kann bis zu einem Meter sechzig hoch werden. Auf dem aufrechten, kantigen Stängel trägt er gelbe, knopfartige Blütenköpfchen, die trugdoldenförmig angeordnet sind. Die bis zu fünfundzwanzig Zentimeter langen Blätter sind doppelt gefiedert.

Die Pflanze ist weit verbreitet. Sie wächst meist gesellig an Weg- und Waldrändern, Rainen, Gräben, Ufern und Eisenbahndämmen. Sie blüht von Juli bis September. In dieser Zeit können die Blüten gesammelt werden, von Juli bis Oktober kann das Kraut gesammelt werden.

Früher wurde die Pflanze als Wurmmittel verwendet, was aber aufgrund ihrer Giftigkeit inzwischen nicht mehr gemacht wird. Auch ungewollte Schwangerschaften wurden mit diesem Mittel abgetrieben, was aber unter keinen Umständen versucht werden darf!!!
Die Pflanze vertreibt, getrocknet als Strauß im Zimmer aufgehangen lästige Insekten, in ein Kissen eingenäht unter das Katzen- oder Hundekissen gelegt verjagt es Flöhe. Auch Schädlinge auf Pflanzen können mit einem Absud aus Rainfarn erfolgreich bekämpft werden.
Eine Waschung mit Tee soll ebenfalls von Flöhen und auch Läusen befreien.

Für einen Schädlingsbekämpfungsabsud fünfhundert Gramm frische, blühende Pflanzen in zehn Liter Wasser ansetzen. Aufkochen lassen, fünf bis fünfzehn Minuten ziehen lassen und die Flüssigkeit mit einer Gießkanne auf den betroffenen Pflanzen verteilen.

Der Absud hilft besonders gegen Erdbeerblütenstecher , Blattläuse, Milben , Himbeerkäfer, Lauchmotten, Raupen und Blattwespen, aber auch gegen Rostpilze und Mehltau.

Für einen Tee einen Teelöffel voll des getrockneten Krautes mit einer Tasse siedendem Wasser überbrühen und fünfzehn Minuten ziehen lassen.

Achtung: Nur äußerlich anwenden, die Pflanze ist (tödlich) giftig!

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Mistel


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Viscum album

Volksnamen: Hexennest, Donnerbesen, Laubholzmistel, Drudenfuß, Bocksbutter, Albranken, Wintergrün

Allseits bekannt aus den "Asterix"-Comics, wo sie vom Druiden Miraculix mit einer goldenen Sichel geschnitten wird: die Mistel. In der Tat war die Mistel den Druiden (Gelehrte, Heilkundige und Priester) die heiligste Pflanze überhaupt. Sie war das Zeichen dafür, das die Götter selbst ihnen gaben, um zu zeigen, dass sie selbst in dem Baum, auf welchem die Mistel wuchs, anwesend seien. Sie durfte nur mit einer goldenen Sichel oder Hippe während einer feierlichen Zeremonie geschnitten werden. Danach wurde sie zum Beispiel zum Schutz über den Haustüren angebracht oder als Amulett getragen.
Die auf Laubbäumen nistende Mistel ist ein Halbschmarotzer. Sie entzieht zwar dem Baum Wasser und Nährsalze, indem sie mit ihren Wurzeln die Nährstoffversorgung im Holz anzapft, verarbeitet diese jedoch selbst in ihren ledrigen, grün-gelblichen, immergrünen Blättern. Sie trägt weiße, klebrige Scheinbeeren, deren Samen im Kot von Vögeln oder an deren Schnabel weitergetragen wird.

In den Wintermonaten sieht man am deutlichsten, wo die Mistel nistet, als grüner Ball hängt sie in den Zweigen von verschiedenen Laubbaumarten. Die Laubholzmistel blüht zwei Mal im Jahr, einmal von März bis April und dann von Anfang Oktober bis Mitte Dezember. Gesammelt wird sie nur im März und April und Oktober. Sie wird mit Stangen aus den Ästen geschlagen oder mit einer Schere (oder wer mag auch mit einer goldenen Sichel) herausgeschnitten. Das Sammelgut wird zum Trocknen auf einer Leine aufgereiht. Getrocknet riecht die Mistel leicht Ranzig. Angeblich sollen Misteln, die auf Eichen gewachsen sind, am mächtigsten sein, jedoch auch am seltensten.

Die Früchte der Mistel sind giftig, doch als Salbe verwendet oder als Brei aufgelegt, heilen sie Erfrierungen. Die Mistelblätter beeinflussen den gesamten Drüsenhaushalt des Körpers positiv und machen sich damit zu einem vorzüglichen stoffwechselfördernden Mittel. Bei Zuckerkrankheit und chronischen Stoffwechselerkrankungen kann sie so wahre Wunder bewirken. Auch Arterienverkalkung und Schlaganfall können bei regelmäßigem Gebrauch vermieden werden. Sollte es schon zu einem Schlaganfall gekommen sein, trinkt man täglich sechs Wochen lang drei Tassen Misteltee und zwar die erste Tasse vor und nach dem Frühstück, die zweite Tasse vor und nach dem Mittagessen und die dritte Tasse vor und nach dem Abendbrot immer jeweils zur Hälfte. Auch zur Stillung von Blutungen; getrunken gegen Lungen- und Darmblutungen oder in die Nase hochgezogen gegen Nasenbluten wird sie verwendet. Auch bei Kreislauf- und Menstruationsstörungen, Unannehmlichkeiten der Wechseljahre hilft die Mistel, ja sogar gegen Unfruchtbarkeit bei Frauen (als frischer Presssaft genommen) und gar Krebs soll sie helfen. Schon im Altertum wurde sie vor allem auch gegen Krämpfe, Epilepsie und Hysterie angewandt.

Der Misteltee wird kalt angesetzt, dafür zwei bis vier Teelöffel Mistel in einem Viertelliter Wasser kalt ansetzen und zehn bis zwölf Stunden ziehen lassen. Davon trinke man leicht aufgewärmt auf nüchternen Magen morgens die erste Tasse, die zweite abends. Die Anwendungsdauer sollte mehrere Wochen oder auch Monate betragen.
Frischen Saft gewinnt man aus frischen, gut gewaschenen und noch feuchten Misteln, die im Entsafter entsaftet werden. (Gegen Unfruchtbarkeit nehme man davon je fünfundzwanzig Tropfen in etwas Wasser nüchtern eine halbe Stunde vor dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen.)

Achtung: Kann bei Allergikern allergische Reaktionen auslösen.
Einige Quellen bezeichnen die Mistel als giftig. Längere Anwendung soll angeblich Leberschäden verursachen.

