Gärtner - Tipp
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  Garten-Pflanzenschutz
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Die nächste Gartensaison steht vor der Tür, und damit auch die Angst vor neuen Schädlingsplagen. Doch das Auftreten von Schädlingen und Krankheiten ist lediglich ein Anzeichen dafür, dass der Organsimus Garten gestört ist. Begenen Sie dem rechtzeitig durch eine möglichst große Vielfalt an Pflanzen und Strukturen im Garten - Raum für nützliche Organismen. Besonders wichtig ist, dass jede Pflanze an dem für sie optimalen Standort wächst sowie ausreichend Wasser und Nährstoffe zur Verfügung hat. Nur gesunde, kräftige Pflanzen können Krankheiten widerstehen.


Gesunde Pflanzen



Ein Garten ganz ohne Schädlinge und Krankheiten bleibt ein frommer Wunsch! Aber Sie können einiges tun, damit diese nicht zum Problem werden. Grundsätzlich gilt: Gesunde und kräftige Pflanzen werden mit Schädlingen und Krankheiten in der Regel alleine fertig. Hauptvoraussetzung dafür ist ein gesunder Boden und vor allem ein nicht überdüngter Boden. Weitere Punkte, die für gesunde Pflanzen wichtig sind:

- Die Standortansprüche der Pflanzen in Blick auf Luft, Licht, Schatten, Trockenheit, Feuchtigkeit und pH-Wert des Bodens müssen erfüllt sein.
- Geben Sie widerstandsfähigen und krankheitsresistenten Sorten den Vorzug Besonders bei den Rosen gibt es ausgesprochen robuste Sorten.
- Die Pflanzen dürfen nicht zu eng gesetzt werden. Wasser muss gut abtrocknen können.
- Regelmäßiges Hacken belüftet den Boden optimal und schafft beste Voraussetzungen für gesundes Pflanzenwachstum. Außerdem können Sie dabei gleich aufkommende Unkräuter entfernen.
- Zu viel Stickstoff-Dünger schadet den Pflanzen. Kompost, organischer Langzeitdünger und Algenkalk versorgen den Boden mit den notwendigen Nährstoffen, so dass Sie auf chemischen Dünger verzichten können.
- Sorgen Sie für Vielfalt, Schädlinge und Krankheiten breiten sich eher dort aus, wo Monokulturen vorherrschen. Mischkultur und die richtigen Nachbarpflanzen sind der beste Schutz


Fleißige Helfer im Garten


Heuern Sie freiwillige Helfer an statt Geld auszugeben für teure Pflanzenschutzmittel. Nicht nur ihr Konto, auch die Natur wird es Ihnen danken. So genannte Nützlinge sind natürliche Gegenspieler von Organismen, die im Garten Schaden anrichten können. Zu den Helfern zählen Marienkäfer und deren Larven, beide vertilgen große Mengen Blattläuse, Florfliegen, zahlreiche Käfer, Schlupfwespen, Spinnentiere und auch Vögel oder Igel. Alles was Sie tun müssen: Gestalten Sie Ihren Garten so, dass sich diese nützlichen Organismen bei Ihnen wohl fühlen. Blüten von heimischen Pflanzen locken Insekten und Vögel an, wilde Ecken bieten Lebensraum für zahlreiche Tiere, unter dem Reisighaufen fühlt sich der Igel wohl. Je mehr Mini-Lebensräume und Vielfalt im Garten, umso komplexer die Lebensgemeinschaft und umso stabiler das gesamte System. Natürlich gehört dazu auch etwas Mut zur Unordnung.

Was tun gegen Unkraut?


