Gärtner - Tipp
Das Leben auf dem Land!

  Garten-Arbeit
Home
 

Imposante Frühjahrsblüher für das Beet


Die Kaiserkrone ist eine prächtige Zwiebelpflanze, die bereits im Mittelalter in unseren Gärten wuchs. Sie wünscht einen tiefgründigen und durchlässigen Boden. Auf staunassen Böden gehen die Pflanzen ein. Die Zwiebeln werden im August in einer Tiefe von ca. 20 bis 30 cm gepflanzt. Reichern Sie den Boden vor der Pflanzung mit Kompost und Hornspänen an. In das Pflanzloch häufeln Sie etwas Sand, in den die Zwiebel leicht schräg hineingelegt wird. Am Anfang und während der Wachstumsperiode muss kräftig gegossen werden




Erdbeeren für die nächste Saison

Erdbeeren gedeihen in jedem durchlässigen, humosen Boden und bevorzugen einen Platz an der Sonne. Vor der Pflanzung graben Sie gut verrotteten Kompost tief in den Boden ein. Die optimale Erdbeerpflanzzeit ist Ende Juli bis Anfang August. Hacken Sie im Abstand von 30 cm Löcher und lassen Sie zur nächsten Reihe 40 cm Platz. Erdbeerstauden hineinsetzen und die Wurzeln mit Erde bedecken. Die Herzknospen (die innersten Blätter) sollen knapp über der Erdoberfläche sein. Danach kräftig angießen und bei Trockenheit öfters wässern.



Original und Fälschung - Mehltau

Bis in den Herbst hinein erkranken im Obst- und Ziergarten Pflanzen an Mehltau, sogar Unkräuter bleiben nicht verschont. Jetzt hilft aber nur noch eines: alle befallenen Pflanzenteile entfernen und sofort verbrennen oder in den Müll werfen. Der Echte Mehltau ist erkennbar an dem abwischbaren mehlartigen, weißen Belag auf der Blattoberfläche, Stängeln, Blüten und Früchten. Man nennt ihn auch Schönwetterpilz, weil er besonders in trockenen, warmen Sommern auftritt. Der Falsche Mehltau hingegen bevorzugt feuchte Witterung. Er bildet ein nicht abwischbares, weißes Geflecht auf der Blattunterseite. In beiden Fällen überträgt der Wind die Sporen. Der Pilz überwintert in Knospen und Trieben. Gegenmaßnahmen und Vorbeugung - Grundsätzlich resistente und robuste Sorten wählen. - Beete gut durchlüften, nicht zu dicht pflanzen. - Kranke Pflanzen entfernen und befallene Pflanzenteile vernichten. - Bei starkem Befall geeignete Fungizide einsetzen.



Blaues Blütenwunder

Der prächtige Blauregen findet immer mehr Liebhaber. Er verschönert Fassaden, berankt Pergolen und bezaubert mit einer üppigen Blüte. Je nach Sorte dauert es nach dem Pflanzen bis zu fünf Jahre bis zur ersten Blüte. Je schattiger und nährstoffreicher der Standort, umso länger dauert es. Besonders die günstig angebotenen Sämlingspflanzen lassen sich Zeit. Sparen Sie hier nicht an der falschen Stelle. Richtig investiert haben Sie lange Freude an dem wuchsfreudigen Kletterer. Die Blühwilligkeit können Sie durch einen kräftigen Schnitt fördern. Jetzt im August ist dafür die richtige Zeit. Schneiden Sie dazu die frischen Triebe bis auf 5-7 Knospen zurück. Im Februar/März dann noch einmal auf zwei oder drei Augen einkürzen.

 

Probleme und Lösungen

Unter Bäumen stehen Pflanzen in direkter Konkurrenz mit den Wurzeln. Außerdem gelangt durch dichte Baumkronen nur wenig Wasser in diesen Bereich. Die Bepflanzung gestaltet sich daher oft eher schwierig. Hier können Sie zu trockene Böden mittels einer Bewässerungsanlage oder mit Sickerschläuchen feucht halten.

Hinter Mauern und in anderen überwiegend schattigen Bereichen kann die Luft meist nicht ausreichend zirkulieren. Hier hilft bisweilen ein Rückschnitt von Sträuchern oder Bäumen. Auch erwärmt sich der Boden hier viel langsamer als in der Umgebung, da weniger Sonnenlicht zu ihm vordringt. Dies bewirkt, dass die Blätter der Pflanzen nur schwer abtrocknen und dadurch häufiger von Pilzerkrankungen befallen werden als anderswo.

Zu nasse Böden und solche die nicht abtrocknen können, können Sie durch das Einarbeiten von Sand durchlässiger und luftiger machen. Am besten eignet sich hierfür Quarzsand mit der Körnung 0,5 mm bis 2 mm. Arbeiten Sie diesen je nach Zustand des Bodens bis zu 20 cm tief ein.



Schattenpflanzen mit besonderen Blättern

Die schön gelappten Blätter des Frauenmantels sehen besonders im Morgentau interessant aus. Die Blattunterseiten sind seidenhaarig und silberglänzend. Der Boden sollte idealerweise frisch-feucht sein. Stimmen alle Voraussetzungen, sorgt der Frauenmantel vom Frühjahr bis in den Herbst für dekorative Akzente im Schatten und Halbschatten.

Frisch und farnähnlich sind die Blätter des Lerchensporns. Er benötigt durchlässige, humusreiche Erde und gedeiht problemlos im Halbschatten. Es gibt unter den vielen Lerchenspron-Arten auch etliche Frühlingsblüher. Manche gehören zu den am längsten blühenden Stauden überhaupt.

Ein attraktiver Hingucker ist das mit feinen, silbrigen Tupfen versehen Laub des Lungenkrauts. Die länglichen Blätter wirken schon aus weiter Entfernung hell und beleben schattige Situationen.


Wildpflanzen im Jahreslauf

Mit zu den schönsten Wildpflanzen für den Frühling gehören die Frühlingsplatterbse mit ihrem berückenden Farbspiel von Blau bis Pink; das goldgelbe Schöllkraut, die zartblaue Himmelsleiter, die Akelei, die rosa Waldlichtnelke, die grüngelbe mandelblättrige Wolfsmilch, das sattblaue Lungenkraut, die lichtgelbe Waldschlüsselblume und das elegante Salomonssiegel.

Im Sommer erscheinen der üppige und unübersehbare Waldgeißbart, der dunkle Storchschnabel, die weiße Ährige Rapunzel, die attraktive Bergflockenblume, das leuchtend gelbe Pfennigkraut und der wuchernde Waldziest.

Im Herbst blühen die hübsche Sterndolde, der aufstrebende Odermennig, die Wiesenraute, die nesselblättrige Glockenblume, das leuchtende Waldhabichtskraut, der zierliche Hasenlattich und die Wald-Engelwurz.



Dichte Blütenteppiche

Bodendecker für schattige Lagen haben gleich mehrere Vorteile. Sie eignen sich besonders für mehr oder weniger große Schattenflächen, die möglichst sich selbst überlassen bleiben sollen. Wurde der Boden vor der Bepflanzung gründlich von Wurzelunkräutern wie Giersch, Quecke oder Winde befreit, werden Sie nur noch wenig Arbeit mit ihnen haben. Bis sich die Pflanzendecke geschlossen hat, können Sie die Lücken mit Rindenmulch bedecken.

Stimmt der Standort, wachsen die Pflänzchen innerhalb von zwei bis drei Jahren zu einer geschlossenen Pflanzendecke zusammen. Danach ist in der Regel nicht mehr viel zu tun. Sie pflegen sich gewissermaßen selber, da unter dem geschlossenen Blätterdach keine Konkurrenz aufkommt und auch die Erdkrume feuchter, feinkrümeliger und wärmer bleibt als in der Umgebung.

Empfehlenswerte Flächendecker zum Verwildern sind Beinwell, Elfenblume, Goldnessel, Günsel, Immergrün, Maiglöckchen, Scharbockskraut, Waldanemone und die anspruchslose Waldsteinie.


Zwiebelpflanzen setzen

De Spätsommer ist die ideale Zeit, um Zwiebeln und Knollen zu setzen. Sie lassen sich im Garten vielseitig einsetzen und bieten etwas für jede Jahreszeit.

Die meisten Blumenzwiebeln reagieren empfindlich auf Staunässe. Sie bevorzugen daher leichte, durchlässige Böden. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, können Sie etwas Sand untermischen beziehungsweise unterlegen.

Wichtig ist die Pflanztiefe: als Faustregel gilt, dass eine Zwiebel bzw. Knolle so tief gepflanzt werden soll, dass die sie bedeckende Erdschicht etwa doppelt so hoch ist wie die Höhe der Zwiebel selbst. Bewährt hat sich eine Starthilfe mit reifem Kompost. Ausnahme: Dahlienknollen sollten etwa 5 cm unter der Erdoberfläche zu liegen kommen, so dass die Rhizome der Schwertlilie an der Oberfläche gerade noch sichtbar sind. Feuer- und Madonnenlilie wollen ebenfalls nicht tiefer als 2-3 cm gelegt werden, sonst neigen sie zur Fäulnis.