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Hirtentäschel


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Capsella bursa-pastoris

Volksnamen: Beutelschneiderkraut, Blutkraut, Herzkraut, Bauernschinken, Schafschinken, Täschelkraut

Das Hirtentäschel ist eine zwischen zwei und vierzig Zentimeter hoch wachsende Pflanze, die oft als Unkraut beim Jäten auf dem Kompost landet. Sie trägt unscheinbare, kleine weiße, traubig angeordnete Blüten. Grundständig trägt sie rosettig gefiederte Blätter, am Stängel hingegen wachsen zusammen mit einigen schmalen, lanzettlichen Blättern kleine Herzförmige Schoten, die "Täschchen", in denen die Samen heranreifen und die dem Hirtentäschel seinen Namen gaben.

Wie schon erwähnt wächst das Hirtentäschel als "Unkraut" überall in Gärten, an Äckern, Wegen und Mauern. Es wächst ein- bis zweijährig von Januar bis Dezember und gehört zu den wenigen Pflanzen in unseren Breiten ganzjährig blüht. Es kann daher das blühende Kraut von März bis Oktober gesammelt und verwendet werden. Getrocknet sind vor allem die Blätter gut haltbar.

Das Hirtentäschel, insbesondere der Samen, wirkt blutgerinnend und blutdrucksenkend, weswegen es ein altbewährtes Mittel gegen Blutungen aller Art wie zum Beispiel Gebärmutterblutungen nach Geburten, zu starker Periode, Darm-, Blasen-, Nieren-, Nasen- und Wundblutungen. Auch bei Darmträgheit und Kreislaufstörungen soll es helfen und die Wehen fördern.

Für einen Tee einen Teelöffel Kraut mit einer Tasse kochendem Wasser überbrühen, fünf bis zehn Minuten ziehen lassen und abgeseiht ungesüßt zwei bis drei Tassen pro Tag trinken.
Der frische Presssaft hilft als Kompresse bei Ohrenschmerzen.

Die Blätter des Hirtentäschel kann man getrocknet und fein gemahlen als senf- oder meerettichartiges Gewürz verwenden. Auch die Samen haben einen scharfen bis bitteren Geschmack und können zum Würzen verwendet werden.

Achtung: Aufgrund der blutgerinnenden Eigenschaft nicht überdosieren!
Nicht während der Schwangerschaft anwenden.

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Kalmus


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Acorus calamus

Volksnamen: Brustwurz, Deutscher Ingwer, Schwerthenwurzel, Gewürzkalmus, Magenwurz, Zehrwurz, Ackermannswurzel

Die ausdauerde, schilfähnliche Kalmuspflanze, die etwa einen bis anderthalb Meter Höhe erreicht, entspringt aus einem daumendicken, kriechenden Wurzelstock, der bis zu einem halben Meter lang werden kann. Die etwa anderthalb Meter hohen schwertförmigen Blätter sind ungefähr zwei Zentimeter breit und am Rand oft gewellt.

Ein bis zu sieben Zentimeter langer Blütenkolben, der seitlich aus einem Hochblatt hervorwächst, trägt die unscheinbaren grünen Blüten. Aus diesen entwickeln sich rote Beeren, die in unserem Klima jedoch nicht zur Reife kommen, da der Kalmus ursprünglich aus Ostasien stammt. In der Küche und der Heilkunde wird der Wurzelstock verwendet, der in getrocknetem Zustand kräftig würzig riecht und würzig-bitter schmeckt.

Kalmus wächst in der Uferzone von Gewässern (Wasserstand bis ca. dreißig Zentimeter) und in Sumpfgebieten, wobei er einen sonnigen Standort bevorzugt. Die Blütezeit des Kalmus ist im Juni und Juli, doch kommt er nur in warmen Sommern nach milden Wintern zur Blüte. Verwendet wird der Wurzelstock, der geschählt, getrocknet und eventuell gemahlen wird.

Die Uralte Heilpflanze wurde vom Leibarzt Kaiser Ferdinand des ersten aus Konstantinopel eingeführt. sie entstammt der Haremskultur und diente unter anderem dem Erhalt der Potenz des Sultans, wozu sie dann auch in Europa eifrig genutzt wurde.

Tatsächlich hat der Kalmus eine aphrodisierende Wirkung, weshalb und aufgrund seiner appetitanregenden und verdauungsfördernden Eigenschaften er in gepulverter Form den Speisen zugegeben wurde. Heute dient er in Europa vor allem zur Aromatisierung von Lebensmitteln, da der Wurzelstock aufgrund seines ätherischen-Öl-Gehaltes einen aromatischen Duft verströmt.

Als aromatisches Bittermittel lindert er Magen-, Darm und Gallebeschwerden, belebt den gesamten Verdauungsbereich (sehr gut vor allem bei älteren Menschen). Er bekämpft Blähungen und Sodbrennen, stärkt und durchwärmt den Magen, fördert die Gallenproduktion und den Abfluss der Galle und schützt vor Osteoporose.

Auch äußerlich ist er hervorragend anzuwenden bei chronisch kalten Gliedmaßen und Rheuma. Auch gegen Hautausschläge und als Haarspülung zur Kräftigung der Kopfhaut hilft der Kalmus.
Früher wurde die Wurzel auch in der Zahnheilkunde verwendet, so zur Herstellung von Kalmuszahnpulver und -gurgelwasser oder als Mittel gegen Zahnfleischbluten.

Für einen heißen Aufguss zwei Teelöffel getrockneter Wurzel mit einer Tasse siedendem Wasser übergießen und eventuell kurz aufkochen. Zehn Minuten ziehen lassen und tagsüber je eine Tasse vor den Mahlzeiten schluckweise trinken oder als Spülung oder Teilbad verwenden.

Als Badezusatz für ein Vollbad zweihundert Gramm in zwei Litern Wasser auskochen und dem Bad zugeben.

Achtung: Nicht in der Schwangerschaft und nicht gegen Durchfall anwenden!

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Himbeere


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Rubus idaeus

Volksnamen: Grollbeere, Hexenschmierbeere, Hohlbeere, Katzenbeere, Madebeere, Mutterbeere, Runzelbeere

Jeder kennt sie, die saftig süße rote Beere, die uns im Sommer aus den Gebüschen anlacht: die Himbeere. Die aufrechten Zweige des ein bis zwei Meter hohen Himbeerstrauches sind violettbraun und nur schwach bestachelt. Die Blätter bestehen aus drei bis sieben Einzelblättchen, die etwa fünf Zentimeter lang sind. Aus den kleinen, weißen Blüten im Frühling entwickeln sich später die roten Beeren, die aus lauter einzelnen Kügelchen zu bestehen scheinen.