Sollten Wildpflanzen im Garten trotzdem zum Problem werden, können Sie folgendes machen:
- Unverzichtbar ist fleißiges Jäten und Hacken.
- Jäten oder mähen Sie Samenunkräuter vor der Blüte. Sie können Millionen Samen produzieren, die mehrere Jahre im Boden überdauern. Denken Sie an das alte Gärtnersprichwort: "Lässt Du ein Jahr das Unkraut stehen, musst' 7 Jahr du jäten gehen!"
- Wurzelunkräuter wie der Giersch vermehren sich über unterirdische Ausläufer, Rhizome oder andere Wurzelorgane. Da hilft nur sorgfältiges Auslesen aller Wurzelstückchen. Wenn Sie sicher gehen wollen, sieben Sie die Erde durch.
- Eine Mulchschicht unterdrückt den Wuchs von Wildkraut.
- Stark verunkrautete Flächen kann man ein Jahr liegen lassen und mit einer schwarzen, lichtdichten Folie abdecken.
- Bestimmte Wildkräuter können auch durch eine Veränderung des pH-Wertes, Entwässerung, Drainage oder Bodenbelüftung wirksam bekämpft werden.
- Gartenwege und Fugen können Sie mit heißem Wasserdampf oder Flammenjätern Pflanzenfrei halten. Auch kochendes Wasser hilft, Pflanzen schnell und wirksam zu beseitigen.
- Wenn in den Ritzen zwischen den gelegten Platten auf der Terrasse das Unkraut anfängt zu sprießen, dann geben Sie etwas Salz in die Ritzen und das Unkraut stirbt ab. Es kann kein Unkraut nachwachsen, solange das Salz vorhanden ist.

Goldener Tipp: Rücken Sie den unerwünschten Pflanzen so früh wie möglich zu Leibe!

Quelle: www.simplify.de simplify your life


Vorbeugender Pflanzenschutz


Öko-Betriebe legen grossen Wert auf vorbeugenden Pflanzenschutz. Das erspart Mühen und Kosten. Im einzelnen gehören dazu:

1) Bodenpflege mit Algenkalk, Algenmehl, Gründünger, Humus, Kompost, Steinmehl. Pflanzen, die auf Böden mit ausreichendem Humusangebot wachsen, neigen weitaus weniger zu Befall von Krankheiten. Siehe auch 'Bodenleben'.

2) Samenauswahl. Widerstandsfähige, robuste Pflanzen, möglichst aus sortenechten Samen gezogen, neigen naturgemäss nicht zu enttäuschenden Ergebnissen. Spät keimende Samen werden aussortiert. Siehe 'Samen - Keimfähigkeit - Code'.

3) Veredlung. Auch Gemüse wie Auberginen, Gurken, Melonen, Tomaten können durch Veredlung auf resistente Unterlagen Krankheiten widerstehen. Das gilt insbesondere für Anzucht im Gewächshaus. Siehe 'Veredlungsunterlagen für Gemüse'.

4) Pflanzenstärkung. Pflanzen können von Beginn an mit pflanzenstärkenden Mitteln behandelt werden. Das gilt sowohl für die besonders gefährdete Keimphase, die mit Humofix, Kamille, Neudovital, Schachtelhalmtee usw. begleitet werden kann, als auch für die Zeit des Heranwachsens bis zur Ernte. Dafür gibt es viele Jauchen und Tees, aber auch Handelswaren aus natürlichen Stoffen. Siehe 'Kräuter- Jauchen, Brühen, Tees' und Rezepturen, Stärkungsmittel. einschl. Zusammenfassung gewerblicher Stärkungsmittel.

5) Passende Partnerwahl, Mischkultur. Viele Jahre gärtnerischer Erfahrung haben aufgezeigt, welche Pflanzen zusammenpassen und sich - möglichst gegenseitig - fördern. Zusammenwachsende, ineinander verfilzte Wurzeln offenbaren ihre gegenseitige Zuneigung. Das gilt im Prinzip auch für die Mykorrhiza-Pilze. Es betrifft auch die Anbaufolge bis zum Vorjahr hin, nur wenige Pflanzen möchten lange Zeit immer wieder auf demselben Platz angepflanzt werden, die meisten kränkeln dann oder reagieren mit geringerer Ernte. Siehe 'Hilfs- und Abwehrpflanzen' und 'Mischkultur'.