Zwiebelpflanzen pflegen

Zwiebel- und Knollenpflanzen gehören zu den pflegeleichtesten Gewächsen im Garten. Die winterharten Arten können Sie über Jahre ohne besondere Probleme am selben Ort stehen lassen, sie werden dabei immer schöner. Sollen die Pflanzen sich nicht selbst versamen, schneidet man die abgeblühten Triebe aus, lässt aber das grüne Laub noch stehen. Die Pflanzen erwirtschaften nach der Blütezeit mit ihren Blättern die Vorräte, die sie für die Zeit der Ruhe und die nächste Blütensaison brauchen. Erst wenn das Laub vergilbt, darf man es abschneiden. Bei kleinen Gewächsen wie Schneeglöckchen oder Krokussen stört das welkende Laub kaum, aber größere Gruppen von abgeblühten Tulpen oder Narzissen sind nicht unbedingt eine Augenweide.

Erdbeeren für die nächste Saison

Erdbeeren gedeihen in jedem durchlässigen, humosen Boden und bevorzugen einen Platz an der Sonne. Vor der Pflanzung graben Sie gut verrotteten Kompost tief in den Boden ein. Die optimale Erdbeerpflanzzeit ist Ende Juli bis Anfang August. Da Wurzelbildung und Wachstumszeit Ende September abschließen, sind kräftiger Wuchs und gute Knospenanlage bei wesentlich späteren Pflanzungen nicht mehr gewährleistet. Spärlicher Fruchtbehang im Folgejahr wäre die Folge.
Hacken Sie dazu im Abstand von 30 cm Löcher und lassen Sie zur nächsten Reihe etwa 40 cm Platz. Nun setzen Sie die Erdbeerstauden hinein und bedecken die Wurzeln mit Erde.
Die Herzknospen (die innersten Blätter) müssen knapp über der Erdoberfläche sein. Danach kräftig angießen und bei Trockenheit öfters wässern.



Blaues Blütenwunder

Der prächtige Blauregen findet immer mehr Liebhaber. Er verschönert Fassaden, berankt Pergolen und bezaubert mit einer üppigen Blüte. Je nach Sorte dauert es nach dem Pflanzen bis zu fünf Jahre bis zur ersten Blüte. Je schattiger und nährstoffreicher der Standort, umso länger dauert es. Besonders die günstig angebotenen Sämlingspflanzen lassen sich Zeit. Sparen Sie hier nicht an der falschen Stelle. Richtig investiert haben Sie lange Freude an dem wuchsfreudigen Kletterer.

Die Blühwilligkeit können Sie durch einen kräftigen Schnitt fördern. Jetzt im August ist dafür die richtige Zeit. Schneiden Sie dazu die frischen Triebe bis auf 5-7 Knospen zurück. Im Februar/März dann noch einmal auf zwei oder drei Augen einkürzen.

 

Der Garten im August

- Oberstes Gebot: gießen!
- Ergänzen Sie Mulchschichten, der Boden bleibt so feuchter
- Stellen Sie allmählich das Düngen ein
- Schneiden Sie immergrüne Hecken
- Regelmäßig verblühtes entfernen
- Mähen Sie Ihre Blumenwiese nach der Sommerblüte
- Mähen Sie Ihren Rasen nicht zu kurz, das Gras wächst nun langsamer
- Säen Sie Gründünger in brachliegende Beete
- Gehen Sie gegen Mehltau in Obstbäumen und andere Schädlinge vor
- Halten Sie ein Auge auf den Gartenteich und füllen Sie ggf. Wasser auf
- Letzte Gelegenheit für den Sommerschnitt von Obstbäumen




Was sind eigentlich Stauden?


Stauden sind Pflanzen, deren oberirdische Teile im Winter absterben. Die Knospen überwintern knapp unter oder an der Bodenoberfläche und treiben jedes Jahr im Frühjahr wieder aus. Viele Stauden kommen bei uns wild vor – auf Wiesen, im Gebirge, entlang von Bächen oder am Waldrand. Zu den Stauden gehören auch die Blumenzwiebeln und die Knollenpflanzen.





Ein Garten voller Blüten


Mit einsetzender Blütenbildung brauchen Stauden vermehrt Phosphate und Kalium. Daher sollten Sie im Sommer mit phosphathaltigem Knochenmehl oder stickstoffarmen mineralischen Mitteln düngen. Gedüngt wird bis etwa September, dann muss sich die Pflanze auf die Winterruhe vorbereiten.
Schneide Sie verwelkte Blüten regelmäßig heraus. So wird die Samenbildung verhindert und die Pflanze steckt alle Energie in die Bildung neuer Blüten.



Stauden pflegen


Besonders hoch gezüchtete Gartenformen bedürfen einiger Aufmerksamkeit. Hohe Stauden müssen gestützt werden. Am einfachsten geht dies durch lockeres umbinden mit einer Schnur. Stäbe und spezielle Stützvorrichtungen gibt es in allen Preisklassen und Ausführungen im Fachhandel. Oder, besonders schön: Bauen Sie aus Haselnuss- oder Weidenstecken selber Pyramiden und Zelte. Diese werden an der Spitze fest miteinander zusammengebunden und über die Pflanze gestellt. Zur Stabilisierung können Sie die Seitenteile durch Flechtwerk verbinden. Das sieht nicht nur schön aus, es kostet auch nicht viel.
Tipp: Mulchen Sie Ihre Staudenbeete im Spätwinter mit halbreifem Kompost vom Vorjahr. Dies versorgt die Pflanzen mit hochwertigem Dünger und schützt die jungen Triebe vor Spätfrösten. So halten Sie besonders Stauden die lange an einem Ort stehen fit und gesund.
Stauden sind wählerisch und anspruchsvoll in Bezug auf den Standort und die Bodenqualität. Probieren Sie aus, welche wo am besten gedeiht. Pflanzen Sie ruhig einmal um, bis der richtige Platz gefunden ist.
Empfehlenswerte Beetstauden für den Anfang: Astilben und Herbstanemonen (Schatten), Eisenhut, Taglilien und Rittersporn (Halbschatten) und Schwertlilien, Astern, Pfingstrosen, Lupinen, Phlox oder Sonnenhut (sonnige Lage). Von allen gibt es Sorten in unterschiedlichen Farben. Kombinieren Sie diese so, wie es Ihnen gefällt und entscheiden Sie, in welcher Jahreszeit die Hauptblüte stattfinden soll.



Kahle Stellen im Staudenbeet


Viele Stauden haben eine begrenzte Lebensdauer von etwa acht Jahren. Mit der Zeit bilden sie große Horste, die von innen verkahlen. Auch wollen sie dann nicht mehr so recht blühen. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, die Pflanzen zu teilen und umzupflanzen. Der beste Zeitpunkt ist nach der Blüte im Herbst oder, besonders für Gräser, Herbstastern, Sonnenbraut und Staudenphlox, im Frühjahr. Polsterstauden können sie ganzjährig teilen.
Graben Sie die Staude vorsichtig aus und schneiden sie die Wurzelballen mit einem scharfen Messer in mehrere Teile, robuste Pflanzen können auch mit dem Spaten zerteilt werden. Belassen Sie mindestens drei Triebe an jedem Teilstück und pflanzen Sie sie an anderer Stelle neu ein.
Stauden, die möglichst nicht geteilt werden sollten: Adonisröschen, Akelei, Tränendes Herz, Diptam, Schleierkraut, Taglilien, Lupinen, Blutweiderich, Malven, Missouri-Nachtkerze, Pfingstrosen, Türkischer Mohn, Küchenschelle.


Stecklingsvermehrung von Rosen


Wussten Sie, dass Rosen sich ganz leicht aus Stecklingen vermehren lassen. Vor allem Zwerg-, Beet- und Kletterrosen lassen das gerne zu. Ende Juni/ Juli ist der beste Zeitpunkt dafür. Schneiden Sie einen gesunden, noch nicht richtig verholzten Trien in zwei bis drei Stücke. Dann entfernen Sie die Blätter und benetzen ihn mit etwas Wachstumspulver. Stecken Sie die Rosenstecklinge an einem schattigen Ort direkt in die angefeuchtete Erde und stülpen Sie ein altes, sauberes Einmachglas drüber. Sie wurzeln bereits nach einigen Wochen, doch die bewurzelte Rose sollte 1-2 Jahre lang noch an dieser Stelle verbleiben. Wichtig ist, dass sie ausreichend und regelmäßig mit Wasser versorgt wird.



Düngen nicht vergessen


Die Pflanzen in den Beeten haben nun ihre Wurzeln tief in die Erde getrieben und allmählich alle Nährstoffe aufgebraucht. Sie benötigen jetzt Nährstoffnachschub. Die Zusammensetzung des Düngers sollte so gewählt sein, dass er lange vorhält. Mangold ist dankbar, wenn die Nährstoffe möglichst nah an seine Wurzeln gelangen. Deshalb sollten Sie nach dem Ausstreuen den Dünger vorsichtig oberflächlich einarbeiten. Nach dem Düngen intensiv wässern, insbesondere bei länger anhaltenden Trockenheit. Auch Kohl und Mais benötigen jetzt viele Nährstoffe.