Himbeersträucher, wenn sie nicht im eigenen Garten wachsen, findet man an sonnigen, feuchten Plätzen wie Gebüsche, Wälder, Steinbrüche und Böschungen. Die Himbeere blüht von Mai bis Juni. Ihre Blätter sammle man während der Blütezeit, die Beeren zwischen Juli und September.

Schon lange Zeit werden Himbeerblätter als Tee zubereitet bei der Geburtsvorbereitung eingesetzt. Die in ihnen enthaltenen Gerbstoffe wirken gewebestärkend und -kräftigend, in der Schwangerschaft vor allem das Gewebe der Gebärmutter. Während des Geburtsvorgangs wird die Wehentätigkeit unterstützt, die Eröffnungswehen sollen weniger schmerzhaft und die Presswehen stärker und effizienter sein. Auch übermäßige Blutungen werden durch die adstringierende Wirkung vermieden.
Auch bei Durchfall und Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie Husten und Heiserkeit wird die zusammenziehende Wirkung genutzt. Auch wirkt Himbeerblättertee blutreinigend und appetitanregend.
Die süße Steinfrucht schmeckt nicht nur köstlich, ihr Saft ist auch ein hervorragender Vitaminspender bei fieberhaften Erkrankungen (vor allem bei Kindern).

Einen Tee aus den getrockneten Blättern stellt man wie folgt her: Zwei Teelöffel der Droge werden mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen. Den Aufguss lässt man zehn bis fünfzehn Minuten lang ziehen und seiht ab. Diesen Tee trinkt man ungesüßt zwei bis drei mal täglich, oder verwendet ihn zum Gurgeln oder Spülen. Der Tee hat keinerlei Nebenwirkungen, er kann problemlos in der Schwangerschaft getrunken werden.

Himbeerfrüchte kann man in Form von Sirup haltbar machen, indem man einen Teil frisch gepressten Himbeersaft und zwei Teile Zucker einkocht, bis ein Sirup entsteht.

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Heidekraut


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Calluna vulgaris

Volksnamen: Besenheide, Erika, Brandheide, Hoaden, Immerschön, Kuhheide, Zetten

Das Heidekraut ist ein buschiger, dicht verzweigter immergrüner Kleinstrauch, dessen Rinde rötlich bis graubraun ist. Die Blätter sind nur ein paar Millimeter lang, hart und grün. Die in einer reichblütigen Doppeltraube stehenden Blüten wachsen einseitswendig den ganzen Zweig empor.

Das Heidekraut wächst, wie der Name schon vermuten lässt, auf Heiden, womit mäßig feuchte nährstoffarme saure Böden gemeint sind. Auch in lichten Kiefern- und Eichenwäldern ist es zu finden, an Böschungen, Wegrändern und Felshängen sowie in Mooren. Es verziert die Heiden von Juni bis September mit seinen hübschen weißen oder rosafarbenen Blüten und sollte im August und September gesammelt und getrocknet werden. Verwendet werden nur die Blüten und die Krautspitzen.

Die Blüten werden in der Hauptsache als harntreibender und blutreinigender Tee bei Harnwegserkrankungen, aber auch bei Blasen- und Nierensteinen, Rheuma und Gicht verwendet.
Bei Verschleimung des Halses, Husten und Bronchialkatarrh wird aus der Droge ein schleimlösender Tee bereitet.
Auch äußerlich hat Heidekraut heilende Wirkung. Zum Beispiel heilt es Ekzeme, Hautrötungen und -ausschläge.

Ein Aufguss wird aus einem bis zwei Teelöffeln getrocknetem Heidekraut gebraut, das mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen wird. Nach zehn Minuten seiht man ab. Man trinke täglich zwei bis drei Mal davon.
Ein Umschlag zur Beruhigung angegriffener Haut wird aus jenem Tee, in dem eine Kompresse getränkt wird, hergestellt.

Achtung: Zu große Mengen Heidekraut können zu Magenbeschwerden führen.

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Zinnkraut

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Equisetum arvense

Volksnamen: Katzenschwanz, Katzenwedel, Pferdeschwanz, Schachtelhalm, Schafheu, Schafstroh, Scheuergras

Wegen seines hohen Gehaltes an Kieselsäure wurde das Zinnkraut früher zum Putzen von Zinn verwendet, daher der Name.
Vor vierhundert Millionen Jahren war der Schachtelhalm ein baumgroßes Gewächs und bevölkerte riesige Wälder zusammen mit Riesenfarnen und Moosen. Heutzutage ist er auf eine handliche Größe von etwa vierzig Zentimetern zusammengeschrumpft, hat aber sein urtümlich anmutendes Aussehen bis heute bewahrt. Die Pflanze besteht aus einem Haupttrieb, der aus einzelnen Segmenten besteht, die ineinander geschachtelt emporwachsen. Ebenso sind auch die Seitentriebe beschaffen. Zur Stabilisierung lagert die Pflanze Kieselsäure ein.
Im zeitigen Frühjahr treibt die Pflanze die fruchtbaren sporentragenden Sprossen, ihnen folgen im Sommer die grünen Stängel mit ihren Astquirlen.

Am liebsten wächst das Zinnkraut an lehmigen, feuchten Standorten, wie Äckern, Wegrändern oder Schuttplätzen. Gute Schachtelhalme haben keine braunen Stellen. Braune Stellen sind ein Hinweis darauf, dass der betroffene Schachtelhalm leicht giftig ist! Die Triebe werden von Mai bis Juli gesammelt.

Ackerschachtelhalm stärkt Haut, Haar, Nägel und Zähne und erneuert das Zellgewebe. Er wirkt blutstillend, harntreibend, adstringierend und desinfizierend. Auch enthält das Kraut viel Vitamin C. Es wird innerlich angewandt bei Blasen- und Nierenleiden, Blutungen, lokalen Durchblutungsstörungen, Frostbeulen, Hautleiden, Krampfadern, rheumatische Beschwerden, schwache Menstruation, Wassersucht, denn es regt die Durchblutung an. Andererseits hilft es äußerlich angewandt schlecht heilenden Wunden (zum Beispiel nach der Entfernung von Furunkeln) zu Besserung, wobei auch die zellerneuernde Wirkung gute Dienste leistet. Oder auch Nasenbluten, Ekzeme und Geschwüre. Selbst gegen Nissen bei Kopflausbefall wird Zinnkrauttee, mit Petroleum gemischt, eingesetzt.
Bei Nasenbluten wird das getrocknete Kraut entweder zu Pulver gemahlen geschnupft oder die Nase mit dem Aufguss gespült.