6) Standortwahl. Die meisten Pflanzen benötigen für optimale Ergebnisse bestimmte Voraussetzungen: Kalkhaltiger/saurer Boden; trockener, feuchter oder nasser Boden, in den allermeisten Fällen sollte er auch locker sein; Sonne, Halbschatten, Schatten; windoffene Lage, Windschatten; Starkzehrer, Schwachzehrer. Siehe 'Pflanzen für feuchte Böden, Sumpf- und Wasserpflanzen', 'Pflanzen für sandige Böden', 'Pflanzen für saure Böden' und 'Pflanzen für trockene Böden'.

7) Förderung von Nützlingen. Auch Tiere brauchen Nahrung, Schutz gegen Feinde und Witterung, Wasser usw., damit sie sich wohlfühlen und uns helfen gegen fressende, saugende und infizierende Pflanzenfeinde. Siehe 'Nützliche Tiere, Bakterien, Pilze'.

8) Biotechnische Massnahmen. Hier hat es in den letzten Jahren eine Menge Neuerungen gegeben, die sich schnell durchgesetzt haben wie Gelbtafeln, Gemüsenetze, Insektenhotels, Leimringe, Pheromonfallen, Schneckenzäune, Vliese, Zucht von Nützlingen usw. Altbewährt sind die Nisthilfen für Vögel und nützliche Insekten.

Quelle: Der BIO Gärtner

Zwangsläufig wird man es im Garten früher oder später mit Schädlingen und Pflanzenkrankheiten zu tun bekommen. Im wesentlichen gehören Sie entweder zu der Gruppe der:

- tierischen Schädlinge (Wühlmäuse, Nacktschnecken, diverse Insekten usw.)
- den Unkräutern (Löwenzahn, Quecke, Vogelmiere usw.)
- den Schadpilzen (Mehltau, Rostpilze, Rußtaupilze usw.)
- den Viren und Bakteriellen Krankheitserregern. (Rindenbrand, Feuerbrand, usw.)

Daran wie man dagegen vorgeht scheiden sich die Geister, vor allem was die Chemische Bekämpfung betrifft. Deshalb ein paar Hinweise.