Tipps zum Heckenschnitt


Nun ist Zeit für den Heckenschnitt. Vergewissern Sie sich aber, dass keine Vögel mehr in Ihrer Hecke brüten.
In der Regel werden Hecken so geschnitten, dass sie oben schmaler sind als unten. Dies gewährleistet eine gleichmäßige Belichtung. Schattenverträgliche Gehölze wie Buche oder Hainbuche können Sie aber auch kastenförmig schneiden.
Das Schnittgut können Sie häckseln und kompostieren. Besonders wertvollen Kompost erhalten Sie aus dem Hainbuchenschnitt. Er eignet sich auch hervorragend als Mulchmaterial.



Baumwuchs korrigieren


Der Juni ist auch eine günstige Zeit für Korrekturmaßnahmen an jungen Bäumen. Ungünstige und steil stehende Triebe im Kopfbereich können Sie jetzt herunter binden. Junge, noch nicht verholzte Triebe können an der Triebspitze mit einer Wäscheklammern beschwert werden, um so besser in eine annähernd waagerechte Position zu gelangen. Gleichzeitig wird durch diese Maßnahme auch das Wachstum gebremst. Stärkere Triebe können Sie mit einer Schnur binden. Wichtig ist dabei zu beachten, dass die gebundenen Äste keinen "Buckel" machen und dass die Triebspitze immer leicht nach oben zeigt.


Die Entnahme von Stecklingen


Stecklinge können Sie von Blättern (Blattstecklinge), Wurzeln (Wurzelstecklinge), Trieben (Triebstecklinge) oder Triebspitzen (Kopfstecklinge) der Mutterpflanze abnehmen. Verwenden Sie aber kein Pflanzenmaterial, das beschädigt ist oder Spuren von Krankheiten aufweist. Auch Triebe mit Blütenknospen oder Blüten eignen sich nicht.
Kopfstecklinge schneiden Sie in einer Länge von 5-10 cm vom Ende des Triebes ab. Hierfür verwenden Sie ein sauberes, scharfes Messer oder eine Gartenschere. Geschnitten wird einen Zentimeter unterhalb eines Blattknotens. Dabei sollten mindestens zwei Knospen und zwei bis vier Blätter am Steckling verbleiben. Mit Triebstecklingen verfahren Sie genauso; Blattstecklinge müssen einen ausreichend langen Blattstiel haben.



Stecklinge bewurzeln


Schneiden Sie Stecklinge nur, wenn Sie diese sofort wieder einsetzen können. Werden sie zu lange an der Luft gelagert, trocknen die Schnittstellen aus.
Füllen Sie also zunächst einen Topf oder eine Saatschale mit Aussaat- oder Stecklingserde, drücken Sie das Substrat leicht an und streichen es glatt.
Nun stecken Sie die Stecklinge in das Substrat. Beim Setzen darauf achten, dass die untersten Blätter keinen Bodenkontakt haben. Die Erde wird nun mit einem feinen Wasserstrahl angegossen und der Topf oder die Schale mit einer Folie geschützt. Diese darf jedoch die Pflanzen nicht berühren und wird deshalb mit Stäbchen oder Bögen gestützt.
Das optimale Klima für die weitere Entwicklung der jungen Pflanzen bietet ein warmer und heller Ort. Kontrollieren Sie regelmäßig auf Pilzbefall und Schimmel, denn Pilze fühlen sich bei hoher Luftfeuchtigkeit und Wärme ebenfalls sehr wohl. Kranke Stecklinge sind sofort zu entfernen.


Wurzelbildung


Die Bildung neuer Wurzeln verläuft je nach Pflanzenart und Ausgangsbedingungen mehr oder weniger schnell. Manche Pflanzen wie Fuchsien oder Fleißige Lieschen bewurzeln sich ganz ohne Substrat in einem Glas Wasser. Sie müssen dann nur noch eingepflanzt werden.
Andere tun sich jedoch deutlich schwerer. Zur Beschleunigung der Bewurzelung kann man am Fuß des Stecklings einen flachen Schnitt von einem Zentimeter Länge anbringen. An dieser Stelle wird die Bewurzelung angeregt.
Im Fachhandel werden Mittel angeboten, die eine Bewurzelung der Pflanze fördern. Es handelt sich dabei um Pflanzenhormone, die das Wachstum von Wurzelzellen anregen. Dabei kommt es auf die richtige Dosierung dieser Mittel an: ein Zuviel lässt das Gewebe am Fuß des Stecklings „verbrennen“. Verwenden Sie nur ein Minimum und klopfen Sie den Überschuss ab.


Ursachen für schlechte Bewurzelung können sein:

- Es wurde zu viel oder zu wenig Bewurzelungspulver verwendet.
- Sie haben einen Blüten- statt eines Wachstumstriebs verwendet. Die Bewurzelung verzögert sich, weil das Verhältnis der Pflanzenhormone nicht mehr stimmt. Der Steckling stirbt ab.
- Zu viel Wasser lässt den Steckling faulen.
- Zu sparsames Gießen lässt den Steckling austrocknen.
- Bei zu hohen Temperaturen bilden die Pflanzen Kallusgewebe statt Wurzeln. Die ideale Temperatur liegt zwischen 15 °C und höchstens 25 °C.
- Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit verbraucht der Steckling seine Reserven, bevor er Wurzeln gebildet hat und stirbt ab.



Stecklingsvermehrung von Sträuchern


Schneiden Sie halbausgereifte Stecklinge. Das heißt, sie nehmen etwa 10 cm lange Stecklinge von diesjährigen Trieben, die gerade an der Basis zu verholzen beginnen. Entfernen Sie im unteren Bereich anhaftende Rinde und Blätter. Verfahren Sie dann wie oben beschrieben. Mit dieser Methode können Sie Ihren Pflanzenbestand rasch vergrößern.
Koniferenstecklinge entnehmen Sie einfach dem Schnittabfall nach dem Schneiden der Hecke. Suchen Sie gesunde Zweige mit 5-8 cm langen Seitentrieben aus, reißen Sie diese mit etwas Rinde aus dem älteren Holz und behandeln Sie sie wie halbausgereifte Stecklinge.


Ernten mit Fingerspitzengefühl


Vorsicht bei der Ernte: jede Verletzung der empfindlichen Beeren kann deren Haltbarkeit drastisch verkürzen. Die Anfälligkeit für Fäulnis- und Pilzinfektionen steigt. Beerenobst sollte innerhalb von 24 Stunden verzehrt oder verarbeitet werden. Gelagert wird es am besten kühl und trocken. So ist es maximal zwei Tage haltbar. Einige Tipps zur Ernte und Pflege:
- Die Erntereife ist erreicht, wenn die Früchte voll ausgefärbt, aber noch fest im Fleisch sind. Sie sollten sich leicht von der Pflanze trennen lassen.

- Brombeeren und Himbeeren werden vorsichtig vom Blütenboden abgezogen, Stachelbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren samt Stiel abgezwickt.

- Beerenfrüchte sollten bei der Ernte trocken sein! Beginnen Sie beim Pflücken auf der Sonnenseite. Idealer Zeitpunkt für die Ernte sind die Vormittagsstunden trockener Tage.

- Bringen Sie die Früchte innerhalb der nächsten halben Stunde ins Haus und stellen Sie sie an einen kühlen, trockenen Platz. Decken Sie die Schale auf keinen Fall mit Plastikfolie ab: diese hält die Reifegase zurück und beschleunigt die Nachreife. Ein Leinentuch ist besser geeignet.

- Achten Sie auf Hygiene: der Sammelbehälter sollte sauber und trocken sein. Nicht zu viele Früchte auf einmal ernten: die untersten werden sonst leicht zerquetscht.

- Für alle Beerensträucher gilt: bei Trockenheit muss kräftig gegossen werden!



Erdbeeren

Erdbeeren sind der Inbegriff des Sommers. Jetzt neigt sich die Erdbeerenernte dem Ende zu. Außer Sie haben Sorten, die länger tragen. Solche sind Monatserdbeeren ‚Rügen’ und die ‚Ostara’. Letztere tragen zum Teil bis zum ersten Frost Früchte. Entfernen Sie nach der Ernte alle Ranken, damit die Pflanzen nicht unnötig Kraft in die Bildung von Ablegern stecken. Nach der Ernte sind Erdbeeren anfälliger für Pilzkrankheiten. Behalten Sie die Pflanzen daher genau im Auge. Lockern Sie den Boden, besser noch: mulchen, düngen und jäten Sie. Auch das Wässern nach der Ernte nicht vergessen. Eine gut gepflegte Pflanze bringt drei Jahre Ertrag, dann sollte sie ersetzt werden, wobei der Standort gewechselt wird. Pflegeleicht, krankheitsresistent und als Erdbeerwiese geeignet ist die Sorte ‚Florika’.



Himbeeren


Die Früchte sind reif, wenn sie sich leicht vom weißen Zapfen abziehen lassen. Pflücken Sie dreimal wöchentlich, da reife Beeren schnell zu Boden fallen.
Beobachten Sie die Pflanzen: Triebe, die erste Anzeichen von Austrocknung zeigen, sofort ausschneiden und vernichten. Die ersten Anzeichen dieser Krankheit sind bläuliche Flecken am Holz, die später aufplatzen.
Die abgetragenen Triebe werden sofort nach der Ernte bis auf den Boden zurückgeschnitten. Von den jungen, neu austreibenden lassen Sie die drei bis vier kräftigsten stehen.