Für einen Aufguss zwei bis drei Teelöffel des getrockneten Krautes in etwa hundertfünfzig Milliliter siedendem Wasser fünf bis zehn Minuten gekocht und nach etwa einer Viertelstunde durch ein Teesieb gegeben.
Soweit nicht anders verordnet, wird mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteter Tee zwischen den Mahlzeiten getrunken.
Auch Pflanzen hilft dieser Aufguss, er kräftigt sie und schützt sie vor Pilzbefall.
Für ein Fuß- oder Händebad für Haut und Nägel wird eine Handvoll getrocknetes Zinnkraut mit kochendem Wasser überbrüht und etwa zehn Minuten ziehen gelassen. Dieser Aufguss wird dann in ein Fußbad gegeben und die Füße im Zinnkraut-Bad etwa fünfzehn Minuten lang gebadet. Anschließend gut abtrocknen.

Achtung: Einige Quellen warnen davor, das Zinnkraut selbst zu sammeln, da Verwechslungen mit giftigen Arten nicht auszuschließen sein sollen.

Des Weiteren darf Zinnkraut nicht überdosiert werden, da es Stoffe enthält, die den Abbau von Vitamin B1 bewirken. Bei langdauernder Anwendung höherer Dosen ist Vitamin B1-Mangel denkbar.

Nicht anzuwenden ist es bei Ödemen, die auf unzureichende Herz- oder Nierentätigkeit zurückzuführen sind.

Nicht in der Schwangerschaft, nicht bei Kindern anwenden.

Aufgrund der Entwässernden Eigenschaften auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten, keinen Alkohol oder Koffeinhaltige Getränke trinken.

Keine Anwendung von Vollbädern bei größeren Hautverletzungen oder akuten unklaren Hauterkrankungen, bei schweren fieberhaften oder infektiösen Erkrankungen, ferner bei Bluthochdruck und Herzinsuffizienz!

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Angelika (Engelwurz)


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Angelica archangelica

Volksnamen: Brustwurz, Giftwurz, Glückenwurzel, Heiliggeistwurzel, Ledpfeifenkraut, Theriakwurz, Zahnwurzel

Die Engelwurz ist eine mannshohe, zweijährige Staude. Im ersten Jahr existiert von ihr nur eine fast rübenförmige Wurzel, die Blätter austreiben. Im zweiten Jahr dann entwickelt sich daraus ein etwa fünf Zentimeter dicker, schwammiger Wurzelstock, der mit vielen, zum Teil zopfigen Wurzeln besetzt ist und im Inneren einen gelblichen Milchsaft enthält. Wie die Pflanze riecht die Wurzel stark würzig. Aus ihr sprießen dann die ein bis zwei runden, hohlen, aufrechten Stängel empor, die im Sommer die großen, halbkugeligen, grüngelblich gefärbten Blütendolden tragen. Sie sind rotbraun gefärbt, mit feinen Rillen versehen und oben ästig verzweigt. Die Größe der Laubblätter schwankt zwischen einem halben und einem Meter. Sie sind drei- bis mehrfach gefiedert und sehen denen des Giersch ähnlich. Häufig sind auch sie rotbraun überlaufen.

Die Angelika wächst an Gräben und Flussufern, auf feuchten Wiesen, in Gebüschen und Erlenwäldern. Die Waldengelwurz (Angelica sylvestris) sieht ähnlich aus, eine Verwechslung ist jedoch unproblematisch, da diese genauso verwendet werden kann. Problematischer ist die Verwechslung mit dem tödlich giftigen Wasserschierling, daher sollte man die Pflanze gut kennen. Die Engelwurz blüht von Juni bis August. Von September bis Oktober werden die Wurzeln ausgegraben. Zum Trocknen wäscht man die Wurzeln, schneidet sie längs und lässt sie bei ca. 40 Grad und guter Durchlüftung trocknen.

Paracelsus beschrieb den aus der Engelwurz gewonnenen Saft als "höchste Arznei" gegen innere Infektionen.
Die Pflanze wird auch heutzutage in erster Linie als Magenmittel verwendet, denn sie besitzt blähungstreibende, appetitanregende und verdauungsfördernde Eigenschaften. Auch gegen Fieber, Lungen- und Rippenfellentzündung wurde sie aufgrund ihrer schweißtreibenden und schleimlösenden Wirkung verordnet, sowie als Vorbeugung gegen Grippe. Kneipp empfahl die Wurzel der Angelika bei kleinen Geschwüren und Wunden als zusammenziehendes und wundschließendes Mittel.
Die Wurzel wird Magen- und Bitterlikören zugesetzt oder als Aufguss, Pulver oder Tinktur angewandt.

Zwei Teelöffel der getrockneten Wurzel mit einem Viertelliter Wasser überbrüht und das ganze über Nacht ziehen gelassen und abgeseiht, ergibt einen Aufguss. Kurz vor dem Trinken wird der Tee noch einmal kurz erwärmt und eine Tasse vor den Mahlzeiten getrunken.
Einen Angelikalikör stellt man folgendermaßen her:
60 g Engelwurzsamen
8 g Fenchelsamen
8 g Anissamen und
6 g Koriandersamen
auf einen Liter Branntwein geben. Nach acht Tagen löst man ein Pfund Zucker in ein bis zwei Litern Wasser und kippt die Lösung in den Branntwein. So erhält man einen Geist, der gegen Blähungen hilft und die Verdauung anregt.

Achtung:
In hoher Dosierung ist Engelwurz giftig. Zwar sind keine Vergiftungen bekannt, aber sie sind möglich. Nicht anwenden bei Magen- oder Darmgeschwüren, da die Engelwurz die Säureproduktion anregt. Während der Behandlung auf längere Sonnenbäder und intensive UV-Bestrahlung vermeiden! (Vor allem wenn eine alkoholische Zubereitung angewandt wurde)

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Arnika


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Arnica montana

Volksnamen: Wohlverleih, Bergwurz, Engelkraut, Fallkraut, Johannisblume, Kraftrose, Wundkraut

Die Pflanze wächst aus einem dicken Wurzelstock, mit welchem die Pflanze den Winter überdauert. Im Frühjahr treibt sie dann eine Rosette eiförmiger Blätter, die flach am Boden liegen, aus. Aus der Mitte dieser Rosette erhebt sich ein beblätterter, flaumig behaarter Stängel mit meist einem , selten zwei oder mehr leuchtend dottergelben Blüten. Am Stängel sitzen zwei gegenständige, etwa zwei Zentimeter lange Blätter. Die ganze Pflanze riecht stark aromatisch.