Pflanzenschutz Garten Krankheit Pflanzen Schädlinge Viele chemische Präparate sind ätzend und auch für den Menschen giftig, deshalb genau nach Herstellerangaben anwenden und sicher verwahren. (besonders vor Kindern) Den Spruch viel hilft viel kann man vergessen, bei übermäßigen Gebrauch können Mikroorganismen sogar Resistenzen gegen die Bekämpfungsmittel entwickeln und die Präparate wirken dann nicht mehr. Viele Mittel wirken auch nur innerhalb einer bestimmten Dosis optimal, deshalb genau an die Herstellerangaben halten was Dosis und Zeitabstände der Anwendung betrifft. Bei der Auswahl Präparate bevorzugen die gezielt gegen bestimmte Schädlinge wirken und dabei Nützlinge (Vögel, Nutzinsekten, Igel usw.) schonen. Für viele Chemische Mittel gibt es Biologische Ersatzpräparate. Spritzmittel nur an trockenen und windstillen Tagen ausbringen um eine optimale Wirkung zu erzielen. Chemische Mittel nur einsetzen wen alle anderen Maßnahmen nicht helfen. Unkräuter können per Hand gejätet werden und die Pflanzflächen mit Rindenmulch, Rasenschnitt oder Unkrautfolie abgedeckt werden. Regelmäßiges Rasen mähen und düngen verdrängt allmählich Rasenunkräuter, hartnäckige Wurzelunkräuter (Löwenzahn) werden ausgestochen. Nützlinge fördern durch anbringen von Nistkästen für Vögel und Nisthilfen für Nutzinsekten, anlegen von kleinen Teichen, aufschichten von Laubhaufen, pflanzen von Wildblumen und einheimischen Sträuchern, usw. Die Gartenpflanzen immer optimal mit Nährstoffen versorgen ohne zu überdüngen, das beugt Krankheiten vor. Bei der Sortenauswahl die mit der größten Krankheitsresistenz bevorzugen. Beim Pflanzenkauf genau hinschauen und nur gesunde Pflanzen aus fachmännischen Händen erwerben. Die Pflanzen immer an den optimalen Standort setzen. Also sonnenhungrige trockenheitsliebend Exemplare nicht in eine feuchte schattige Ecke platzieren, hier sind Schadpilze vorprogrammiert. Kranke und welke Pflanzenteile zurückschneiden, sowie befallenes Laub aufsammeln und entsorgen. (Nicht auf den Kompost!!!) Bei Wühlmäusen Zwiebeln und Knollen nur in Plaste- oder Drahtkörbe auspflanzen. Ein- und Zweijährige Blumen sowie nicht winterharte Knollen und Zwiebelpflanzen (Gladiolen, Dahlien usw.) die im Herbst ohnehin ausgegraben werden, Gemüsepflanzen, Erdbeeren usw. nicht jahrelang immer an der selben Stelle pflanzen. (Fruchtwechsel) Schneidewerkzeuge nach Gebrauch gut reinigen um Krankheitserreger nicht zu übertragen, Balkonkästen und Kübel im Frühjahr vor erneutem Gebrauch ebenfalls reinigen. Dabei gleich alte Erde austauschen, die kommt auf den Kompost aber nur wen die Vorgängerpflanzen keine gefährlichen Krankheiten hatten.

Quelle: Garten Ratgeber rund um das "grüne Hobby"

 

Pflanzenschutz bedeutet Pflanzen schützen

Der Pflanzenschutz versucht durch geeignete Maßnahmen Schäden durch Krankheitserreger, Schädlinge, Unkräuter und unbelebte Schadursachen an der Pflanze zu verhindern. Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz werden mit Recht unter dem Oberbegriff „Phytomedizin“ zusammengefasst und – wieder mit Recht – mit der Human- und Veterinärmedizin auf eine Stufe gestellt. Der „Pflanzenarzt“ hat, genau wie der Human- und Tiermediziner, im Prinzip die gleiche Aufgabe: lebende Organismen vor Schäden zu schützen und wenn möglich die Gesundheit seiner Patienten wiederherzustellen.

Der wesentliche Unterschied zwischen den drei Medizinkategorien besteht in ihrer Bedeutung. Um die Menschengesundheit wird mit Recht fast „um jeden Preis“ gerungen. Pflanzenschutzmaßnahmen im Erwerbsgartenbau oder in der Land- bzw. Forstwirtschaft werden dagegen erst dann durchgeführt, wenn die sogenannte wirtschaftliche Schadensschwelle überschritten wird. Das bedeutet, eine Vorbeugung bzw. Bekämpfung sollte erst bei der prognostizierten bzw. tatsächlichen Befallsstärke, – bei der der zu erwartende Schaden bei Nichtbekämpfung höher zu werden droht als die Bekämpfungskosten – durchgeführt werden.

Ein sogenannter ökologischer Anbau unterliegt dabei denselben Zwängen und Prinzipien. Da die Bekämpfungsbereitschaft dort niedriger ist als bei dem traditionellen Anbau und die Effizienz der Maßnahmen aufgrund des Verzichtes auf manche erfolgsgarantierenden chemischen Substanzen geringer wird, sind die Erträge schwächer und dadurch die Kosten pro geerntete Einheit höher. Diese Anbaubetriebe können nur dann existieren, wenn der Endverbraucher = Käufer bereit ist, eventuelle Schorfflecken auf den Äpfeln bzw. manche Schönheitsmakel der Zierpflanzen in Kauf zu nehmen. Da er daran glaubt, weniger belastete Pflanzen und dadurch gesündere Nahrungsmittel erworben zu haben, akzeptiert er die viel höheren Preise. Im Hobbybereich, wo der „Zwang“ der Wirtschaftlichkeit prinzipiell entfällt, braucht die Bekämpfungsbereitschaft sicherlich nicht immer rationell begründet zu werden.