Schwarze Johannisbeeren

Schwarze Johannisbeeren sind etwas mühsam zu ernten, da die Beeren nur nach und nach reifen. Achtung: lassen sie bei der Ernte die kleinen Laubblätter am Ansatz des Fruchtstiels am Strauch. Aus deren Achselknospen bilden sich im nächsten Jahr neue Blüten.
Schwarze Johannisbeeren können auch während der Ernte teilweise zurückgeschnitten werden. Nehmen Sie die Triebe mit ins Haus und ernten Sie sie dort bequem ab. Tipp: Die getrockneten Blätter ergeben einen hervorragenden Tee, der Saft aus den Beeren ist ideal zur Vorbeugung von Erkältungen geeignet.
Schwarze Johannisbeeren sind nicht selbstfruchtbar. Pflanzen Sie daher mindestens zwei Büsche. Nach dem Blattfall im Herbst wird die Zahl der alten Triebe um etwa ein Viertel verringert. Neue Triebe bleiben stehen.
Späte rote Johannisbeer-Sorten liefern ein gutes Gelee. Die weißen schmecken etwas milder. Streifen Sie die Beeren erst kurz vor Verbrauch ab. Nach der Ernte abgetragene Triebe bodentief abschneiden. Jeder Strauch sollte ca. 10 kräftige, junge Triebe haben.
Rote und weiße Johannisbeeren erhalten zudem einen Sommerschnitt und werden dabei ausgelichtet. Hierbei werden diesjährige Seitentriebe auf drei bis vier Augen zurückgeschnitten.




Brombeeren und Stachelbeeren

Wild eine Plage, im Garten ein Hochgenuss. Brombeeren nur vollreif ernten. Sie sind erntereif, wenn sich die Früchte mit Zapfen vom Boden lösen. Die Triebe werden wie Himbeeren an waagerecht gespannten Drähten festgebunden. Einmal in der Woche durchpflücken reicht aus. Wem es zu stachelig ist: eine dornenlose Sorte ist ‚Oregon Thornless’.
Stachelbeeren gibt es in vielen Sorten: grüne, gelbe, weiße und rote. Die Reife ist erreicht, wenn sie anfangen weich zu werden. Grün oder halbreif geerntete Beeren offenbaren ihre süßsauern Qualitäten erst eingekocht, im Chutney oder als Marmelade, Kompott oder Grütze. Durch deren Auspflücken bilden sich mehr schöne, große und voll ausgefärbte Früchte für den Sofortverzehr. Auch bei Stachelbeeren schneiden Sie nach der Ernte einige der ältesten Triebe dicht über dem Boden ab. Besonders wichtig ist das Auslichten der Triebe im Sommer: so wird Mehltau verhindert.




Beerenspezialitäten


Die selbstfruchtbaren robusten Jostabeeren sind eine Kreuzung aus Johannisbeere und Stachelbeere. Die Früchte haben etwa die Größe von Stachelbeeren, sind tiefschwarz und haben das erfrischende Aroma beider Elternteile bewahrt.
Ideal für Diabetiker ist die Schwarze Apfelbeere. Die ertragreiche Sorte liefert tiefschwarze Früchte mit einem niedrigen Fruchtzuckergehalt.
Die stachellose und schmackhafte Loganbeere stellt im Garten die gleichen Ansprüche wie Brombeeren. Die Früchte eignen sich besonders zur Herstellung von Marmelade.


Rosenrost und Mehltau


Pilzerkrankungen haben nun Hochsaison. Kontrollieren Sie regelmäßig alle Pflanzen und entfernen Sie umgehend alle befallenen oder abgefallenen Blätter. Vorsicht: Niemals infizierte Blätter auf den Kompost werfen, die beste und sicherste Methode ist es, diese zu verbrennen oder über den Abfall zu entsorgen.
Rosenrost erkennen Sie an den schwarzen Pusteln auf der Blattunterseite. Oft ist Kalimangel verantwortlich, mit entsprechenden Düngemitteln lässt sich der Befall eindämmen. In hartnäckigen Fällen können die Pflanzen mit Schwefelpräparaten behandelt werden.
Mehltau befällt besonders gerne durch Wassermangel geschwächte Pflanzen. Gießen Sie kräftig, aber nur an der Basis der Pflanze. Schneiden Sie befallene Triebe sofort ab, im Frühstadium können Sie Mehltau rasch eindämmen. Auch hier gilt: gegossen wird nur im Wurzelbereich. Nasse Blätter fördern den Mehltau.



Sternrusstau


Russtau ist eine der häufigsten Rosenkrankheiten und leider nur schwer zu bekämpfen. Typisch sind unregelmäßige schwarze Flecke auf den Blättern.
Die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung ist die Wahl des richtigen Standorts. Staunässe, zu trockener Boden, Wärmestau und Nährstoffmangel fördern die Krankheit. Vorbeugend können Sie zudem im Mai/Juni mit Schachtelhalmextrakt sprühen.
Hier noch ein paar Tipps zur Vorbeugung mit natürlichen Methoden:

- Kaufen Sie nur gesunde Rosen
- Pflanzen Sie an einen luftigen Standort, gute Luftzirkulation ist eine wichtige Vorbeugemaßnahme
- Wässern Sie nur im Wurzelbereich, Nässe der Blüten und Blätter fördert den Befall
- Befallene Pflanzenteile vernichten



Blattläuse


Blattläuse können sich bei diesen Temperaturen explosionsartig vermehren. Sie sind aber leicht zu entdecken und auch gut zu bekämpfen. Oft genügt gründliches Abspritzen mit einem scharfen Wasserstrahl. Natürliche Feinde wie Marienkäfer, Florfliegen und Vögel leisten auch einen erheblichen Beitrag.
Bei extremem Befall können Sie Brennnesseljauche oder Rainfarntee spritzen. 1 kg frische Brennnessel auf 10 l Wasser, 24 Stunden ziehen lassen und unverdünnt spritzen. Für den Rainfarntee verwenden Sie 150 g der getrockneten Pflanze die in 10 l kochendes Wasser gegeben wird. 30 Minuten ziehen lassen und nach dem Abkühlen spritzen.
Ein anderes bewährtes Hausmittel ist das Besprühen der befallenen Pflanzen mit einer Schmierseifenlösung.



Spinnmilben


Die weniger als 1 mm großen Milben gedeihen optimal unter warmen, trockenen Bedingungen. Pro Jahr sind bis zu neun Generationen möglich. Erstes Anzeichen für einen Befall sind winzige, silbrige oder gelbe Punkte auf den Blattoberseiten. Die Gespinste befinden sich meist an der Blattunterseite.
Zur Vorbeugung können Sie die Pflanze samt Umgebung leicht feucht halten. Bei einem Befall brausen Sie die Pflanze zunächst gründlich ab. Wiederholen Sie dies mehrmals die Woche. Alternativ hilft auch hier eine Schmierseifenlösung. Spritzen Sie über drei Wochen mindestens einmal die Woche.

Erdbeerspinat


Sie haben richtig gelesen! Die essbaren roten Früchte des Erdbeerspinats ähneln Walderdbeeren, daher der Name. Wie Spinat gekocht werden aber die Blätter. Nur: Die Ernte der kleinen Blätter ist mühsam, kein Wunder, dass Spinat die Pflanze verdrängt hat. Aber lassen Sie sich nicht entmutigen. Es ist die Mühe wert.
Die anspruchslose Pflanze wird ab April ins Freiland gesät. Wenn Sie nicht alles aufessen: Erdbeerspinat ist ausgesprochen dekorativ und passt auch in den Ziergarten.


Spargelerbse


Die Königin der Schoten: ein Hauch von Spargel zeichnet dieses einzigartige Gemüse mit feinem Geschmack aus. Ernten Sie die jungen, zarten Hülsen vor der Ausbildung der harten Samen. Kochen oder dünsten, beim Servieren etwas geschmolzene Butter dazu. Passt als Beilage zu (fast) allen Gerichten! Vorsicht mit Gewürzen: diese stören den delikaten Eigengeschmack.
Säen Sie im späten Frühjahr direkt ins Freiland. Bei trockener Witterung ist regelmäßiges Gießen wichtig.



Zuckerwurz


Ein ideales Wintergemüse ist die Zuckerwurz oder Süßwurzel. Sie ist nährstoffreich, schmeckt süßlich und ist leicht verdaulich. Gedünstet und mit Zitronensaft, Salz oder Pfeffer gewürzt, passt dieses Gemüse besonders gut zu Fleisch.
Bereiten Sie den Boden gut vor: tiefgründig lockern und Kompost zugeben. Säen Sie im August oder Oktober, Erntezeit ist von Herbst bis ins Frühjahr. Einmal im Garten, sät sich die robuste Pflanze leicht von alleine aus.



Knollenziest


Kulinarisches Multitalent aus Japan: die Knolle schmeckt nach einer Mischung aus Blumenkohl, Artischocke und Schwarzwurzeln. Erst Anfang des 19. Jh. kam sie nach Westeuropa und begeisterte zunächst die Franzosen. Aus unseren Gärten ist der Knollenziest weitgehend verschwunden.
Legen Sie die Knollen im Frühjahr je zu zweit in einem Reihenabstand von 40 cm in den Boden: Aus einer einzigen Knolle können Sie Hunderte ernten. Sie sind bis acht Zentimeter groß und zylindrisch geformt, eingeschnürt und gekrümmt. Hier müssen Sie zur Wurzelbürste greifen! Verwenden und zubereiten können Sie die Wunderknolle wie Kohlrabi.