Arnika ist auf humusreichen bis sandigen, ungedüngten oder torfigen Böden von der Ebene bis in die hochalpine Stufe anzutreffen. Sie wächst auf Matten, Wiesen, Heiden, ausgetrockneten Hochmooren und in lichten Nadelwäldern. Sie ist eine charakteristische Pflanze der mitteleuropäischen Gebirge. Die Blüten werden vor dem Abblühen im Juli und August gepflückt und bei vierzig bis fünfundvierzig Grad getrocknet. Von Insekten befallene Blütenkörbchen sind meist verkrümmt und müssen ausgesondert werden.

Innerlich verwendet soll ein Tee aus Arnikablüten gegen Husten und Heiserkeit, sowie Magenblähungen , Darmstörungen und bei schwachen Nerven helfen. Doch kann Arnika innerlich bei Einnahme größerer Mengen toxische Reaktionen hervorrufen, darum sollte, wenn nicht vom Arzt empfohlen, auf innere Anwendung der Arnika verzichtet werden.
Äußerlich wird Arnika als Arnikageist verwendet, aufgrund der entzündungshemmenden, schmerzstillenden und heilungsfördernden Wirkung sowie der gefäßerweiternden Eigenschaften der Arnika bei Wunden, Blutergüssen, Quetschungen, Verstauchungen, Venenentzündungen und Ödemen verordnet. Auch bei Nerven- Muskel- und Gelenkschmerzen, und gegen Entzündungen nach Insektenstichen ist sie wirksam.
Auch äußerlich angewandt kann eine zu hohe Dosis Arnika toxische Hautreaktionen hervorrufen, eine Tinktur oder ein Umschlag (die etwas schwächer sind als Arnikageist) stellen aber keine Gefahr dar.

Achtung: Möglichst keine Innere Einnahme, auf Dosierung achten!
Ist womöglich artgeschützt.

Baldrian


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Valeriana officinale

Volksnamen: Katzenkraut, Mondwurzel, Marienwurzel, Zahnkraut, Hexenkraut, Bertram, Bullerjan

Im Frühjahr wachsen zuerst die unpaarig gefiederten Blätter aus der Erde und bilden ein luftiges Kissen. Ende April sprießen die hohlen, gefurchten, ästigen Stängel empor, bis zum Sommer bis zu zwei Meter hoch. Im Juli oder August trägt die Pflanze dann mehrere rosafarbene Trugdolden, die aus vielen kleinen Blüten bestehen, von denen ein angenehmer Duft ausgeht, den Katzen besonders gern mögen. Seine Wurzeln sind kurz und walzenförmig die einzelnen Wurzeln sind kräftig entwickelt, rund und fingerlang, außen braun und innen weiß. Ihr Geruch ist beim Trocknen typisch baldrianartig.

Baldrian ist auf feuchten Wiesen und Auen, in Ufergebüschen und Schluchten zu finden. Er blüht von Juni bis Juli. Gesammelt wird hauptsächlich der Wurzelstock, im September und Oktober, aber auch die Blüten können während der Blütezeit gesammelt werden. Am meisten Wirkstoffe enthält die zweijährige Wurzel.

Baldrian wirkt bekannterweise beruhigend, entkrampfend und schlaffördernd, aber auch aphrodisierend, man sagte dem Baldrian früher folgendes nach: "Wenn Mann und Weib Baldrian in Wein trinken, macht das gute Freundschaft".

Baldrian wird angewandt bei Angst, Herzklopfen,
Nervosität, psychosomatischen Störungen, Schlafstörungen, Spannungskopfschmerzen,
Stress. Zwar wirkt er schlaffördernd, macht aber nicht müde und lässt sich so gut bei Prüfungsangst einsetzen, denn er entspannt und verhilft so zu mehr Konzentration.

Baldrian lässt sich auf vielfältige Weise anwenden:
Für einen Tee zwei Teelöffel der Wurzel mit einem halben Liter siedendem Wasser übergießen und zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen. Den Tee immer frisch zubereiten.
Alternativ kann man zwei Teelöffel der Wurzel mit einem Viertelliter kaltem Wasser übergießen und zehn bis zwölf Stunden stehen lassen. Gelegentlich umrühren und zwei bis drei mal täglich eine Tasse trinken.
Für eine Tinktur 20 g der Wurzeln auf 100 ml 35 bis 40 prozentigen Alkohol geben und zwei Wochen kühl und dunkel lagern. Dann das Gemisch auspressen und filtern. Von der gewonnenen Tinktur wird bis zu vier mal täglich ein halber bis ein Teelöffel eingenommen.
Für ein beruhigendes Bad 100 g Wurzel mit 2 Liter Wasser übergießen und zum Sieden erhitzen. 10 Minuten ziehen lassen und dem Badewasser hinzufügen.
Alternative Methode:
10 g zerkleinerte Wurzel in ein kleines Leinensäckchen geben und dieses ins Badewasser hängen. Für 10 Minuten in das Wasser steigen und wenn möglich danach ruhen.

Achtung: Nicht überdosieren.

Beifuss


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Artemisia vulgaris

Volksnamen: Jungfernkraut, Gänsekraut, Gürtlerkraut, Thorwurz, Mugwurz, Sonnwendgürtel, Buckell

Der Beifuss ist eine recht unscheinbare Pflanze. Der Stängel und seine vielen Seitenausläufer sind hart und schmutzig grün bis rotbräunlich, seine doppelt gefiederten Blättchen auf der Oberseite schmutzig dunkelgrün, auf der Unterseite weißlich und filzig. Die Blüten sind ebenso unscheinbar, weißlich gelblich stehen sie in endständiger Traube.

Er wächst ebenso unauffällig, wie er aussieht, an Wegrändern, auf Geröll, Steinbrüchen, Schutthalden, an Straßen und Ödland.
Die beste Erntezeit im Juni, noch vor dem Aufblühen der Knospen, die Wurzeln sammelt man am besten von August bis September.

Der Beifuss ist eine uralte Frauenheilpflanze. Er fördert die weibliche Fruchtbarkeit, erleichtert die Geburt und fördert die Nachgeburt. Krampfartige Schmerzen wie Menstruationsschmerzen lindert er, beruhigt und fördert den Schlaf und die Verdauung und lindert Blähungen. Selbst gegen Epilepsie wurde seine kramflösende Wirkung angewandt. Zu fettreichen Speisen, z.B. als Füllung in der Martins- oder Weihnachtsgans serviert hilft er ausgezeichnet bei der Verdauung.
Eine alkoholische Tinktur aus den Wurzeln hilft gegen Würmer.