Ob der Freizeitgärtner bereit ist, auf Teile der Ernte oder der Blüte- bzw. der Blätterpracht zu Gunsten der Schaderreger zu verzichten oder mehr an Arbeit und Kosten zu investieren bereit ist, damit seine Pflanzen prachtvoller als die des Nachbarn sind, ist seine subjektive Entscheidung. Der Garten, nicht das Auto, ist des deutschen Freizeitgärtners liebstes Kind.

Da spielt aber in manchen, durch hohe Arbeitslosigkeit gezeichneten Gebieten auch die Armut eine wesentliche Rolle. Dort werden die Gärten am intensivsten bewirtschaftet. Die hohe und mehrfache Ernte von Obst und Gemüse hilft das Familienbudget „zu meistern“. Besonders dort sind die Forderungen von manchen gutbehüteten „Berufsökos“, wie z.B. „wenn der Pfirsichbaum durch die Kräuselkrankheit oder der Birnenbaum durch den Birnengitterrost befallen ist, soll man ihn eben ausrotten, statt die Umwelt durch Pestizideneinsatz zu belasten“, zynisch, inkompetent und demagogisch. Jeder Bürger eines demokratischen Landes, also auch wir, die 18 Millionen Freizeitgärtner, haben das Recht darauf, selbst entscheiden zu dürfen, ob und inwieweit wir unser Eigentum, in diesem Fall unsere Pflanzen, vor Angriffen von außen schützen dürfen.

Indirekte Pflanzenschutzmaßnahmen

Wie ich schon früher angedeutet habe, sind viele unbelebte Wachstumsfaktoren die wichtigsten Erfolgsvoraussetzungen für gesunde Pflanzen überhaupt. Wir versuchen jetzt alle Maßnahmen zu systematisieren, die zwar keine Schadorganismen bekämpfen, aber trotzdem die Gesundheit der Pflanzen positiv beeinflussen. Sie sind demnach nicht als direkte Bekämpfungsmaßnahmen, sondern als indirekte, meistens kulturtechnische Schutzmaßnahmen zu sehen.

Ich habe schon gesagt, dass durch den Verzicht auf „Exoten“ viele Probleme im Garten zu vermeiden sind. Nicht in jeder Region vom Bodensee bis nach Flensburg werden z.B. Weinreben angebaut. Die nördlichsten Weinbaugebiete sind eben die Mosel im Westen und Saale-Unstrut im Osten und das ist kein Zufall. Bei der Entscheidung für oder gegen die Hausrebe, sollte diese klimabedingte Tatsache durch den Freizeitgärtner in seinem eigenen Interesse berücksichtigt werden. Dazu kommt die Tatsache, dass Empfindlichkeit und (im Gegensatz dazu) Resistenz gegen Schaderreger erbliche, sortenspezifische Eigenschaften sind. Diese Kenntnisse sollten unbedingt bei Neupflanzungen berücksichtigt werden.

Arten- und Sortenauswahl

Bei Radieschen z.B. kann man sich, im Falle der Unzufriedenheit, laufend für eine andere Sorte entscheiden. Bei Bäumen und auch bei Sträuchern handelt es sich um mehrjährige Pflanzen, deren eventuelle Auswechslung im Falle der unberücksichtigten Empfindlichkeit, relativ große Probleme und Kosten mit sich bringt. Ein Kompromiss zwischen den Vor- und Nachteilen einer gepflanzten Pflanzensorte muss bewusst getroffen, und darf nicht dem Zufall überlassen werden. Uns muss aber auch klar sein, dass die Natur oft schneller und flexibler als die Züchtung ist.