Den Gemüsegarten pflegen


Nicht nur bei Regen: Ziehen Sie zwischen den einzelnen Pflanzenreihen Bewässerungsgräben, so kann das Gießwasser langsam direkt zu den Wurzeln sickern. Das ist auch insofern von Vorteil, als da viele Gemüse wie zum Beispiel Tomaten nicht von oben gegossen werden wollen.
Hacken hält die Bodenfeuchtigkeit und regelmäßiges Jäten entfernt unliebsame Konkurrenz. Zwischen die Reihen gepflanzte Kapuzinerkresse hält übrigens Blattläuse und Raupen vom Gemüse fern. Ansonsten heißt es: alles absammeln, was sich an Ihrem Gemüse vergreift, vor allem Raupen.

Schnecken austricksen!


Bieten Sie Schnecken Unterschlupfmöglichkeiten: angefeuchtete Wellpappe, alte Holzbretter, Dachziegel und umgedrehte Tontöpfe. Hierhin ziehen sich Schnecken gerne zurück und können dann tagsüber bequem abgesammelt werden.
Kleine Häufchen am Beetrand aus Küchen- und Gartenabfällen, Kartoffelscheiben, Löwenzahnblättern, Weizenkleie gemischt mit Hunde-Trockenfutter locken Schnecken an. Sie können diese dann mehrmals in der Nacht absammeln. Manche schwören auch auf Bierfallen. Dazu wird ein Joghurtbecher zu zwei Drittel mit Bier gefüllt und so eingegraben, das noch ein etwa 2 cm hoher Rand herausragt. Eine Überdachung verhindert, dass es hineinregnet.



Pilze im Rasen


Besonders in feuchten Sommern treten vielfach Pilze im Rasen auf. Für viele Gartenbesitzer lediglich ein optisches Problem, da die Pilze selbst den Rasen nicht beeinträchtigen. Pilze wachsen vor allem dort, wo sich im Boden noch Reste von Baumwurzeln befinden. Das Problem ist besonders bei Rollrasen häufig zu beobachten.
Pilze im Rasen können aber auch ein Hinweis dafür sein, dass dem Rasen Nährstoffe fehlen. Daher ist es ratsam, den Rasen ausreichend zu düngen. Es empfehlen sich Stickstoffdünger. Auch ein Auflockern des Bodens und das Einarbeiten von Sand führt dazu, dass die Pilze sich zurückziehen.
Tipp: Entfernen Sie die Pilzfruchtkörper vor dem Rasenmähen. So werden nicht unnötig Pilzsporen verteilt.



So schützen Sie sich vor Zecken


Ein Zeckenbiss kann schlimme Folgen haben. Mit Erkrankungen wie Borreliose und FSME (Frühsommer Meningo Enzephalitis) ist nicht zu spaßen. Hier einige Tipps, wie Sie sich, neben einer vorbeugenden Impfung, bei der Arbeit im Garten schützen können:

- Tragen Sie geschlossene Kleidung und feste Schuhe oder Gummistiefel.
- Auf heller Kleidung erkennt man die Zecken schneller.
- Zecken lauern auf Sträuchern, Gräsern und im Unterholz.
- Wenn Sie eine kurze Hose tragen empfiehlt es sich, ein Zeckenschutzmittel aufzutragen. Das gilt auch für Hals, Hände, Hand- und Fußgelenke.
- Nach der Arbeit den Körper gründlich nach Zecken absuchen. Die beliebtesten Stellen sind Kniebeugen, Ellbogen, Haaransatz und die Stellen hinter Ohren und Achselhöhlen sowie im Genitalbereich.

Sollte sich eine Zecke festgebissen haben, ist die sicherste Methode das Entfernen mit einer Zeckenzange,die es in jeder Apotheke gibt.

 

Rosenpflege im Frühsommer


Hauptsaison für den Rosenschnitt ist zwischen Herbst und Frühlingsbeginn. In der Regel schneidet man, wenn diejenigen Knospen, die sich etwa auf halber Höhe der kräftigsten Triebe befinden, zu schwellen beginnen. Faustregel: Wenn die Forsythien blühen, erfolgt der Frühjahrsschnitt!
Im Sommer entfernen Sie lediglich verwelkte Blüten Diese werden dabei bis auf das erste Auge oder den ersten Trieb unter dem Blütenstand zurückgeschnitten. Dies fördert eine zweite Blüte. Abgeknickte oder verletzte Triebe müssen Sie ebenfalls entfernen. Um das Wachstum der Triebe zu beenden, sollten Sie ab Spätsommer die Blüten an der Pflanze belassen. Insbesondere wenn Sie die köstlichen Hagebutten ernten wollen!
Nach dem ersten Blütenflor im Juni ist auch die richtige Zeit für eine kleine Nachdüngung, die von der Menge her aber nur noch die Hälfte der ersten Düngung zu Frühjahrsbeginn betragen sollte. Rosen werden am besten mit organischen oder organisch-mineralischen Düngern gedüngt. Häufige Gaben Kunstdünger machen sie eher krank.



Duftrosen am Sitzplatz


Wollen Sie den Feierabend genießen und auf einer Duftwolke schweben? Containerrosen können Sie die ganze Saison über pflanzen, nur nicht an heißen, sonnigen Tagen. Warum also nicht noch einige besonders gut duftende Rosen neben die Terrasse oder Ihren Lieblingssitzplatz pflanzen. Besonders schön duftet die weiß blühende Beetrose ‘Margerit Merill‘, die dunkelrote Edelrose ‘Duftwolke‘, die weiße Kletterrose ‚Ilse Krohn Superior‘, die goldgelbe Englische Rose ‘Heritage‘ oder die rosafarbene Strauchrose ‘Blossomtime‘.



Rosenkavaliere


Lücken im Rosenbeet? Kommt es Ihnen zu kahl vor? Stauden runden den farblichen Rahmen des Rosenbeetes ab. Besonders Blau passt gut zu Rosen, die einzige Farbe, die ihre Blüten bis heute nicht bieten können. Weiß blühende Begleitpflanzen bringen Rosen erst richtig zur Geltung. Auch Stauden mit attraktivem Laub sind ein würdiger Rahmen für Rosen.
Stauden, die gut in jedes Rosenbeet passen, sind der Frauenmantel, Hainsalbei, Rittersporn, Lavendel, Katzenminze, die Sommeraster und Staudenlein.
Der klassische Rosenbegleiter und gleichzeitig ein perfekter Rahmen für ein Rosenbeet ist natürlich Buchs. Das kräftige Dunkelgrün seiner Blätter lässt die Blüten der Rosen besonders schön zur Geltung kommen.



Rosen gesund halten


Dummerweise erfreuen sich nicht nur wir Menschen an Rosen, sie sind auch Lieblingsspeise zahlreicher Schädlinge. Zücken Sie aber nicht gleich die Giftspritze, wie leider oft empfohlen wird. Folgende Maßnahmen helfen, Ihre Rosen fit zu halten:

Schaffen Sie die optimalen Voraussetzungen:
- Fragen Sie schon beim Kauf nach robusten Sorten. Besonders Rugosa-Rosen sind sehr widerstandsfähig.
- Der richtige Standort und die richtige Bodenpflege helfen Krankheiten vermeiden.
- Pflanzen Sie Rosen nicht an eine Stelle, an der zuvor eine andere Rose gewachsen ist. Vorher das Erdreich großzügig austauschen und alle Wurzelreste absammeln.
- Regelmäßiges Düngen, Gießen und Schneiden sind der Gesundheit ebenfalls zuträglich.


- Kontrollieren Sie Ihre Rosen regelmäßig auf Befall oder Krankheiten. Im Frühstadium lassen sich viele Schädlinge und Pilzkrankheiten schnell unter Kontrolle bringen.
- Unterstützen Sie Ihre Helfer im Garten: Laub- und Reisighaufen, kleine Holzstapel, mit Holzwolle gefüllte Tontöpfe bieten Lebensraum für vielerlei nützliche Tiere.
- Auf gute Nachbarschaft: Knoblauch vermindert das Auftreten von Echtem Mehltau, Tagetes vertreibt Nematoden. Kapuzinerkresse, Lavendel und aromatisch duftende Kräuter wirken abschreckend auf Blattläuse.
- Vorbeugend helfen auch selbst angesetzte Pflanzenbrühen aus Schachtelhalm, Brennnessel und Zwiebel. Auf 10 l Wasser geben Sie 1 kg der frischen Pflanze und lassen es einige Tage an einem warmen Ort gären. Diese Pflanzjauchen stärken die Widerstandskraft von Pflanzen.

Wenn der Ernstfall eintritt
- Sollten Schädlinge oder Krankheiten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen außer Kontrolle geraten, greifen Sie auf biologische Spritzmittel und Präparate zurück. Gegen Blattläuse hilft oft auch schon ein kräftiger Wasserstrahl.