Einen Teelöffel des Krautes auf einen Viertelliter Wasser aufbrühen.

Achtung: Nicht während der Schwangerschaft verwenden!

 

Nachtkerze


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Oenothera biennis

Volksnamen: Schinkenwurzel, Rapontikawurzel, chupa-sangre ("Bluttrinker" Name der Nachtkerze in Südamerika)

Zu Recht trägt die zweijährige, stattliche Pflanze Ihren Namen, öffnet sie doch ihre großen, je nach Art gelben, roten oder weißen, wohlriechenden Blüten erst gegen Abend. Im ersten Jahr treibt die Pflanze nur eine Blattrosette aus, im zweiten Jahr einen bis zu einen Meter hohen Stängel mit den großen Blüten. Die Blüten werden von Nachtfaltern bestäubt und welken beim ersten Sonnenschein. Aus den befruchteten Blüten entwickelt sich eine längliche, zottig behaarte Kapsel. Aus den reifen Samen wird das Nachtkerzenöl gewonnen. Schon die Indianischen Volksstämme Südamerikas nutzten die Heilkräfte der Nachtkerze.

Die Nachtkerze wächst auf trockenen, steinigen und sandigen Böden, in Steinbrüchen und auf Dämmen. Sie ist weit verbreitet, anspruchslos. Sie blüht von Juni bis August. Wurzeln, Blätter, Knospen und ein Öl aus den Samen sind auch in der Küche zu gebrauchen:
Blätter und Knospen sind mild, gut geeignet für Salate Die Wurzeln aß man schon früher als Gemüse, sie wurden mit Essig und Öl angemacht oder in Fleischbrühe gekocht. Man misst ihnen eine große Kraft bei, Kranke schnell wieder fit werden zu lassen. Für Heilzwecke verwende man die frisch gepflückten Sprossspitzen oder die an der Pflanze getrockneten Samen.

In früheren Zeiten wurde der Nachtkerze in Europa keine große Heilwirkung zugeschrieben, bis man 1919 entdeckte, dass die Samen einen hohen Anteil an Gamma-Linolsäure enthalten. Gamma-Linolsäure ist eine lebensnotwendige Fettsäure, die verantwortlich für die Bildung von Prostaglandinen ist.
Dieser Stoff ist für viele Organfunktionen wichtig, ein Mangel an diesem Stoff, zum Beispiel durch fettes Essen oder Alkoholmissbrauch, zeigt sich im Nachlassen der körperlichen und geistigen Fitness. Zudem kontrollieren die Prostaglandinen die Talgabsonderung auf der Haut, was wichtig für deren Geschmeidigkeit ist.
So ist Nachtkerzenöl ein wichtiges Mittel gegen Neurodermitis. Prostaglandinen regulieren die weiblichen Sexualhormone und helfen so zum Beispiel gegen Unfruchtbarkeit, Menstruationsbeschwerden und das Prämenstruelle Syndrom.
Außerdem wirken sie gefäßerweiternd und stimulieren den Muskelaufbau. Ein Mangel an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie der Gamma-Linolsäure, zeigt sich zum Beispiel an brüchigen Fingernägeln und Haaren, trockener Haut und Schuppen.

Das Nachtkerzenöl aktiviert den Stoffwechsel, steigert die Leistungsfähigkeit und sorgt für allgemeines Wohlbefinden innerlich wie äußerlich. In Südamerika wurde die Nachtkerze des Weiteren auch bei Verletzungen oder Prellungen angewandt, sowie bei Magen- und Darmbeschwerden oder Halsentzündungen. Selbst die Folgen von Allergien kann sie lindern.

Aus den Reifen Samen kann man ein Öl pressen, doch auch ein Aufguss kann hilfreich sein:

Fünfzehn Gramm getrocknete Sprossspitzen werden mit einem Viertelliter kochendem Wasser überbrüht. Der Aufguss wird zehn Minuten ziehen gelassen, dann abgeseiht. Entzündete Hautstellen werden mit dem Aufguss vorsichtig abgewaschen oder mit im Aufguss getränkten Mullbinden belegt. Bei Bedarf nach drei Stunden wiederholen.
Für die Innere Anwendung werden drei Gramm getrocknete Sprossspitzen in eine Tasse gegeben und mit 100 ml kochendem Wasser aufgebrüht. Wiederum zehn Minuten ziehen lassen und abseihen. Von dem Tee wird drei mal täglich eine frisch aufgebrühte Tasse getrunken.

Zwei Teelöffel gemahlene Samen, in den Tagen vor der Menstruation unter das Essen gemischt, helfen gegen Menstruationsbeschwerden.

 

Erbse


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Pisum sativum

Volksnamen: Erwesse, Erve

Wer kennt sie nicht, die kleine grüne Hülsenfrucht, die im bekannten Volksmärchen von einer Prinzessin unter zwanzig Matratzen und Daunendecken hindurch gespürt wird? Seit der erstmaligen Kultivierung der Erbse im nahen Osten und in Kleinasien vor etwa 10.000 Jahren hat sich die Erbse bis heute in alle Länder der Welt verbreitet. Ihr hoher Eiweißgehalt und die Möglichkeit, sie getrocknet lange Zeit aufzubewahren, machen sie zu einem wertvollen Nahrungsmittel für Mensch und Tier. (Nach deutschen Sagen sind Erbsen auch das Leibgericht der Zwerge)
In der Wissenschaft sorgte sie für Aufsehen, wie kaum eine andere Pflanze, als man im Jahre 1900 den von Mönch Gregor Mendel im Jahr 1856, verfassten Aufsatz »Versuche über Pflanzenhybride« fand. Mendel hatte anhand von unzähligen Versuchen mit Erbsen (wofür er von seinen Zeitgenossen verächtlich „Erbsenzähler“ genannt wurde) die Grundlagen für die Vererbungslehre geschaffen.

Die Erbse gehört zu den Schmetterlingsblütlern. Die zwei bis drei Zentimeter langen Blüten stehen einzeln oder zu zweit bis dritt in den Achseln der mittleren und oberen Blätter. Der zwei bis sechs Zentimeter langgestielte, traubige Blütenstand kann kürzer oder länger sein, als die Blätter, aus deren Achseln er wächst. Die Erbse blüht von Mai bis Juni und ihre Blüten sind weiß, rosa oder blauviolett. Sie ist eine krautige, selbstbefruchtende Pflanze. Sie wächst rankend und wird, je nach Art, zwischen 50 cm und zwei Metern hoch. Wie viele Hülsenfrüchtler besitzt die Erbse keine selbsttragende Achse, sondern sucht mit den Wickelranken ihrer Blätter an anderen Pflanzen oder Reisig Halt. Nach der Selbstbestäubung entwickeln sich vier bis zehn Zentimeter lange, bis zwei Zentimeter breite Hülsen, die bis zu acht rundliche Samen enthalten.