Die Resistenz der Sorten muss immer wieder relativiert werden. Manche Stachelbeersorten die z.B. noch vor einigen Jahren als resistent gegen den Stachelbeermehltau gekauft worden sind, sind inzwischen – als sie gerade reichlich zu tragen begannen, – empfindlich geworden. Mehltau entwickelte eben Krankheitsstämme, die die Resistenz überbrückt haben. Soll man diese Sträucher ohne Rücksicht auf Verluste ausrotten um neue, heute noch als resistent geltende zu kaufen und zu pflanzen? Bei Pfirsichsorten und der Kräuselkrankheit, und praktisch überall bei allen resistenten Sorten, gilt das gleiche.

Quelle:
Adalbert Griegel
© Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH, Bonn, 2000-2006
http://www.fug-verlag.de/on1449

 

Das Ziel des Pflanzenschutzes ist es Pflanzen,
insbesondere Kulturpflanzen, vor Krankheiten, Parasiten und Konkurrenz (Unkräuter, Ungräser) zu schützen (protektive Zielsetzung) oder befallene Pflanzen zu heilen (kurative Zielsetzung). Der Pflanzenschutz wird ausgeübt von Schädlingsbekämpfern, Land- und Forstwirten sowie Gärtnern im Erwerbsanbau und im Haus- und Kleingarten oder an Zimmer- und Balkonpflanzen.

Seit der industriellen Revolution stand lange Zeit der chemische Pflanzenschutz im Vordergrund. Zuvor gab es aber auch schon Methoden, die denen des heutigen biologischen Pflanzenschutzes nahe stehen. Letzterer gewinnt immer stärker an Bedeutung, da er ökologische Aspekte wie Nachhaltigkeit und Verhältnismäßigkeit der angewendeten Methoden stärker berücksichtigt.

Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln wird häufig ein Teil des Feldes nicht mit Pflanzenschutzmittel behandelt, um die Wirksamkeit des eingesetzten Pflanzenschutzmittels beurteilen zu können. Diesen Bereich nennt man auch Spritzfenster.

Bedeutung [Bearbeiten]

Der Pflanzenschutz ist eine kulturelle Errungenschaft der Menschheit, um vor allem die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend Nahrungsmitteln sicherzustellen. Denn die Nahrungspflanzen und Zierkulturen der Menschen stammen von Wildpflanzen ab, die ebenso von den gleichen Krankheiten und Schädlingen befallen werden können. Die zugunsten wirtschaftlicher Bearbeitungsweise angelegten Monokulturen sind aber bei Befall einem stärkeren Druck von Schadorganismen ausgesetzt als die Wildpflanzen, was ohne Schutz- oder Gegenmaßnahmen zum Totalausfall der Kulturen führen kann.

Die auf hohe Ertragsleistung gezüchteten Kulturpflanzen weisen im Vergleich zur genetischen Vielfalt der Wildpflanzen eine Verarmung im Erbgut auf, was im Zusammenhang mit großflächigen Anbau den Befall durch Schädlinge und Krankheiten begünstigt. Dies soll der Pflanzenschutz verhindern helfen.

Methoden [Bearbeiten]

Der so genannte Integrierte Pflanzenschutz berücksicht verschieden Methoden, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln weitgehend zu vermeiden oder zumindest zu minimieren.

* Die erste Maßnahme ist die Richtige Kulturführung, welche die Kulturansprüche der Pflanzen durch standortgerechte Sortenwahl optimieren soll.
* Durch geeignete Vorkulturen, dem Einsatz und Schutz von Nützlingen, Pflanzenstärkungsmittel und anderes sollen Biologische Maßnahmen greifen.
* Physikalische Maßnahmen sind z.B. geeignete Bodenbearbeitung (Lockerung, mechanische Unkrautentfernung, ...) sowie das mechanische oder manuelle Entfernen von Schädlingen. Für die Abwehr von Vögeln - z.B. im Wein-, Obst- und Gemüseanbau - kommen in der Regel optische oder akustische Methoden zum Einsatz.
* Falls obige Methoden nicht mehr ausreichen, bleiben zuletzt noch die chemischen Maßnahmen. Wenn eine gewisse Schadschwelle überschritten wird, sollen Pflanzenschutzmittel die Kulturpflanzen vor größeren Schäden bewahren.