 

Die Sache mit dem Gießen


Das trockene Frühjahr konfrontiert uns schon jetzt mit der Notwendigkeit, den Garten mit Wasser zur versorgen. Das ist letztendlich mit einigen Kosten verbunden. Hier ein paar Tipps, wie Sie kostbares Wasser sparen können: - Wässern Sie abends oder morgens, dann geht nicht soviel Wasser durch Verdunstung verloren. - Gießen Sie nur Pflanzen, die es wirklich nötig haben. - Eine Mulchschicht reduziert die Verdunstung und hilft Wasser sparen. Der Boden sollte vor Ausbringen der Mulchschicht feucht sein. - Wässern Sie reihum jeden Tag einen Teil des Gartens anstatt täglich den gesamten Garten anzufeuchten. - Besonders sparsam ist ein Sickerschlauch, der einfach auf die Erde gelegt und mit etwas Mulch bedeckt wird - Gießen Sie wenn möglich nur mit Regenwasser, nicht nur aus Kostengründen. Idealerweise steht eine Regentonne zur Verfügung, aus der Sie Gießwasser entnehmen können.


Gießen, aber richtig


Gießen Sie nur im Wurzelbereich der Pflanzen, nie die ganze Fläche anfeuchten. Das ist nicht nur eine Verschwendung von Wasser, auf der feuchten Erde haben Schnecken ein leichtes Spiel. Falls Sie auf eine Mulchschicht verzichten, sollten Sie verkrusteten Boden vor dem Gießen aufhacken, sonst läuft das Wasser zu schnell ab. Eine alte Gärtnerweisheit lautet, dass gehackter Boden länger feucht bleibt. Der Grund ist, dass beim Hacken die Kapillaren im Boden zerstört werden, durch die das Wasser nach oben steigt und in die Atmosphäre verdunstet. Gießen Sie zweimal hintereinander, so dringt das Wasser besser in den Boden ein und die Erde hat Zeit, sich vollzusaugen. Ein besonders Augenmerk müssen Sie auf im Vorjahr gepflanzte Büsche und Bäume richten. Diese benötigen jetzt reichlich Wasser.




Kahle Stellen im Staudenbeet


Viele Stauden haben eine begrenzte Lebensdauer von etwa acht Jahren. Mit der Zeit bilden sie große Horste, die von innen her verkahlen. Auch wollen sie dann nicht mehr so recht blühen. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, die Pflanzen zu teilen und umzupflanzen. Der beste Zeitpunkt ist nach der Blüte im Herbst oder, besonders für Gräser, Herbstastern, Sonnenbraut und Staudenphlox, im Frühjahr. Polsterstauden können sie ganzjährig teilen. Graben Sie die Staude vorsichtig aus und schneiden sie die Wurzelballen mit einem scharfen Messer in mehrere Teile, robuste Pflanzen können Sie auch mit dem Spaten zerteilen. Belassen Sie mindestens drei Triebe an jedem Teilstück und pflanzen Sie sie an anderer Stelle neu ein. Stauden, die möglichst nicht geteilt werden sollten: Adonisröschen, Akelei, Tränendes Herz, Diptam, Schleierkraut, Taglilien, Lupinen, Blutweiderich, Malven, Missouri-Nachtkerze, Pfingstrosen, Türkischer Mohn, Küchenschelle.


Jäten, jäten, jäten


Wenn Sie jetzt Zeit haben gründlich zu jäten, sollten Sie es tun! Wenn Sie den Unkräutern erst gar keine Gelegenheit geben Samen zu bilden, haben Sie auch später weniger Arbeit. Knieschoner und Hacken sind probate Hilfsmittel, die die Arbeit erleichtern. Für Terrassen und Wege haben sich Flammenjäter bewährt. Es geht auch ohne Chemie. Übrigens: Unkraut lässt sich fast mühelos entfernen, wenn der Boden nass ist. Also nach einem Regenguss oder nach dem Wässern. Und bloß nicht schimpfen über das Unkraut. Es gibt auch allerhand nützliche Wildkräuter. Sogar der gefürchtete Giersch lässt sich als Salat oder gedünstet zubereiten.

Duftende Sommerblumen


Sommerblumen lieben vollsonnige Plätze auf nährstoffreichem Boden. Da viele einjährige Arten nicht frosthart sind, ist jetzt der günstigste Aussaattermin. Nach etwa 14 Tagen wird die Saat auflaufen, und nach weiteren sechs bis acht Wochen zeigen sich schon die ersten Blüten. Zweijährige Arten werden dagegen erst im Juni/Juli ausgesät. Im ersten Standjahr bilden sie zunächst nur eine Blattrosette und im zweiten die Blüten. Sommerblumen mit einem besonders angenehmen Duft sind Bartnelken, Levkojen, Goldlack und Löwenmäulchen.



Tipps zu Duftpflanzen


- Fast alle Sommerblumen sind Sonnenfreunde: Je mehr Sonne, desto intensiver der Duft.

- Pflanzen Sie duftende Pflanzen in eher windstillen Ecken, hier kann sich der Duft ungestört entfalten und wird nicht gleich weggeweht.

- Mischen Sie nicht zu viele Düfte in einem Beet, sonst riecht es wie in einer Parfümerie und einzelne, zarte Duftnoten gehen unter.

- Viele Pflanzen duften zu bestimmten Tageszeiten, jenachdem, auf welchen Bestäuber sie es abgesehen haben. Eher später am Tag duften die Engelstrompeten, Myrten, Oleander, Wunderblumen und Vanilleblumen – ideal, um den wohlverdienten Feierabend auf der eigenen Terrasse zu genießen.



Duftpelargonien


Besonders schön riechen Duftpelargonien. Wenn Sie die Blätter streifen, verströmen diese ihren aromatischen Duft. Schon die Aufzählung der verschiedenen Duftnoten der Pelargonien ist betörend: Rose, Aprikose, Zitrus, Lavendel, Muskat, Apfel, Minze usw. Es gibt etwa 100 verschiedene Arten Duftpelargonien und noch mehr Sorten. Da ist sicher für jeden das passende dabei.
Es macht großen Spaß Pelargonien zu ziehen und mit ihnen duftende Oasen auf dem Balkon zu gestalten. Als Einzelpflanze in Pflanzgefäßen sind sie sehr pflegeleicht und robust, einen sonnigen Platz vorausgesetzt. Stecklinge bewurzeln gut in einem Glas mit Wasser und entwickeln sich eingepflanzt rasch zu einer stattlichen Pflanze. Manche Duftpelargonien erreichen einen Durchmesser von bis zu einem Meter.



Und noch mehr Düfte!


Von März bis April duften die Veilchen, Hyazinthen, Primeln und Lerchensporn.
Im Mai verströmen Lilien, Flieder, Waldanemonen, Maiglöckchen und Pfingstrosen ihr frisches Odeur. Von Juni bis August verbreiten Rosen, Diptam, Lilien und der Pfeifenstrauch mit seiner Blüte einen wohlriechenden Duft. Es sind allerdings nicht nur die Blüten der Pflanzen, die so angenehm riechen, sondern auch die Blätter der vielen Kräuterarten, die ihr würziges Aroma verströmen.
Für die Planung Ihrer eigenen Duftecke im Garten:
Besonders schön duftende Blüten haben Pfingstrose, Duftveilchen, Geißbart, Levkoje, Nelke, Flammenblume, Sporenblume, Phlox, Kosmee, Mädesüß und Iris. Betörend duftende Blätter haben Duftpelargonie, Indianernessel, Katzenminze, Lavendel, Römische Kamille, Salbei und natürlichThymian.

 

Quelle: www.simplify.de simplify your life

 


Gärtnern nach dem Mond


Naturgemäß zu gärtnern ist heute der Wunsch vieler Menschen. Mondkalender sind daher seit einigen Jahren in fast aller Bio-Gärtner Munde. Und viele berichten, dass sie bessere Ernten und gesündere Pflanzen haben, seit sie sich bei Aussaat, Pflege und Ernte nach den Mondphasen richten.

Zweifellos beeinflusst der Mond auf vielfältige Weise das Leben auf der Erde. Mit seiner gewaltigen Anziehungskraft bewegt er das Meer (Ebbe und Flut), die Mondphasen bewirken schwache oder starke Fluten. Die Erdoberfläche senkt und hebt sich im Rhythmus des zu – und abnehmenden Mondes; Baumstämme werden messbar dünner und dicker. Insekten benötigen das Mondlicht als Navigationshilfe, und viele Tiere nutzen den Mond als Zeitmesser. Warum also soll die Kraft des Mondes nicht auch auf das Pflanzenwachstum wirken? Dem Mondgärtnern liegen uralte Überlieferungen und Erfahrungen zu Grunde, aus einer Zeit, in der die Menschen noch viel direkter von den Zyklen der Natur abhängig waren. Das genaue Beobachten der Natur und ihrer Zeichen war darum lebenswichtig. Moderne Gärtner erproben seit vielen Jahren wieder die Wirkung der alten Mondregeln, Wissenschaftler haben begonnen, sie zu erforschen und können manches bereits bestätigen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie einige Tipps, wie Sie sich bei beim Gärtnern die Kraft des Mondes zu Nutze machen können.

 

Ein eigener Gemüsegarten

Gemüse, Kartoffeln, Salat und Kräuter, dazu noch etwas Beerenobst – so frisch, gesund und außerdem preiswert wie aus dem eigenen Garten bekommen Sie es auf keinem Markt.