Die Erbse kommt in Europa nur in kultivierter Form vor. Sie braucht nährstoffreichen, lockeren Lehmboden, viel Licht und Wasser. Kühles Wetter, im Frühjahr und Sommer, bekommt ihr schlecht.
Innerlich angewendet wurde die Erbse (als Brühe mit Petersilienwurzel, Muskatblüte und Rosmarin gekocht) als harntreibendes Mittel zur Entgiftung des Körpers.
Erbsenbrei wurde als Umschlag bei entzündete Wunden, Ausschlag und anderen Hautkrankheiten genutzt. Mit Honig und Gerstenmehl angerührter Erbsenbrei half gegen "faule Schäden", bei Gelbsucht, Zahnweh, Hühneraugen und Warzen.

Ackerdistel


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Cirsium arvense

Volksnamen: Felddistel, Kratzdistel, Ackerkratzdistel, Wegdistel

Die Ackerdistel ist eine charakteristische Bewohnerin unserer Äcker. Von Juni bis Oktober zieren ihre blassrosa bis violetten Korbblüten unsere Feldwege. Der Name „Distel“ warnt uns vor allzu überschwänglicher Berührung mit dieser Pflanze: spitze Dornen sitzen am Blütenstand und den stängelumfassenden, unterseitig zum Teil behaarten Blättern. Der Stängel selbst besitzt keine Dornen. Außer an Äckern und Feldwegen gedeiht die Ackerdistel auf Schutt, Brachland und Waldlichtungen, wo sie zwischen einem halben bis anderthalb Meter groß werden kann.
Ackerdistel wirkt anregend auf Leber, Nieren und Galle und treibt Eingeweidewürmer aus. Ackerdisteltee soll sogar Nieren- oder Gallsteine auflösen!
Für einen solchen Tee brühe man zwei Teelöffel Salbei und einen Teelöffel Ackerdistel auf einen Viertelliter Wasser.
Eine Handvoll Ackerdistelblätter in einem halben Liter Milch gekocht ist ein altes Heilmittel bei chronischem Husten.
Äußerlich hilft das zerquetschte Kraut bei giftigen Insektenstichen, sowie bei schlecht heilenden Wunden.

Bärwurz


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Meum athamanticum

Volksnamen: Bärenfenchel, Haarblätterige Bärwurz, Köbbernickel, wilder Dill, Bärendill, Hausmark, Mutterwurz, Bärmutterwurz Herzwurz.

Bärwurz ist eine bis zu sechzig Zentimeter hohe krautige Staude mit attraktivem, weichen, an Dill oder Fenchel erinnernden Blattwerk und weißen Blütendolden, die im Mai und Juni erscheinen. Die Wurzel des Bärwurz ist lang und schlank und am oberen Ende mit dichtem, rauem Haar bedeckt, daher wahrscheinlich der Name „Bär-Wurz“.
Der Bärwurz wächst bevorzugt auf Weiderasen und Geröllhalden in der obermontanen bis subalpinen Höhenstufe.

Bärwurz wirkt heilsam auf viele Unterleibserkrankungen: auf Erkrankungen der Leber, Niere, Harnwege, des Darms und Magens, unregelmäßige Periode oder Weißfluss. In der neuzeitlichen Pflanzenheilkunde ist Bärwurz allerdings nicht mehr gebräuchlich.
Dagegen findet es in der Küche auch heute noch Verwendung. Vor allem in den schottischen Highlands wird es häufig verwendet. Die Blätter und Wurzeln haben einen kräftigen Geschmack, der zum Beispiel mit Schnittlauch gut zu Kräuterquarks passt.

In manchen Gegenden wird Bärwurz zur Herstellung von Kräuterkäse verwendet. Laut Jacob Theodor soll der Bärwurz, von den Kühen gefressen, die Milchbildung günstig beeinflussen – eine gute Voraussetzung für die Käseherstellung.
Im Erzgebirge kocht man aus ihm die „Köppernickel-Suppe“.
In Bayern werden die verdauungsfördernden Eigenschaften des Bärwurz genutzt, um einen Verdauungsschnaps (mit Namen Bärwurz) zu brennen.
Im Schwarzwald wird aus Meersalz und getrocknetem Bärwurz Kräutersalz hergestellt.

Für das Kräutersalz sammle man das Kraut des Bärwurz vor der Blüte, lasse es trocknen und menge es zerkleinert unter das Meersalz.

Quelle: Das Buch der Kräuter

 

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Allelopathie
Die positive oder negative Wirkung von Pflanzen oder auch Mikroorganismen mittels chemischen Botenstoffen auf andere Pflanzen wird Allelopathie genannt. Bekannte Botenstoffe sind z.B. ätherische Öle, Alkaloide, Cumarinderivate, Glykoside und Phenolderivate. Pflanzen können demnach auch aggressiv sein oder sich verteidigen. - Die Pflanzen, die aggressive Substanzen zur Abwehr produzieren, schädigen sich nicht selbst, indem sie Vorprodukte herstellen, die erst später umgewandelt werden, Beispiel Apfelbäume. Oder Sie deponieren sie in speziellen Ölbehältern, Drüsen, usw.

Das Ethylen (Äthylen) dürfte am bekanntesten sein. Dieses Reifegas, ein Ektohormon, wird vor allem ausgeschieden von Äpfeln, Aprikosen, Avocados, Baumtomaten, Birnen, Papayas, Passionsfrüchten, Pfirsichen/Nektarinen. Es lässt Blumen in der Vase schnell welken, Kartoffeln keimen und schrumpfen, Gurken gelb und weich, die Blätter von Dill, Kohl, Petersilie und Salat gelb und Möhren bitter werden, Rosenkohl sein Aroma und die Zwiebeln ihre Schärfe verlieren. Auch viele Bakterien stellen es her. Ethylen wird grosstechnisch angewandt, um die Bananen in Kühlhäusern zur Reifung zu bringen. Es kann auch die Saatkeimung verhindern und das Wachstum anderer Pflanzen einschränken. - Ethylen hat auch Alarmfunktion, z.B. wenn Akazienblätter von Kudus angefressen werden. Die anderen Akazien in der Nähe lagern dann Tannin ein, das die Kudus nicht verdauen können. Die Kudus fressen immer gegen den Wind, um diese Abwehrreaktion zu umgehen.