Vogelabwehr (Starenabwehr) [Bearbeiten]

- meist von Staren und Amseln - ist eine spezielle Abteilung des Pflanzenschutzes, bei der insbesondere mit optischen und akustischen Methoden gearbeitet wird: Vogelscheuchen, schwingende und surrende Drachen sowie Alufolien wirken für die Vögel abschreckend durch ihre Ähnlichkeit mit angsterzeugenden Objekten, durch Überraschungseffekte und irritierende schnelle Bewegungen. Schußapparate und Vogelschreigeräte vertreiben die Vögel durch Knall, Todesschreie von Artgenossen oder Angriffsschreie von Feinden. In der Regel ist die effektivste - weil gezielteste und überraschendste Art - der Vogelabwehr die Wingertshut (Weinbau), d.h. Feldhüter beobachten die Landschaft und erzeugen durch Schreckschüsse aus Handfeuerwaffen oder funkferngesteuertes Auslösen von Schußapparaten und Vogelschreigeräten plötzliche, isolierte, akustische Effekte, die die Vögel vertreiben, wenn sie gerade anfliegen und/oder bevor sie sich auf einem Weinberg oder Obstgarten niederlassen. Alle Methoden, die mit präventiver (auch wenn gar keine Vögel da sind), automatisierter Dauerbeschallung arbeiten, führen oft zu unangenehmen Auswirkungen auf Anwohner in ortsnahen Bereichen. Es treten auch Gewöhnungs- sowie unerwünschte Konditionierungseffekte (Anlockung wegen des Nahrungsangebots) bei den Vögeln ein, durch die letztlich doch wieder erhebliche Schäden auftreten. Solche Methoden verlieren daher an Bedeutung und stoßen auch mehr und mehr auf Widerstand in der Anwohnerschaft. Dort wo sie noch angewendet werden, geschieht dies um Kosten (für Personal) einzusparen. Allerdings ist im §7 Abs.3 des Landesimmissionsschutzgesetz vom 20. Dezember 2000 für Rheinland-Pfalz die Vogelabwehr folgendermaßen reglementiert:

„Der Betrieb von akustischen Einrichtungen und Geräten zur Fernhaltung von Tieren in Weinbergen oder in anderen gefährdeten landwirtschaftlichen Anbaugebieten, durch den Anwohnerinnen und Anwohner erheblich belästigt werden können, bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde. Die Erlaubnis soll nur erteilt werden, wenn die Fernhaltung mit anderen verhältnismäßigen Mitteln nicht erreicht werden kann.“

Eine Schadensverminderung ist durch Vogelabwehr im Weinbau letztlich nicht zu erreichen, bestenfalls eine Verlagerung bzw. großflächige Verteilung der Schadensereignisse. Die jeweilige Zahl der Vögel und ihr Nahrungsbedarf ist durch Vogelabwehr nicht beeinflußbar. Wo Trauben großflächig erzeugt werden, greifen die Vögel auch bevorzugt auf dieses schier unerschöpfliche Nahrungsreservoir zu. Vogelabwehr ist daher im Rahmen der Konkurrenz zwischen den Winzern eine Maßnahme, die Schadenshäufungen an bestimmten Orten vermeidet und auf viele Winzer umverteilt. Die Zweckmäßigkeit solcher Maßnahmen ist umstritten. Versicherungen auf Gegenseitigkeit, die solche Risiken für einzelne Betriebe auffangen könnten, gibt es derzeit (2006) noch nicht.

 

Quelle: WIKIPEDIA


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