Es muss kein kompletter Selbstversorgergarten mit 100 Quadratmetern pro Person sein. Wer nur ein Gärtchen hat oder Zier- und Nutzgarten kombinieren möchte, kann schon auf 12 Quadratmetern genug ernten, um den Speisezettel einer vierköpfigen Familie mit Rohkost zu bereichern. Mit guter Planung und der richtigen Pflanzenauswahl reichen meist eine halbe bis eine Stunde Arbeit in der Woche dafür aus.



Das müssen Sie bei der Planung beachten

Gute Planung beginnt auf dem Papier. Zeichnen Sie zunächst den Grundriss Ihres Gemüsegartens – annähernd maßstabsgerecht – auf und tragen Sie ein, was wo wachsen soll.Gemüse braucht viel Sonne, sonst kann es nicht reifen. Wählen Sie einen Standort, der nicht von Gebäudemauern und hohen Bäumen beschattet wird. Ist das Grundstück sehr klein oder soll der Gemüsegarten direkt am Haus angelegt werden, so muss es die Südseite sein.

Die Beete sollten von allen Seiten gut erreichbar sein, so dass Sie bei der Arbeit nicht auf die Kulturen treten.

Bauen Sie nur Gemüse an, das zum Klima in Ihrer Region passt. In rauen Lagen gedeihen nun einmal keine sonnenhungrigen Paprika und Tomaten (es ei denn im Gewächshaus).

 

In Reih’ und Glied

Der klassische Grundriss ist ein Quadrat oder Rechteck, das von zwei kreuzweise angelegten Wegen durchschnitten wird. Das Gemüse wird darin in Reihen angebaut. Seit den alten Klostergärten hat sich diese symmetrische Anordnung über Jahrhunderte bewährt: Sie sieht schön aus und erleichtert die Arbeit.
Gemüse, Salat, mittendrin Blumen und hübsche Accessoires – das gibt dem Bauerngarten seinen besonderen Charme


Beete und Wege

Für jede einzelne Kultur teilen Sie die vier Beete in Reihen von 80 bis höchstens 120 Zentimetern Breite ein – inclusive schmaler Trampelpfade. So kommen Sie auf Armeslänge von allen Seiten an die Pflanzen heran, ohne auf sie zu treten. Doch sollten Sie sich für ein Maß für alle Pflanzreihen entscheiden. Eine Einteilung in Reihen ist zudem sinnvoll, da es der Boden nicht gut verträgt, wenn dieselben Gemüsesorten immer an derselben Stelle gepflanzt werden. Für die beiden Mittelwege bietet ein weicher, kurzgeschorener Rasenweg eine saubere und ansprechende Lösung, breit genug, um eine Schubkarre bequem bugsieren zu können. Auf einem nur 12 Meter breiten Grundstück brauchen Sie kein Wegekreuz, es reicht ein Weg drumherum.



Blumenschmuck und ein Zaun

Die Mitte Ihres Gemüsegartens können Sie mit einer rankenden Rose, einem Blumenrondell, in das Sie eine bunte Kugel setzen, oder einer Gruppe Sonnenblumen betonen. Doch pflanzen Sie auf keinen Fall einen Hochstamm-Obstbaum, der eine beachtliche Größe erreicht und in wenigen Jahren die Beete beschattet. Um die zarten Gemüseblüten vor kaltem Wind zu schützen, errichten Sie einen einfachen Zaun: Das können Pfosten sein, auf die man Stangen legt, berankt mit Rosen, Clematis oder Wein. Sie können ebenso Gurken und köstliche Hokaido-Kürbisse an Ihnen hochziehen. Windschutz, Begrenzung und fruchtige Bereichung schenkt eine Hecke aus roten, weißen und schwarzen Johannisbeersträuchern. Bei einem Mini-Gemüsegarten, den sowieso Hecken an der Grundstücksgrenze umgeben, ist ein Extra-Zaun natürlich überflüssig.




Was Sie noch brauchen

Ein weiteres unverzichtbares Element Ihres Gemüsegarten ist der Komposthaufen. Er sollte im hinteren Teil des Gartens liegen und kann mit einer Hecke oder einem Obstbaum hübsch beschattet werden. Für die Aussaat unter Glas benötigen Sie einen Frühbeetkasten, der neben dem Kompost liegen sollte. Außerdem brauchen Sie ein Häuschen für Ihr Gartenwerkzeug. Legen Sie alles an gut zugänglichen Stellen an und achten Sie darauf, dass sie nicht unnötige und lange Wege zurücklegen müssen.

Jetzt haben Sie schon eine harmonische Ordnung für einen gelungenen Gemüsegarten geschaffen. Als nächstes wird er Boden vorbereitet.


Boden bearbeiten

Humusreicher Boden sollte im Gemüsegarten nicht umgegraben werden. Denn in den obersten Schichten leben die wichtigen Mikroorganismen, deren Gefüge nicht gestört werden darf.

Der Boden muss jedoch belüftet und gelockert werden. Das wichtigste Werkzeug dafür ist eine breite Grabegabel, mit der Sie bis zu 20 Zentimeter tief in die Erde gelangen und sie durch Hebelwirkung mühelos bewegen können. Mit einem Rechen glätten Sie anschließend die Oberfläche. Speziell für den natürlichen Gemüsegarten gibt es den „Sauzahn“, dessen sichelförmig gebogener Zinken durch die Erde gezogen wird und sie so tief lockert. Die Erde sollte immer krümelig, nie fest und verdichtet sein. Wollen Sie Ihren Gemüsegarten auf einer Rasenfläche anlegen, so pflügen Sie den Rasen zuvor mit einer Fräse um.

Tipp

Haben Sie nur wenig Anbaufläche zur Verfügung, Probleme mit dem Rücken, oder möchten Sie vom Rollstuhl aus gärtnern, dann legen Sie am besten ein Hoch- und Hügelbeet an.

Hochbeet und Hügelbeet anlegen

Einmal anlegen, dann bequemer arbeiten und mehr ernten. Hier finden Sie Aufbau- und Pflanzanleitung für beide Beettypen

Ein Hügelbeet schafft mehr Anbaufläche im Nutzgarten


Die Vorteile im Überblick
Betrachten Sie Hoch- und Hügelbeete als eine Art bepflanzten Komposthaufen.
Durch eine um 5 bis 8 Grad höhere Bodentemperatur verlängert sich die Kulturzeit bis zu sechs Wochen.
Durch die beiden Steigungen des Hügelbeets vergrößert sich die Anbaufläche um ungefähr dreißig Prozent. Die Pflanzreihen können hier enger zusammenliegen, da der Lichteinfall höher ist.
Hochbeete ermöglichen älteren oder behinderten Menschen bequemen Gemüseanbau – in Tischhöhe.

Hoch- und Hügelbeet:

So wird's gemacht

Legen Sie die Beete im Herbst oder Frühling an. Koffern Sie den Boden für beide Beetformen gut 25 Zentimeter tief aus.

Hochbeete sind 120 Zentimeter breit und 70 bis 80 Zentimeter hoch.


1. Grundlage für beide Beettypen ist eine 20 Zentimeter dicke Schicht aus zerkleinerten Zweigen und Ästen. Schützen Sie Ihre Beete vor Wühlmäusen: mit feinem Maschendraht unter der ersten Schicht aus Zweigen. Ziehen Sie ihn seitlich bis zur Erdoberfläche hoch.


2. Als zweite Schicht 15 Zentimeter Rasensonden mit dem Gras nach Oben aufbringen und fest andrücken. Ein Hügelbeet muß mindestens 400 x 180 Zentimeter groß sein.


3. Feuchtes, leicht verrottetes Laub und Gartenabfälle bilden die dritte Schicht (20 Zentimeter dick)


4. Halbreifen Kompost oder verrotteten Stallmist 15 Zentimeter dick als vierte Schicht locker auftragen.


5. Gartenerde und Feinkompost zu gleichen Teilen mischen und 25 Zentimeter dick auftragen.


Hoch- und Hügelbeet: Pflanzfolge

Weil Hoch- und Hügelbeete maximalen Nährstoff bieten, pflanzen Sie in den ersten beiden Jahren nur Starkzehrer wie Tomaten oder Gurken.

Salat, Spinat, Rote Bete, Rettich und Chinakohl bauen Sie wegen des hohen Nitratgehalts erst danach an (siehe Tabelle unten). Düngen Sie nicht in den ersten zwei Jahren.

 

Hochbeete sacken im Jahr bis zu 12 Zentimeter ab. Deshalb bei jeder neuen Kultivierung mit Kompost auffüllen. Nach 6 Jahren komplett neu aufschichten.



PFLANZFOLGE

1. Jahr

Gurken
Tomaten
Markerbsen
Zuckererbsen
Buschbohnen
Stangenbohnen, Dill

 

2. Jahr

Majoran
Esparsette
Sommerblumen
Kartoffeln
1-jährige Heilkräuter
Boretsch

 

3. Jahr

Rosenkohl
Salat
Weißkohl
Wirsing
Blumenkohl
Kohlrabi

 

 

4. Jahr

Petersilie
1-jährige Kräuter
Möhren
Schwarzwurzeln
Rote Beete
Lauch

 

Guter Boden – üppige Ernte

Chemische Pflanzenschutzmittel und Dünger sollten in einem Gemüsegarten tabu sein. Wenn Sie also mit der Natur gärtnern, brauchen Sie etwas Geduld, um ein Gleichgewicht zwischen Boden und Pflanzen zu erreichen. Belohnt werden Sie mit gesundem und köstlichem Gemüse, das reich ist an wertvollen Inhaltsstoffen.