Kontaktnahme zur gemeinsamen Abwehr oder Warnung kann erfolgen über ätherische Öle, die über die Luft ausgesandt werden.

Im Mittelmeerraum sind Lavendel, Macchia, Oregano, Salbei dafür bekannt, dass sie sich mittels ätherischer Öle mit anderen Pflanzen austauschen.

Werden Tabakpflanzen von Raupen befallen, die die Blätter anfressen, erkennen sie das an dem Geschmack des Speichels, den die Tabakschwärmer beim Fressen absondern. In kurzer Zeit bilden sie den Botenstoff Jasmonsäure, der die Produktion des Nervengiftes Nikotin innerhalb von Stunden in den Wurzeln antreibt. Bei einem nachfolgenden Befall wird der tödliche Stoff noch schneller gebildet. Nikotin macht die Läuse bewegungsunfähig.

Baumwollpflanzen bilden nach dem Befall von Eulenraupen Terpene, sobald sie deren Speichel "schmecken". Diese ätherischen Öle locken parasitäre Brackwespen an, die ihre Eier in den Raupen ablegen. Die daraus schlüpfenden Larven fressen die Raupen von innen her auf. Wird Mais von Schmetterlingslarven befallen, sondert er flüchtige Terpenoide ab und lockt damit Schlupfwespen an.

Im Bereich unseres Umfeldes 'Garten' sind mannigfache gegenseitige Einwirkungen bekannt, die ihren Niederschlag finden in den empfohlenen Begleitpflanzen und in der Warnung vor Pflanzenfeinden. Wir sollten uns diese Zusammenhänge nutzbar machen. Nachstehend eine Auswahl. Weitere Zusammenhänge siehe unter 'II. Hilfs- und Abwehrpflanzen'.

Der Apfelbaum produziert den chemischen Botenstoff Phlorizin und gibt ihn über seine Wurzeln an den Boden ab. Phlorizin ist zunächst unwirksam, wird aber dann im Erdreich umgeformt zu höchst wirksamen Stoffen: Phenolischen Säuren, Phloretin und Phloroglucin. Diese Wirkstoffe verhindern, das seine Samen in seinem Umkreis auskeimen. Wegen dieser fortdauernden Wirkung (Bodenmüdigkeit) wird empfohlen, nach dem Absterben eines Apfelbaumes nicht wieder Apfelbäume an dieselbe Stelle zu pflanzen.

Basilikum:
wehrt Krankheiten anderer Pflanzen (Mehltau) durch Wurzelausscheidungen ab, tötet Bakterien.

Bäume wie z.B. Eichen, Kiefern, Walnussbäume lagern Gerbsäure in ihre Blätter/Nadeln ein, die schwer verdaulich ist und viele Pflanzenfresser abhält.

Beinwell
fördert das Wachstum anderer Pflanzen durch Wurzelausscheidungen.

Verschiedene Bodendecker unterdrücken andere Pflanzen durch ihre Ausscheidungen (Isothiocyanate).

Bokharaklee
wehrt Wühlmäuse ab durch Wurzelausscheidungen.

Dill
wehrt durch seine Geruchsausscheidungen Krankheiten bei Gurken, Kohl, Möhre, roter Bete, Salat und Zwiebeln ab. Er fördert die Keimung.

Gurken
hemmen das Wachstum von bestimmten Nahrungskonkurrenten durch ein eigenes Gift.

Hahnenfuss
behindert durch seine Wurzelausscheidungen Steinklee.

Kartoffeln
konnten ursprünglich Kartoffelkäfer durch Duftstoffe hindern, ihre Eier abzulegen. Zuchtformen können das nicht mehr.

Kirschbäume
bedienen sich bei Parasitenbefall der Jasmonsäure zur Alarmierung ihrer Nachbar. Gleichzeitig bilden sie Blattnektar, um Fressfeinde anzulocken.

Wird Mais von Schmetterlingslarven befallen, sondert er flüchtige Terpenoide ab und lockt damit Fressfeinde an.

Margeriten
vertreiben Hahnenfuss.

Eine Reihe von Pflanzen warnen ihre Umgebung mit Methysalicylat.

Ringelblumen töten durch ihre Wurzelausscheidungen Nematoden, wehren Drahtwürmer ab und schwarze Bohnenlaus.

Scheinakazien
bekämpfen durch ihre Wurzelausscheidungen andere Pflanzen.

Sellerie
verhindert die Kopfbildung von Salat.

Steinklee
vertreibt durch seine Wurzelausscheidungen Mäuse, wird seinerseits behindert von Hahnenfuss.

Studentenblumen
(Tagetes) bekämpfen durch ihre Wurzelausscheidungen Ackerwinden, Quecken, Schachtelhalm und Nematoden. Sie wirken wachstumsfördernd auf Rosen und gesundend auf Apfelbäume.

Werden Tomaten verletzt, sondern sie Methyljasmonat ab, was die Abwehrmassnahmen der benachbarten Tomatenpflanzen einleitet.

Waldmeister
verdrängt Unkraut durch seine Wurzelausscheidungen.

Unter Walnussbäumen werden oft Sitzplätze angelegt, weil der Geruch eines ätherischen Öls in Blättern und Fruchtschalen Fliegen, Läuse, Motten, Mücken, Wanzen und andere Insekten vertreibt. Ältere Blätter, Schalen und Wurzeln geben an den Boden das ungiftige Hydrojuglon ab, das nach Umwandlung durch Mikroorganismen in Juglon, einen giftigen Gerbstoff (Naphtochinon), umgewandelt wird. Er hemmt die Keimung vieler Pflanzen ausser Gräsern (Poa pratensis) und Brombeeren und unterdrückt anmdere Pflanzen. Das muss beim Pflanzen berücksichtigt werden, die Wurzeln reichen ziemlich weit über den Kronenbereich hinaus. Unterpflanzungen sollten unterbleiben.

Weidelgras bekämpft durch Wurzelausscheidungen Quecken.

Wermut bekämpft durch seine Wurzelausscheidungen das Wachstum anderer Pflanzen.

Dsa Potential ist offenbar noch lange nicht ausgeschöpft, gerade im ökologischen Anbau hoffen wir auf Aufdeckung unbekannter Zusammenhänge.

Quelle: Der BIO Gärtner

Warnhinweis:
Diese Heilkräuterseiten ersetzen nicht den Besuch beim Arzt. Vor allem wenn man Medikamente nimmt, sollte man den Arzt fragen, ob sich das gewünschte Heilkraut mit den Medikamenten verträgt.
Alle Angaben ohne Gewähr.

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