Das brauchen Boden und Pflanzen:

Kompost nährt den Boden;

Mulch (Stroh, Grasschnitt, Laub, Blätter von Gemüse und Blumen) erhält Wärme, Feuchtigkeit und luftige Bodenstruktur, schützt die Humusschicht;

Gründüngung verbessert den Boden und ersetzt Stallmist;

Fruchtfolge verhindert Bodenmüdigkeit und hält den Boden gesund;

Mischkultur (gute/schlechte Nachbarn) verhilft den Pflanzen zu einem gesunden Wachstum und beugt Pflanzenkrankheiten vor;

Pflanzenjauche (aus Brennesseln, Beinwell, Kräutern) sorgt für einen kräftigen Wachstumsschub vor allem der Starkzehrer.


Boden vorbereiten

Im Herbst oder Frühjahr, ungefähr drei bis vier Wochen vor Aussaat oder Pflanzung, verteilen Sie auf Ihren gelockerten Beeten zwei bis drei Zentimeter hoch Kompost. Für den Winter wird er mit Mulch abgedeckt. Überall dort, wo Sie Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf – die Starkzehrer – pflanzen wollen, arbeiten Sie außerdem organischen Dünger ein wie gut verrotteten Mist, Horn-Blut-Knochenmehl oder Hornspäne. Stallmist können Sie durch eine Gründüngung ersetzen. Damit bezeichnet man Pflanzen, die nur gezogen werden, um zerhackt in den Boden eingearbeitet zu werden.

EINIGE PFLANZEN FÜR DIE GRÜNDÜNGUNG

Pflanze Aussaat Besonderheit
Luzerne

März-April Kultur dauert 2 Jahre
befreit das Grundstück von Disteln, Winden, Quecken
Lupine

Mai bis Juli für saure, magere Böden
Buchweizen Frühjahr bis August guter Unkrautvernichter
schöne Blüten Phazelia

März-April für alle Böden
Bienenfutterpflanze, Senf

März-April besonders schnell wachsend
Winterrogen September-November für alkalische Böden
wirkt gegen Quecken

Gelungene Fruchtfolge

Jedes Gemüse hat einen anderen Nährstoff-Appetit. Darum unterteilt man die Pflanzen in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer und pflanzt sie nacheinander auf ein und dasselbe Beet. Daraus ergibt sich eine dreijährige Fruchtfolge.

Lauch: Leicht anzubauen, hoher Nährstoffbedarf

Der Fruchtfolge, die schon unseren Vorfahren bekannt war, liegen Naturbeobachtungen zu Grunde, die inzwischen vielfach wissenschaftlich belegt sind. Pflanzen entnehmen aber nicht nur Stoffe aus der Erde, sie scheiden durch die Wurzeln auch welche aus. Bei einer Monokultur gerät der Boden aus dem Gleichgewicht, da er übermäßig mit einigen Stoffen angereichert wird, während ihm gleichzeitig andere entzogen werden.



Pflanzen Sie auf einem Beet:

Im ersten Jahr Starkzehrer

Kohl, Kartoffeln, Lauch, Sellerie, Zucchini und Kürbis. Sonderwünsche haben die Tomaten. Sie gehören zwar auch zu den „Nährstoff-Fressern“, doch gedeihen sie nur im Umkreis ihrer eigenen Ausdünstungen und müssen darum immer am selben Platz gepflanzt werden, der nach der Ernte organischen Dünger braucht.


Im zweiten Jahr Mittelzehrer

Zwiebeln, Möhren, Knoblauch, Rote Bete, Radieschen, Paprika.


Im dritten Jahr Schwachzehrer

Bohnen, Erbsen, Kräuter.

 

Nach der dreijährigen Fruchtfolge müssen dem Boden wieder Nährstoffe in Form von Kompost, Gründungung oder anderem organischem Dünger zugeführt werden. Während der Hauptwachstumszeit vertragen Stark- und Mittelzehrer einen zusätzlichen Schluck Pflanzenjauche, z.B. aus Brennesseln.




Tipp

Wenn Sie viele dieser Pflanzen in jedem Jahr ernten möchten, so pflanzen Sie auf drei Ihrer Beete zur selben Zeit jeweils eine Pflanzenart mit gleichem Nährstoffbedarf und wechseln die Bepflanzung im folgenden Jahr. So erhalten Sie eine Fruchtfolge neben- und nacheinander. Sie können dabei in jede Reihe eine andere Pflanze aus der derselben Nährstoff-Familie setzen. Achten Sie jedoch darauf, dass die Pflanzen gute Nachbarn sind.


Was macht der Knoblauch im Erdbeerbeet?

Manche Pflanzen sind sich sympathisch und werden gute Nachbarn, die sich gegenseitig gegen Krankheiten und Ungezieferbefall helfen und zum wechselseitig guten Gedeihen beitragen. Andere jedoch können sich nicht „riechen“ – und verkümmern.

Wurzelausscheidungen und Düfte der Pflanzen spielen dabei eine große Rolle. Beruht auch vieles auf Erfahrung und Beobachtung, so wird das Geheimnis guter oder schlechter Nachbarschaft zunehmend wissenschaftlich ergründet. In einer gut durchdachten Mischkultur wachsen darum nicht nur Pflanzen mit verschiedenen Reifezeiten und Nährstoffansprüchen (Stark-, Schwachzehrer), sondern man achtet auch auf die richtige Nachbarschaft. Gute Nachbarpflanzen können sogar in einer Reihe zusammengesetzt werden. Zum Beispiel Dill in einem Möhrenbeet verbessert den Geschmack des Wurzelgemüses. Knoblauch zwischen Erdbeeren gesetzt, hält sie rundum gesund.

In der folgenden Tabelle finden Sie einige Pflanzen und ihre guten sowie schlechten Nachbarn. Misserfolge können Sie aber schon vermeiden, wenn Sie ungünstige Kombinationen nicht pflanzen.

Ab März beginnt die Zeit der Aussaat ins Freie.

Bei großen Gärten sparen Sie viel Geld, wenn Sie Samentütchen kaufen und selber säen oder die Pflanzen im Frühbeet vorziehen. Die wärmeliebenden Gemüsepflanzen wie Kürbis, Paprika und Tomaten müssen sogar vorgezogen werden. Damit die Aussaat gelingt, ziehen Sie eine Pflanzschnur entlang einer breiten Rille im Abstand von 20 bis 40 Zentimetern. Streuen Sie die Samen locker ein. Anschließend werden sie mit einer dünnen Sand- oder Erdschicht bedeckt, die mit einem Brett fest gestampft wird. Bohnensamen werden übrigens in kleine „Nester“ gelegt.

Achten Sie auch nach der Keimung auf eine gleichmäßige Wasserversorgung.

 

Zwiebeln pfanzen, ernten und aufbewahren

Wenn Sie nur ein Gärtchen haben, kein Frühbeet für die Vorzucht, oder wenn Sie sich ganz einfach nicht die Arbeit des Säens machen möchten, dann kaufen Sie auf dem Markt fertige Gemüsepflanzen. Gepflanzt wird im Mai. Steckzwiebeln legt man jedoch schon im April in die Erde.

Sie gehört zu den ältesten Gemüsepflanzen. Als Gewürz ist die Zwiebel aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Aber sie ist auch eine wirksame Heilpflanze (Husten, Heiserkeit) und als Gemüse (gefüllt und gedünstet) eine köstliche Abwechslung für Feinschmecker. Zwiebeln sind Mittelzehrer. Auf einem sonnigen Beet, dessen Boden locker und humusreich sein sollte, vertragen Sie sich gut in einer Mischkultur mit Radieschen. Möhren und Zwiebeln halten sich gegenseitig die Möhren- und Zwiebelfliege fern.


Pflanzen

Die haselnussgroßen Steckzwiebeln werden im April in 10 Zentimeter tiefe Saatrillen mit 20 Zentimetern Abstand gelegt. Zwischen den einzelnen Zwiebeln sollten Sie ebenfalls 10 Zentimeter Abstand lassen. Die Zwiebeln werden mit einer Mischung aus Sand und Kompost zu gleichen Teilen bedeckt.


Pflegen

Halten Sie den Boden immer locker, feucht und unkrautfrei. Beim Hacken vorsichtig sein, da Zwiebeln flach wachsende Wurzeln haben.


Ernten

Aus jeder der kleinen Saatzwiebeln wächst eine dicke Einzelzwiebel heran. Im Juli ist es so weit: Sie können Ihre Zwiebeln ernten. Vorsichtig mit der Grabegabel herausheben.


Aufbewahren

Flechten Sie aus dem Zwiebellaub Zöpfe und hängen Sie Ihre Zwiebeln in einem luftigen, trockenen Raum auf. Oder Sie legen die gereinigten Zwiebeln ohne Blätter mit etwas Abstand zueinander in eine Holzkiste.

Ein Meter Pflanzung reicht schon aus, damit Sie das ganze Jahr Zwiebeln haben.

Quelle: Das Haus



 
 
Gartenarbeit
Gemüse
Obstbäume
 
Gartenwerkzeug
Pflanzenschutz
Impressum
Anzeigen

PREMIERE Blockbuster - Hier bestellen!